Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  2. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  3. Vertrauenskrise in der Kirche
  4. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  5. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  6. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  7. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  8. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  9. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  10. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  11. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  12. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  13. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  14. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  15. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität

Müller: Papst-Entscheid zu Medjugorje könnte noch lange dauern

11. April 2017 in Weltkirche, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Glaubenspräfekt: Seelsorge des bosnischen Pilgerortes nicht von Frage der Echtheit der Marienerscheinungen zu trennen - Genaue Prüfung der seit 1981 rund 42.000 behaupteten Erscheinungen


Warschau (kath.net/KAP) Der Präfekt der römischen Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Müller, hat eine "womöglich noch lange Wartezeit" auf eine endgültige Entscheidung des Vatikan über eine Anerkennung der berichteten Marienerscheinungen von Medjugorje in Aussicht gestellt. "Ein pastorales Phänomen darf nicht auf falsche Grundlagen gebaut sein, und wir können seelsorgliche Angelegenheiten nicht von Fragen rund um die Echtheit dieser Visionen trennen", sagte er im Interview mit der polnischen katholischen Nachrichtenagentur KAI.

Die Erforschung über den übernatürlichen Charakter der Ereignisse von Medjugorje war Gegenstand einer von Kardinal Camillo Ruini geleiteten vatikanischen Kommission, die 2014 ihre vierjährige Arbeit beendete und die Ergebnisse der Glaubenskongregation überreichte. Die Glaubenskongregation würde die behaupteten rund 42.000 bisherigen Erscheinungen seit 1981 derzeit genau und im Hinblick auf eine Entscheidung durch den Papst untersuchen, sagte Müller. Es gäbe keine Fristsetzung für einen Abschluss der Forschungen über den übernatürlichen Charakter der Ereignisse von Medjugorje, sagte Müller. Seine Kongregation werde sich dabei nicht unter Druck setzen lassen.


Zu Medjugorje werde eine "nuancierte Position" aus dem Vatikan nötig sein, "selbst wenn die Erscheinungen der Muttergottes anerkannt werden", erklärte Müller. Es gebe deutliche Unterschiede zu den längst kirchlich bestätigten Erscheinungen wie etwa Lourdes oder Fatima. "Bei Fatima sahen wir einen klaren, eindringlichen Aufruf gegen die Verbreitung des Kommunismus - und den konkreten und prophetischen Appell, ihm mit Gebet und Zeugnis entgegenzutreten", so der Kurienkardinal. Allgemein sollten Privatoffenbarungen "eher als prophetische Erfüllungen von Forderungen des Evangeliums denn als etwas Neues oder Notwendiges" gesehen werden.

Ziel von jährlich 2,5 Millionen Pilgern

Der Wallfahrtsort Medjugorje in Bosnien-Herzegowina - Ziel von jährlich 2,5 Millionen Pilgern aus aller Welt - ist auch derzeit wieder Gegenstand einer vatikanischen Untersuchung. Der polnische Erzbischof Henryk Hoser hat dazu in den vergangenen zwei Wochen die vom Franziskanerorden geleitete Seelsorge vor Ort erkundet und soll im Auftrag von Papst Franziskus Richtlinien für die künftige Pilgerbetreuung erstellen. Ausdrücklich geht es dabei nicht um die Marienerscheinungen.

Eindrücke seiner Sondermission hatte Hoser am Mittwoch der Vorwoche in einer Pressekonferenz wiedergegeben. Über die "auf Christus hin orientierte" Seelsorge im Pilgerort äußerte er sich dabei ausdrücklich positiv. Medjugorje sei "ein Licht für die heutige Welt", sagte der Erzbischof von Warschau-Praga gegenüber dem italienischen Fernsehsender "Canale 5". Für Gläubige anziehend seien vor allem die friedliche Atmosphäre des Ortes, der zudem auch mit Blick auf die über 600 hier geschehenen Priesterberufungen für die Kirche ein "äußerst fruchtbarer Boden" sei.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Medjugorje

  1. Wussten Sie, dass es bereits mehrere Nachbauten der Medjugorje-Kirche St. Jakobus d.Ä. gibt?
  2. Spanien: Kinostart „Verwundet“ - Zeigt, wie Gottes Barmherzigkeit die Wunden der Abtreibung heilt
  3. Wiener Medjugorje-Friedensgebet: "Friede beginnt im Kleinen"
  4. Apostolischer Visitator: Medjugorje kein Ort für religiösen Tourismus
  5. "Medjugorje - Das ist die wahre Erneuerung der Kirche"
  6. Ortsbischof: Medjugorje bleibt Pfarre der Diözese Mostar
  7. Vatikan-Entscheid über Medjugorje: Das Nihil obstat des Papstes
  8. 'Die Königin des Friedens'
  9. Papst an "Mladifest": Junge Christen sollen "furchtlose Apostel" sein
  10. Päpstlicher Visitator: Medjugorje hält sich an neue Vatikan-Vorgaben






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  3. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  4. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  5. Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung
  6. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  7. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  8. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  9. Vertrauenskrise in der Kirche
  10. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  11. Proteste gegen Auftritt von Kardinal Marx
  12. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  13. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  14. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  15. 'Gut' gebrüllt, Löwe?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz