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| ![]() „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“vor 2 Stunden in Spirituelles, keine Lesermeinung „Denn der Sohn Gottes ist durch sein Kreuz und seine Auferstehung die einzige Hoffnung für jeden Menschen im Leben und im Sterben. Und nur in Christus Jesus kann die Kirche Sakrament des Heils der Welt sein.“ Predigt von Gerhard Card. Müller Rom (kath.net) kath.net dokumentiert die Predigt von Kardinal Gerhard Ludwig Müller (Archivfoto) am Fest der Heiligen Agnes 2026 in seiner Titelkirche Sant' Agnese in Agone in Rom in voller Länge und dankt S.E. für die freundliche Erlaubnis zur Weiterveröffentlichung: Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte. Denn der Sohn Gottes ist durch sein Kreuz und seine Auferstehung die einzige Hoffnung für jeden Menschen sowohl im Leben als auch im Sterben. Und nur in Christus Jesus kann die Kirche Sakrament des Heils der Welt sein. Nur in ihm gewinnt sie ihr eigenes Profil im Unterschied zu allen von Menschen erdachten und gemachten Heilslehren, Ideologien und Programmen und Agenden. Unser Heiliger Vater hat aber nicht nur den Willen zur dogmatischen Wahrheit, sondern auch den Mut zur politischen Klarheit vor den Machthabern dieser Welt. In seiner Neujahrsansprache an das Diplomatische Corps beim Heiligen Stuhl sprach er offen aus, dass weltweit 380 Millionen Christen Verfolgung, Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt sind. Die Internationale Hilfsorganisation Open Doors hat für das Jahr 2024 die Zahl von fast 5000 ermordeten Christen ermittelt. Und wenn wir die Geschichte seit den letzten 4000 Jahren überblicken, stellen wir fest, dass das Judentum und das Christentum ohne Unterlass bekämpft wurden. Der tiefste Grund für diesen tödlichen Hass gegen das Volk Gottes des Alten und Neuen Bundes besteht darin, dass die Weisen und Machthaber dieser Welt den Glauben an den einen und wahren Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde, nicht ertragen können. Denn sie wollen selbst Gott sein, Herren über Leben und Tod spielen, sich an ihrem selbstinszenierten Personenkult berauschen. Der christliche Grundsatz jedoch, dass man Gott mehr gehorchen muss als den Menschen (Apg 5, 29), entlarvt ihren Anspruch auf quasi-göttliche Allwissenheit und Allmacht als lächerliche Anmaßung sterblicher Menschen. Und in der Todesstunde aller Tyrannen, Autokraten und Führer zeigt sich, was für erbärmliche Kreaturen sie sind. Von Anfang an waren die Christen auch im Römischen Reich beargwöhnt, verachtet und verfolgt worden: sei es durch den Pöbel der heidnischen Volksmassen oder durch die Philosophen, denen die Menschwerdung Gottes und sein blutiger Tod am Kreuz eine widervernünftige Perversion erschien im Vergleich mit ihrer hochspekulativen Idee von Gott als reinem Geist ohne jeden Kontakt mit der Materie und dem irdisch gebundenen Menschen. Ihr Ideal war die Befreiung der Seele aus dem Kerker des Körpers und nicht die Auferstehung des Leibes. Und schließlich konnten und können es die Inhaber der absoluten politischen Macht nicht ertragen, dass die Christen die Rolle des Kaisers bzw. des Staates beschränkten auf die zeitliche Wohlfahrt, während sie im Gewissen und Glauben allein Christus als ihren Herrn und König anerkennen. Die hl. Agnes, deren Gedächtnis wir heute feiern am Ort ihres Martyriums, war ein zartes, gerade einmal zwölfjähriges Mädchen, das allen Drohungen und Verlockungen zum Trotz Christus die Treue gehalten hat, bis zu dem gewaltsamen Tod ihrer Enthauptung in der Weise, wie man damals die Lämmer schlachtete. Und damit weist sie uns immer hin auf Christus, der auf dem Altar des Kreuzes geschlachtet war als das Lamm Gottes, das hinweg nimmt die Sünde der Welt. Und wie viele Tausende junger Menschen sind in den Verfolgungen standhaft geblieben und haben nicht ihr Haupt und Knie gebeugt haben vor Baal, dem Götzen dieser Welt (Hos 2, 8-13) „wegen ihres Zeugnisses für Jesu und das Wort Gottes (Offb 20,4). Armselige Menschen schwingen sich auf als Retter der Welt und lassen sich von den verführten Massen wie Götzen feiern. Aber wie starben die Verfolger der Christen? Nero endete im Selbstmord, Kaiser Valerian fiel in die Hand seiner Feinde und die Parther schickten zur Schmach des Imperiums seine abgezogene Haut nach Rom. Hitler winselte im Führerbunker wie ein geprügelter Hund um sein Leben, weil er es nicht fassen konnte, dass nun die Reihe an ihn kam, der erbarmungslos Millionen unschuldiger Menschen in den Tod geschickt hatte. Und der überzeigte Atheist Stalin probierte auf seiner Datscha wie ein Quacksalber allerlei Medizin aus, die ihm eine irdische Unsterblichkeit garantieren sollte, von der heute alle Oligarchen und Autokraten träumen, die sich für einen unersetzlichen Segen für die Menschheit halten. In Wirklichkeit starb er jämmerlich in seinem Dreck mit einem angsterfüllten Blick voller Hass und in ohnmächtigem Zorn, bevor ihn der Teufel zu sich holte. Doch wir können auch von der Christenverfolgung im Europa von heute nicht schweigen, die die Nachfahren der Laizisten, Faschisten und Sozialisten in der Form der sogenannten Woke-Kultur durchführen. Welche antikirchliche Propaganda muss denn den im Bereich der Europäischen Union gemeldeten 2300 antichristlichen Attacken gegen Personen und kirchliche Einrichtungen vorausgegangen sein? Dazu kommen noch in England 502 Attacken auf Personen nur weil sie Christen sind, zusätzlich noch die vielen Brandstiftungen an christlichen Kirchen. In unseren westlichen Ländern bis hinein in die Mentalität der Brüsseler Bürokraten und ihren Statthaltern in den Mitgliedstaaten hat sich eine neue subtile Art von Christenverachtung etabliert. Man greift die zentrale Wahrheit des christlichen Menschenbildes an. Der Mensch sei nicht die Krone der Schöpfung, geschaffen nach dem Bild Gottes und in seinem Gewissen unmittelbar zu Gott. Er sei nichts weiter als das Produkt eines blinden Naturablaufs, oder -marxistisch gesprochen- das Konglomerat seiner gesellschaftlichen Bestimmungen. Deshalb können grün-sozialistische Ideologen die Menschheit wie ein Rohmaterial bearbeiten und den Neuen Menschen erschaffen nach ihrem Bild und Gleichnis. Und darum seien ihre Ideologien, Bürokratien, Parteien und Führungspersonen berechtigt, die Menschen zu lenken, zu erziehen, ihnen vorzuschreiben, was und wie sie zu denken, zu sprechen, zu fühlen, zu essen und zu tun haben. Nur ist im Unterschied zu den klassischen totalitären Zwangssystemen heute die Propaganda so geschickt, dass sie den Menschen das Bewusstsein vermittelt, sie würden sich frei entscheiden, wenn sie ihre eigenen Kinder im Mutterleib ermorden, oder in Krankheit und Alter sich umbringen lassen, um niemanden mehr zur Last zu fallen. Und der diabolische Gipfel des Antichristentums ist erreicht, wenn milliardenschwere Pharmakonzerne den Kindern und Jugendlichen in der unruhigen Zeit ihrer Pubertät einreden, sie könnten ihr Geschlecht ändern, wenn sie sich im falschen Körper fühlen. In Wirklichkeit hat Gott von Ewigkeit her, schon „vor der Erschaffung der Welt“ (Eph 1, 4), jeden Einzelnen in Christus erwählt und berufen, eben gerade dieser konkrete historische Mensch zu sein als Mann oder als Frau (Gen 1, 27; Mt 19, 4). Die erste wunderbare Aufgabe, die wir zu bewältigen haben, besteht in der restlosen Annahme von uns selbst als Geschöpfe Gottes, der uns bei unserem Namen gerufen und somit zur Person gemacht hat (Jes 43, 1). Und die höchste Aufgabe in unserem Leben besteht darin, dass wir im Glauben an Christus bejahen, dass wir befreit sind zur Freiheit und Herrlichkeit der Söhne und TöchterGottes (Röm 8, 21). Den beiden Geschlechtern hat Gott den Fortbestand der Menschheit in der Folge der Generationen anvertraut. Die Zweigeschlechtlichkeit, mit der der Schöpfer die Natur des Menschen ausgestattet hat, gehört zur Gutheit der Schöpfung und ist kein Unfall, dessen Schaden wir zu begrenzen hätten. Er segnet die Liebe von Mann und Frau und lässt aus ihrem ehelichen Bund die Kinder als die Frucht ihrer Liebe hervorgehen. Und auch im Reich der Gnade spielt der Unterschied von Mann und Frau eine tragende Rolle. Der Sohn Gottes selbst ist Mensch geworden und ist als Mann, der neue Adam, das Haupt der ganzen Menschheit und der Kirche. Aber er nimmt das Menschsein an von einer Frau, die die neue Eva, die Mutter der in Gott Lebenden geworden ist, vermittels ihrer mit-wirkenden Freiheit, mit der sie Ja gesagt zur Menschwerdung Gottes aus ihrem Leib und Geist. In dem antichristlichen Kulturkampf in Europa geht es tatsächlich um die Kultur der Humanität und der Christlichkeit gegen den Rückfall in die Barbarei des alten und neuen Heidentums. Das neue Heidentum ist im Kern die Verachtung des Menschen, den Gott nach seinem Bild und Gleichnis geschaffen hat und der uns in seinem Sohn Jesus dazu berufen seine Töchter und Söhne zu werden, um im Geist des Vaters und des Sohnes als Freunde Gottes zu leben und einst im Haus des Vaters eine der vielen wohl vorbereiteten Wohnungen zu beziehen. Der große Kirchenvater Ambrosius hat uns die hl. Agnes als Vorbild des Christseins empfohlen, weil sie sowohl unter brutaler Bedrohung als auch bei gleichzeitigen Schmeicheleien und Versprechungen eines Luxuslebens in der Welt sich nicht von Christus abbringen ließ. (De virginibus 5-9). Und wir Christen von heute richten uns nach ihrem Beispiel und empfehlen uns ihrer Fürbitte: Heilige Agnes steht uns mit deinem Gebet bei, dass wir uns nicht von altchristlicher Propaganda verführen lassen, sondern immer Jesus Christus, unserem Herrn, treu bleiben, dem einzigen und wahren Retter der Menschen. Amen. Weitere kath.net-Artikel von und über Kardinal Müller: siehe Link. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuMüller
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