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Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!

23. Jänner 2026 in Österreich, 7 Lesermeinungen
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Meldestelle christenschutz.at übt scharfte Kritik am österreichische DÖW-Bericht Christen und konservative Bürger im selben Atemzug mit Neonazis zu nennen, ist eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts


Wien (kath.net) Die Meldestelle für Christenfeindlichkeit, www.christenschutz.at, äußert massive Kritik am aktuellen DÖW-Rechtsextremismusbericht 2024. Durch das neu eingeführte Konzept der „Resonanzräume“ werden legitime demokratische Positionen systematisch in die Nähe des Rechtsextremismus gerückt. Besonders problematisch bewertet die Meldestelle das sogenannte „Rechtsextremismus-Barometer“. Hier werden Einstellungen, die in der Mitte der Gesellschaft tief verwurzelt sind – etwa die Überzeugung, dass es zwei biologische Geschlechter gibt oder dass sich Zugewanderte anpassen sollten – als „Einstiegsdrogen“ für extremistisches Denken kategorisiert. „Dies ist eine unzulässige Gleichsetzung von demokratischer Meinungsvielfalt mit extremistischen Umtrieben“, betont Jan Ledóchowski, Vorsitzender der Meldestelle christenschutz.at.


Das DÖW klassifiziert christliche Organisationen nun als „Resonanzräume“, die als „Durchlauferhitzer“ für eine Radikalisierung wirken sollen. Wer christliche Werte wie das Lebensrecht Ungeborener oder traditionelle Familienbilder verteidigt, wird laut Bericht zum Wegbereiter für „völkischen Rechtsextremismus“ erklärt. „Diese Methodik konstruiert eine Form der Kollektivschuld ohne empirischen Nachweis“, so Suha Dejmek, Vorstandsmitglied der Meldestelle. „Es ist ein massiver Angriff auf die Religions- und Meinungsfreiheit, wenn die Ausübung des Glaubens als demokratiegefährdend eingestuft wird.“

Jan Ledóchowski, dessen eigene Familiengeschichte tief vom Widerstand gegen das NS-Regime geprägt ist – ein Urgroßvater wurde von den Nationalsozialisten erschossen, ein weiterer Urgroßvater war im KZ inhaftiert –, zeigt sich persönlich erschüttert. „Christen und konservative Bürger im selben Atemzug mit Neonazis zu nennen, ist eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts.“ „Wir stellen uns schützend vor christliche Institutionen und Personen, die zu Unrecht in einen extremistischen Kontext gerückt werden“, so Ledóchowski abschließend.


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