Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Bistum Hildesheim spricht ab jetzt in ‚geschlechtersensibler Sprache’!
  2. Petrusbruderschaft muss Dijon verlassen
  3. „Es ist nicht Aufgabe der Deutschen, die Ungarn politisch zu erziehen!“
  4. (K)eine Lebensschutzerklärung der Deutschen Bischofskonferenz?
  5. "Herr Bischof, Sie sind ein Schreibtischtäter und haben kein Herz für ungeborene Kinder!"
  6. „Was, wenn es doch kein Gerücht ist?“
  7. Papst: Pandemie zwingt zur Entscheidung zum Guten oder zum Bösen
  8. Ist Joe Biden exkommuniziert?
  9. Woelki: „Es geht um Verantwortung. Und die übernehme ich, indem ich …“
  10. „Schon seit Wochen greifen bischöfliche ‚Mitbrüder‘ Kardinal Woelki öffentlich an“
  11. Wo stehen wir mit ‚Amoris laetitia’?
  12. Produktname ‚Afrika’ für Kekse ‚rassistisch’: Bahlsen muss Kekssorte umbenennen
  13. Menschenverachtung in Gottes Namen
  14. Vatikan äußert Bedenken gegen Anti-Homophobie-Gesetz in Italien
  15. Neue Katechesenreihe: der Brief an die Galater

Dieser Bischof ist ein pastoraler Passagier

18. Mai 2017 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Neu-Evangelisierung mit 'Uber' - Bischof von Pittburg machte aus seiner körperlichen Gebrechlichkeit eine Chance zur persönlichen christlichen Mission


Washington D.C. (kath.net/CNA Deutsch) Er machte aus seiner körperlichen Gebrechlichkeit eine Chance zur persönlichen christlichen Mission: Der Bischof von Pittsburgh, David Allen Zubik, hat mit "Uber", einer App zur Personenbeförderung, eine innovative Form der Evangelisierung gefunden.

In einem Artikel, den die Zeitschrift Pittsburgh Catholic am 10. Mai unter dem Titel "Uber est!" veröffentlichte, berichtete Monsignore Zubik, dass er für seine Fahrten Uber benutze, und dass ihm das die Möglichkeit gebe, mit den Fahrern ins Gespräch zu kommen.

Es ist eine Gelegenheit, um "den Damen und Herren, die mir helfen, etwas zurückzugeben" schrieb er.

Wenn der Hirte mitfährt

"Ich hoffe, dass auch ich ihnen durch etwas, das ich sage oder einfach nur durch meine Gegenwart als Glaubenshirte helfen kann, ihr letztes Ziel zu erreichen" so der Bischof.

Uber ist ein Unternehmen, das 2009 gegründet wurde und zur Zeit in 57 Städten auf der ganzen Welt präsent ist. Die Firma, die laut dem Bischof "ein alternativer Fahrdienst" ist, ermöglicht vielen Menschen, nach vorheriger Anmeldung, einen Teil ihrer Zeit damit zu verbringen, in ihrem eigenen Auto Kunden zu befördern.

Neben "Uber" gibt es auch "Lyft" und zahlreiche andere - im Ergebnis vergleichbare - Dienste, vor allem von traditionellen Taxi-Unternehmen, mit denen Uber und Co. konkurrieren. Bei Uber sind es allerdings keine ausgebildeten Taxi-Fahrer.


Welchen Fahr-Dienst man auch wählt: Kunden fordern den Dienst per App auf dem Handy an. Wenn man im System des Anbieters angemeldet ist, kann man online mit Kreditkarten oder Lastschrift bezahlen.

Das "Uber"-Unternehmen ist immer wieder in die Schlagzeilen geraten - nicht selten negative; eine ganze Reihe von Kontroversen und Vorwürfen wurde von verschiedenen Medien berichtet.

Unabhängig von diesen Problemen: Für Monsignore Zubik bedeutet die eigene Nutzung von Uber, dass er "Zeit mit liebenswürdigen und netten fremden Menschen verbringen kann und oft sprechen wir über Gott und ihren Glauben."

"Oft sind sie es, die das Thema ansprechen - normalerweise weil sie überrascht sind, einen Bischof zu befördern", sagte er.

"Und was ist mir Dir? Was gibt es in Deinem Leben?"

Der amerikanische Prälat betonte, dass einige der Fahrer "sehr aufgeregt sind und sie reden mit mit über die Kirche oder wie Gott ihr Leben verändert hat. Andere erzählen mir etwas schüchtern, dass sie schon seit Jahren nicht mehr in die Kirche gegangen sind und wir sprechen über ihre Gründe dafür."

Der Bischof erklärte, er habe in der Woche vor Weihnachten 2016 "jedes Gefühl" im rechten Fuß verloren und deshalb könne er nicht mehr selbst fahren. Eine Operation, die ihn heilen soll, ist geplant.

"Ich bin gerne gefahren. Wie alle Jugendlichen, die ihren Führerschein erhalten, habe ich die Freiheit, die das Autofahren bietet, genossen. Aber im Lauf der Jahre, und vor allem seit dem ich Bischof bin, hat es mir noch mehr gefallen. Ich schätzte diese Zeit und nutzte sie, um zu beten, um über Predigten und Gespräche nachzudenken oder einfach um allein mit mir und Gott zu sein."

In dieser Situation kann der Fahr-Dienst "sowohl ein Engel der Barmherzigkeit als auch ein Engel mit einer Botschaft war. Welche Botschaft? Zu lernen, mich selbst mehr loszulassen."

"Während wir noch die Osterfreude genießen, erinnern wir uns daran, dass der Weg hin zu Ostern der gleiche ist, den Jesus gegangen ist. Er hat alles aufgegeben – seinen Willen, seine Mutter, die Jünger, sein Leben – alles hat er dem Willen seines Vaters hingegeben."

"Und was ist der Wille seines Vaters? Dass wir alle in den Himmel kommen", fügte er hinzu.

Monsignore Zubik stellte die Frage: "Und was ist mit dir? Was gibt es in deinem Leben, das du aufgeben musst? Was ist schwer?"

"Vielleicht macht dein Kind seinen Abschluss und verlässt dein Haus. Vielleicht hast du deine Arbeit verloren oder hast ernste gesundheitliche Probleme" so der Bischof. "Die Osterzeit kann eine Zeit sein, zuzulassen, dass Gott diese Last in einen Segen verwandle. Dabei schickt er uns manchmal die Hilfe eines Engels, einen Boten Gottes."

Monsignore Zubik erläuterte auch den Titel seines Artikels - "Uber est". Das ist lateinisch und bedeutet "es ist fruchtbar."

"Meine Zeit mit Uber ist fruchtbar. Darum habe ich den Engel, den Gott mir geschickt hat, um mir zu helfen, meine Hingabe zu leben 'Uber est' genannt", so der Bischof abschließend.

(Die Firma übrigens nannte sich ursprünglich "ÜberCab" - also in etwa "ÜberTaxi" - und änderte später den Namen dann einfach zu "Uber".)

Symbolbild: Bischof





Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SpatzInDerHand 20. Mai 2017 

@mirjamvonabelin: Madame belieben zu scherzen?

Soll er zu Firmungen und Pfarrvisitationen laufen? Vielleicht 150 km oder mehr in einer Diözese in ländlicher Gegend? Das Taxi wird ihm vermutlich das Bistum bezahlen. Hierzulande zahlen die Bistümer den Bischöfen übrigens Dienstwagen plus Chaffeur, das ist auf jeden Fall teuerer als ein von Fall zu Fall gemietetes Taxi.


1

0
 
 girsberg74 19. Mai 2017 
 

Geld hat dienende Funktion, ist an sich kein Luxus.

@mirjamvonabelin an @SpatzInDerHand:
„Aber er hat Geld und kann sich ein Taxi leisten.“

Wo ist hier ein Problem? – Geht es hier nicht um Mission und Seelsorge?


1

0
 
 mirjamvonabelin 18. Mai 2017 
 

@SpatzInDerHand

Aber er hat Geld und kann sich ein Taxi leisten.


0

0
 
 SpatzInDerHand 18. Mai 2017 

Notabene: er hat keinen Dienstwagen, keinen Chauffeur und keinen Begleiter.

Nicht mal jetzt, wo er körperlich angeschlagen ist.


6

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Neuevangelisierung

  1. Bistum Passau richtet eine neue Hauptabteilung ein mit dem Thema: „Bildung und Evangelisierung“
  2. „Die Zeiten selbstverständlicher Kirchenmitgliedschaft sind vorbei“
  3. Kirche in Not veröffentlicht Beiträge von James Mallon, Johannes Hartl
  4. "Synodaler Weg": Theologin vermisst Forum über Evangelisierung
  5. „Neuevangelisierung – Modewort oder Lichtblick?“
  6. Unklare Töne
  7. George Weigel zur Kirche in Europa: Mission neu denken
  8. Im Winterschlaf… statt auf Mission
  9. „Mein erster Gedanke war einfach nur ‚wow‘“!
  10. „Der Abschied vom Glauben ist kein Naturgesetz“








Top-15

meist-gelesen

  1. Bistum Hildesheim spricht ab jetzt in ‚geschlechtersensibler Sprache’!
  2. „Was, wenn es doch kein Gerücht ist?“
  3. Kommen Sie mit - Familienwallfahrt ins Heilige Land mit P. Leo Maasburg - Oktober 2021
  4. Menschenverachtung in Gottes Namen
  5. Knien als Gewissenstraining - Die Champions League der Moralisten
  6. "Herr Bischof, Sie sind ein Schreibtischtäter und haben kein Herz für ungeborene Kinder!"
  7. Orban: Welt steht Christen feindlich gegenüber
  8. Papst Franziskus beruft Kardinal Müller ans Oberste Kirchengericht
  9. „Es ist nicht Aufgabe der Deutschen, die Ungarn politisch zu erziehen!“
  10. Petrusbruderschaft muss Dijon verlassen
  11. Woelki: „Es geht um Verantwortung. Und die übernehme ich, indem ich …“
  12. (K)eine Lebensschutzerklärung der Deutschen Bischofskonferenz?
  13. „Schon seit Wochen greifen bischöfliche ‚Mitbrüder‘ Kardinal Woelki öffentlich an“
  14. "In drei Wochen ist sie tot!"
  15. Schönborn: Im Vatikan gilt Medjugorje bereits als Heiligtum

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz