Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  2. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  5. Bätzing gegen Papst Leo
  6. Der anderskatholische Papstkritiker
  7. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  8. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  9. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  10. „Wir werden erwartet“
  11. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  14. Papst baut Sekretariat der weltweiten Synode um
  15. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist

Zsifkovics: Priester sind noch besser als James Bond

9. Juli 2017 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Eisenstädter Bischof zieht bei Primizpredigt Vergleiche zwischen Jüngern Jesu und Filmheld: Priester haben "Lizenz zum Heilen", sind in sichtbarer Mission unterwegs und keine Selbstdarsteller


Eisenstadt (kath.net/KAP) Priester sind wie James Bond, haben aber einen "noch besseren, wenn auch nicht immer leichteren und populäreren Weg" gewählt als der Serienheld: Das hat der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics am Sonntag in einer Predigt zur Primizmesse des Neupriesters Kurt Aufner in Pinkafeld dargelegt. Auch Priester seien "Männer mit einer Mission", hätten "Wunderwaffen" und Probleme zu meistern. Insgesamt seien Unterschiede aber dennoch unübersehbar, vor allem sei das Evangelium als das "Drehbuch" des Priesters keine Fiktion wie die Bond-Romanvorlagen, so der burgenländische Oberhirte.

Zsifkovics beschrieb die Bond-Figur als "profanen Nothelfer", der für Gerechtigkeit sorge und die Welt vom Untergang bewahre. Anders als der Geheimagent seien Priester nicht in geheimer, sondern in offen sichtbarer Mission unterwegs. Sie sollten andere Menschen auffordern, "das, was in ihrem Leben nicht so gut läuft, mit Gottes Hilfe zu entdecken und zum Guten zu verändern", so der Bischof. "Denn die Veränderung und Rettung der Welt setzen immer zuerst beim einzelnen Menschen und bei einem selbst an."


Vergleiche wagte Zsifkovics auch hinsichtlich des Equipments: Bond sei mit technischen Raffinessen, teuren Autos, feinster Garderobe und Kreditkarten ausgestattet, Priester viel bescheidener mit Priestergewändern, gesalbten Händen sowie Hostienschale und Kelch. Sie sollten "Pilger ohne großen Geldbeutel" sein, um nicht von Materiellem abgelenkt zu werden und den Auftrag Jesu nicht aus den Augen zu verlieren, erklärte der Bischof. Dabei gehe es nicht um gewaltorientierte Weltverbesserung, Zwangsbekehrung oder Überreden mit vorgehaltener Pistole, sondern um den Ruf des Wortes Gottes an den freien Willen.

Deutliche Unterschiede sah der Bischof auch bei der Art der Lizenz. Bond gehe dank seiner "Lizenz zum Töten" über Leichen, während die Jünger Jesu die "Lizenz zum Heilen" hätten. Zsifkovics: "Im Namen Jesu Christi treiben sie Dämonen aus und heilen Kranke. Sie setzen sich ein, Leben zu schützen und zu erhalten." Heilung geschehe durch das Gehen an der Seite der Menschen, durch ihr Aufspüren an den Rändern der Gesellschaft und durch das eigene, von Gott erzählende Lebensbeispiel. So würden Menschen dabei unterstützt, "ihre Wunden ans Licht zu halten und geheilt zu werden".

Ein Priester sei keine "Art Superman" und bleibe nicht stets "unverwundbar und cool, selbst wenn ihm das eigene Blut über die Augen rinnt", stellte Zsifkovics klar. Während Bond ein "moderner Götze" sei und für seine Stärke bewundert und angebetet werde, bräuchten Jünger Jesu keine Selbstdarstellung: Sie seien unterwegs im Namen des Herrn, würden in allem Tun auf Jesus verweisen und seien somit selbst "Wegweiser zu einem erfüllten Leben mit Gott". Selbstdarstellung ein "gefährliches Gift" für Priester, da sie alles daran setzen sollten, Menschen nicht an sich selbst, sondern an Jesus zu binden.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Diözese Eisenstadt

  1. Zsifkovics beklagt vor Martinsfest "Gottesvergessenheit"
  2. Diözese Eisenstadt verweigert Grenzzaun auf Kirchengrund
  3. Diözese Eisenstadt verurteilt 'übles Mobbing' gegen Kirche
  4. Eisenstädter Bischof wurde von Unbekannten absichtlich eingesperrt
  5. Eisenstadt: Kalasantinerorden übernimmt Seelsorge in Dompfarre
  6. Zsifkovics: Christen müssen Kopf für Jesus hinhalten
  7. Zsifkovics: Offene Worte zu akutellen Themen in Eisenstadt
  8. Eisenstädter Dompfarrer Prikoszovits tritt zurück
  9. 'Fordern und unterstützen wir alles, was dem Leben dient!'
  10. Bischof Zsifkovics nimmt nicht an Groër-Gedenkfeier teil







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Mexikanischer Priester wurde drei Tage lang gefoltert
  3. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  4. NGO nach Massaker an Christen in Äthiopien: "Welt darf nicht wegsehen"
  5. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  6. Karmelitinnen in Pennsylvania bauen von Hand ein Kloster für 1.000 Jahre
  7. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  8. „Wir werden erwartet“
  9. Leo XIV. drängt auf internationale Regeln für Künstliche Intelligenz
  10. Papst baut Sekretariat der weltweiten Synode um
  11. Papst dankt Mercedes für "100 Jahre Papamobil"
  12. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  13. Vatikan warnt vor ‚Extremismus‘ und ‚Spaltung‘ durch Knien beim Kommunionempfang
  14. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  15. „Die ‚Irish Times‘ hat den 3293. Artikel von jemandem veröffentlicht, der nicht mehr zur Messe geht“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz