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Liegestütze auf katholischem Altar – jetzt Prozess - UPDATE: Urteil

17. Jänner 2017 in Deutschland, 24 Lesermeinungen
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Künstler: „Ich wollte mich nicht über die katholische Kirche lustig machen oder Gefühle von Gläubigen verletzen.“ - Mit VIDEO der umstrittenen Aktion in Saarbrücker Barock-Basilika - UPDATE: Künstler muss Strafe zahlen!


Saarbrücken (kath.net) „Ich wollte mich nicht über die katholische Kirche lustig machen oder Gefühle von Gläubigen verletzen.“ Dies beteuerte nach Angaben der „Saarbrücker Zeitung“ der 38-jährige Alexander Karle, der sich heute vor dem Amtsgericht Saarbrücken verantworten muss. Er hatte in der katholischen Barock-Basilika St. Johann in Saarbrücken (Bistum Trier) unerlaubt den Altarraum betreten und etwa 30 Liegestütze auf dem Altar gemacht. Laut Staatsanwaltschaft sei dies eine „grob ungehörige, eine rohe Gesinnung aufweisende Handlung“ gewesen. Die Tat, die sich ungefähr zwischen Heiligabend 2015 und 10.1.2016 ereignet hat, war von Karle mit einem Video aufgenommen worden und in einem Saarbrücker Schaufenster und via Youtube verbreitet worden. Karle hatte an der Hochschule der Bildenden Künste Saar studiert und versteht seine Aktion als Kunst, wie andere Medien berichteten. Das Video mit dem Titel „Pressure to Perform“ [Leistungsdruck] wolle der Frage nachgehen, inwieweit Religion und Leistungsdruck zusammenhingen.


In der katholischen Kirchengemeinde wurde das Video allerdings als Provokation und Verunglimpfung empfunden, berichtete Pfr. Eugen Vogt. Deshalb habe die Kirchengemeinde die Polizei eingeschaltet. Gemäß Auffassung der Staatsanwaltschaft falle die Aktion nicht unter Kunst- und Meinungsfreiheit, sie hat deshalb beim Amtsgericht einen Strafbefehl über 1.500 Euro beantragt, Begründung: Störung der Religionsfreiheit und Hausfriedensbruch. Nach Einspruch des Künstlers kommt es nun zur Gerichtsverhandlung.

Die „Saarbrücker Zeitung“ fasste weitere Erläuterungen Karles wie folgt zusammen: Während der Aktion „seien ein paar Menschen zum Beten in der Basilika gewesen, die dazu ‚kein Wort gesagt‘ haben, versichert Karle. Und er sei ja selbst auch Katholik, wenn auch nur auf dem Papier.“ Immerhin habe er ja auch leise und mit einer kleinen Kamera aufgenommen, „also sehr dezent“, auch habe er das weiße Tuch auf dem Altar vor den Liegestützen sorgfältig entfernt und danach wieder hingelegt.

Die 1758 geweihte Kirche St. Johann war 1975 von Papst Paul VI. zur Basilika minor erhobenen worden. Sie wird in der Denkmalliste des Saarlandes als Einzeldenkmal aufgeführt.

UPDATE
Das Amtsgericht Saarbrücken entschied vor wenigen Stunden, dass der Angeklagte 700 Euro Geldstrafe wegen Hausfriedensbruchs und Störung der Religionsausübung zahlen muss. Das berichteten die „Bild“ und andere Medien. Richterin Judith Simon erläuterte in der Urteilsbegründung, dass Kunstfreiheit nicht uferlos garantiert sei. Wenn ein Altar mit einer Turnmatte gleichgesetzt werde, dann sei das eine Missachtung des Glaubens.

Zur Dokumentation: Das Video des Künstlers mit der umstrittenen Aktion



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Lesermeinungen

 SCHLEGL 19. Jänner 2017 
 

@Eremitin/lakota

Da muss ich als Seelsorger am Stephansdom Ehrman Recht geben! Immer wieder betreten auch psychisch schwer gestörte Personen eine Kirche. Niemand konnte wissen, dass der "Turner" ein "Künstler" ist. Die Polizei hat immer wieder abgeraten, direkt einzugreifen, es kann im Zuge einer solchen Eingreifens zu schweren Aggressionshandlungen unberechenbarer Personen führen. Im Stephansdom haben wir Domaufseher, die, für den Fall, dass jemand unerlaubt den Altarraum betritt (Hausfriedensbruch-Eindringen ihnen gesperrtes Gebiet),- weil wir ein Kommuniongitter haben-, unter Anwendung von physischer Gewalt, die betreffende Person entfernen und der Polizei übergeben. In den meisten Fällen sind es psychisch Kranke, auch Drogensüchtige. Es muss Personen, die nicht über die nötigen Körperkräfte verfügen, dringendst abgeraten werden, in einem solchen Fall Maßnahmen zu ergreifen.Die Gefahr schwerer Körperverletzungen ist dabei gegeben, mit Handy ist die Polizei leicht zu erreichen.Msgr. Franz Schlegl


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 T. Ehrhart 18. Jänner 2017 
 

Kommerzkunst vs. Glauben

Wer mit solchen Mitteln Kunst darstellen möchte ist nicht besser als Menschen die mit Karikaturen das Glaubensempfinden anderer verletzen. Hier ist die Grenze der künstlerischen Freiheit weit überschritten.
Wirkliche Kunst ist es Humor und Glaubenselemente so zu verbinden das niemand sich dadurch verletzt fühlt. Das gilt für alle Religionen.
Vieleicht war Herr Karle dem Druck des Nachdenkens vor dem Handeln einfach nicht gewachsen?


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 GerogBer 18. Jänner 2017 

Und die Universität

sollte sich so eines Studierenden sofort entledigen. Aber von der hört man nichts!


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 Chris2 18. Jänner 2017 
 

Die "Dame", die vor ein paar Jahren

im Kölner Dom fast nackt während eines Weihnachtsgottesdienstes auf dem Altar herumgesprungen war und hunderte Menschen schockte kam sogar noch günstiger weg. Mit uns Christen kann man's halt machen...


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 chiarajohanna 18. Jänner 2017 
 

Die HYBRIS treibt: Ich WAGE MICH auf den Altar - denn ich bin NUNMEHR ein ARMER Künstler OHNE SCHAM

Der Junge ist arm dran,
er versucht zu gefallen,
indem er ein TABU durchbricht:

Das TABU der Kirchenschändung,
+
Das TABU der Gewissens-Stimme !

Er ist arm dran + weiß im Letztem,
nicht was er tatsächlich DA TUT!

Wahrscheinlich fühlt sich der "Junge"
auch noch in seinen SELBST-VERSTÄNDNIS
ganz cool + wartet auf Bewunderung durch seine Freunde etc. ?

Man darf nur hoffen, das er
für die Zukunft BESEELTER handelt,
und nicht aus dem Zustand der Selbst-Entfremdung, wie hier gezeigt.

FAZIT:
Wenn das HERZ nicht gebildet ist,
ist alles andere (Studium) WERTLOS !


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 lakota 17. Jänner 2017 
 

@ehrmann

Wieso gleich zurechtweisen, wenn Sie nicht wissen, ob es mit d. Kirchenleitung abgesprochen ist? Ich wäre hingegangen, hätte höflich gefragt: Entschuldigung, aber was machen Sie hier? Dann hätte ich ihm genauso höflich klar gemacht, daß das ein Altar ist und daß er bitte gehen soll, sonst würde ich den Pfarrer holen.
Ein Typ wie dieser Künstler wäre dann vermutlich gegangen. Und gestörte Psychopathen sind bis jetzt noch selten in der Kirche aufgetaucht. Als ich mal den Blumenschmuck gewechselt habe, lag ein Typ - in Socken - in einer Bank und schlief. Ich habe ihn vorsichtig geweckt und gefragt, obs ihm gut geht. Ihm wars etwas peinlich, er war die Nacht über auf dem Fasching, wollte ein bißchen ausruhen und ist dann eingeschlafen. Zu ängstlich darf man im Haus Gottes auch nicht sein, denke ich.


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 wedlerg 17. Jänner 2017 
 

38jähriger Kunststudent - sagt alles

Dieser und ähnlicher Schwachsinn wurde erst von den 68ern möglich gemacht.

Heute regen sich genau diese über postfaktische Nachrichten auf. Dabei haben ihr Verständnis von presse- und Kunstfreiheit, ihre Geschichtsfälschung und Wahrheitsverdrehung doch erst das System korrumpiert.

Es wird Zeit, dem Spuk klar und unmissverständlich entgegenzutreten.


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 Michmas 17. Jänner 2017 
 

Gut, dann war es Kunst

so wie die Kreuzablegung auf am Tempelberg.


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 Christa Dr.ILLERA 17. Jänner 2017 
 

@Liebe MariaAnna

ich kenne diese Ihre Stiche. Ich habe sie auch. Ich versuche, diesen hl.Messen fernzubleiben, wo es so abläuft, wie sie beschrieben haben.
Außerdem erschüttert es mich im Tiefsten, dass kein Beter reagiert hatte. Aber es dürfte mich nicht wundern, denn wenn ich in einer unserer Kirchen eislutschende Touristen antreffe, und sie darauf hinweise, dass ihr Verhalten - vor allem während der hl.Messe zusätzlich diskutierend und Handys schwenkend - für uns Christen sehr verletzend und respektlos ist - bin ich leider fast immer die einzige, die sich von der Bank erhebt, um dem Einhalt zu gebieten. Manchmal schaffe ich es, sie darauf aufmerksam zu machen, ob sie durch die Gegenwart Gottes im Altar sich bewußt sind, jetzt "face en face" dem Herrn über Leben und Tod gegenüber zu stehen. Manchmal ist Betroffenheit die Reaktion und ich merke, wie Gedankenlosigkeit und Unwissenheit dieses ihr Verhalten steuert. Daher sollen und müssen wir reagieren.


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 Heinzkarl 17. Jänner 2017 
 

Wieder jemand dem das Kunst Studium in den Kopf gestigen ist

wenn dieser ,,Mensch,, seine Aktion als Kunst versteht, sollte man ihm ,,diesen Vogel,, sofort nach Don Camillo Manier wieder austreiben.....


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 christine.mm 17. Jänner 2017 
 

Altar - Altarbereich - Kommuniongitter - Profanierung

Über diese Aktion will ich mich jetzt nicht äußern. Ich möchte zeitlich früher ansetzen.
Ist ein vorhandener Hochaltar des Vorkonziliaren Ritus noch geweiht oder wurde dieser profaniert um direkt oder ein wenig weiter weg einen Volksaltar aufzustellen ? Wie erfolgt liturgisch eine "Entweihung" ohne daß jemand darauf Liegestütze vollbringt ?!
Hält die Kirche heutzutage den Altarbereich mit ehemalig geweihtem jetzt vermutlich profaniertem Hochaltar, davor stehendem geweihten Volksaltar, bestehendem Kommuniongitter noch heilig, wenn der gesamte Altarbereich mit Konzertmusikern besetzt ist und das Kommuniongitter als Stehrampe für den Dirigenten hergerichtet ist und der geweihte Volksaltar gerade noch als Ablagetisch dienen kann?
Unter solchen Umständen und mit dazugehörigem KartenVERKAUF ist für mich somit der gesamte Raum zur Einnahmequelle geworden.
Liegestütze sind eine logische Folgeerscheinung. WIR müssen geweihtes HEILIG halten !!!!!!!!


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 Ehrmann 17. Jänner 2017 

@Eremitin: sind Sie sicher, was Sie getan hätten???

Wenn ein (38 jähriger) kräftiger Mann in die Kirche kommt, den Altarrraum betritt und seine Liegestütze macht - woher hätten Sie gewßt, ob er nicht vorher mit der Kirchenleitung gesprochen hat? Wäre das nämlich geschen, wäre das Projekt vielleicht diskutabel gewesen, jedenfalls kein Hausfriedensbruch.Wären Sie aufgestanden und hätten ihn zurechtgewiesen? Wie stark sind Sie- falls er keine friedlichen Absichten gehabt, vielleicht verwirrt war und Sie attackiert hätte? Beter sind gut als Zeugen, nicht als Wächter!Ich würde sehr davor warnen. Der tatsächliche Skandal war doch vor allem die Veröffentlichung der Aufnahmen - das ist zu ahnden und zu verhindern!!


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 Ehrmann 17. Jänner 2017 

Es ist doch uninteressant, warum jemand andere verletzt

es ist anzunehmen und zu hoffen, daß er nicht wirklich verletzen wollte. Aber, wenn mir jemend in der Straßenbahn auf die Zehen steigt, erwarte ich mir trotzdem eine Entschuldigung von ihm, obwohl ich weiß. daß die Straßenbahn gewackelt hat. Ärgerlich wird es, wenn von uns Christen erwartet wird, daß wir alles tolerieren - wir sollen verzeihen, wenn wir darum gebeten werden - und gerne, wenn die Bitte ehrlich war- andernfalls bleibt Bitterkeit zurück und sammelt sich an: das ist gefährlich. Hier wenigstens ist der Schutz des Petersdomes besser - viellleicht brauchen auch wir wieder besseren Kirchenschutz, wir würden wahrscheinlich ernster genommen werden (und würden uns auch selbst ernster nehmen?)- wie die Stadt, die auf dem Berge liegt.


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 MariaAnna 17. Jänner 2017 
 

@ verehrter Msgr. Westenfeld

Auf 2 Punkte Ihres Post möchte ich gerne näher eingehen:

Was man von einem "Papierkatholiken" erwarten kann? Zumindest das Wissen, daß die Welt die Menschenrechte, die Abschaffung der Sklaverei und vieles mehr eben dieser katholischen Kirche verdankt, daß unser Kontinent seine Entwicklung, seine Wissenschaft und auch seine Freiheit der katholischen Kirche verdankt (wir wären schon längst islamisch hätten die Päpste der Vergangenheit nicht ihr diplomatisches Geschick zur Verteidigung des Kontinents eingesetzt!)Allein dafür bin ich der katholischen Kirche unendlich dankbar!

Weiterhin: nicht nur Kirchenbesucher schlappen in Kirchen herum, leider tun dies auch Küster (teilweise werden Handreichungen während der Wochentagsmesse in Jeans und Karohemd getätigt) und andere Gemeindemitarbeiter; im Sommer wird gerne in Sandalen und trägerlosen Kleidchen kreuz und quer und kniebeugelos durch den Altarraum gelaufen. Es gibt mir jedesmal einen Stich ins Herz.


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 Eremitin 17. Jänner 2017 
 

Unglaublich dreist und dazu noch dumme

Ausreden von dem "Künstler", der eigentlich was zeigen will? Dass er mit 38 noch turnerisch fit ist und Publikum braucht? Oder, dass er Sakrales überhaupt nicht versteht und achtet?
Auch an die Beter geht mein Tadel
hatten die Angst diesen Herrn mal anzusprechen? Oder war es ihnen egal. was der so trieb?


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 Thekla 17. Jänner 2017 
 

Neuweihe des Altars?

Ganz sicher nicht !

M.E. ist es sogar fraglich, ob die Bedingungen für einen Bußritus nach Canonischem Recht erfüllt sind:

Can. 1211 — Heilige Orte werden geschändet durch dort geschehene, schwer verletzende, mit Ärgernis für die Gläubigen verbundene Handlungen, die nach dem Urteil des Ortsordinarius so schwer und der Heiligkeit des Ortes entgegen sind, daß es nicht mehr erlaubt ist, an ihnen Gottesdienst zu halten, bis die Schändung durch einen Bußritus nach Maßgabe der liturgischen Bücher behoben ist.


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 Msgr.Westenfeld 17. Jänner 2017 

Liegestützen....

Einfach nur geschmacklos. Aber was kann man von einem "Papierkatholiken" anderes erwarten? Wäre er wirklich "Katholik", wüsste er, was ihm heilig ist. Das ist bei ihm nicht der Fall. Er gehört selbstverständlich zur Rechenschaft gezogen. Aber: Etwas anderes gilt es über diesen Vorfall hinaus zu bedenken: Ich beobachte häufig, dass Menschen nicht mehr zu unterscheiden wissen, was "heilig" und was "profan" bedeutet. Ein Gotteshaus ist ein Ort, an dem etwas heiliges" für "den Heiligen" gefeiert wird. Das entzieht sich also jeglichem "profanen" Tun. Die Konsequenz ist, dass wir alle wieder eine Haltung der Verehrung lernen müssen. Auch bei vielen Kirchenbesuchern fehlt es heutzutage sehr. Sie "schlappen" einfach in ein Gotteshaus herein, ohne jegliche Zeichen der Religiosität und der Verehrung.(Kniebeuge vor dem Tabernakel, Weihwasser, Kreuzzeichen.)
Vielleicht schafft es jemand, der diesen Herrn kennt, ihm das in geeigneter Weise klar zu machen. Vielleicht kapiert er es dann.


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 Herbstlicht 17. Jänner 2017 
 

kritikwürdiges Verhalten auf beiden Seiten

Eine Aktion, unwürdig, instinktlos und nur auf Effekt bedacht.
Aber ganz ehrlich: So dreist und unverfroren diese Turnübungen des "Künstlers" auf dem Altar auch waren, so unverständlich ist, dass keiner der Anwesenden dagegen protestiert hat.
Auch ihnen fehlte es am richtigen Gespür für die Heiligkeit des Ortes.
Hatte keiner die Courage, nach vorne zu gehen und den Turner zu fragen, was er da eigentlich tut, ihn also zur Rede zu stellen?


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 Claudia Sperlich 17. Jänner 2017 

Nein, der Altar ist ein für alle Mal konsekriert.

Die Aktion ist oberpeinlich, dumm, instinktlos - aber der Altar sollte nur purifiziert werden. Was er vermutlich wurde, vor zwei Jahren, als die Aktion stattfand.

Mein Vater war Atheist und Kunsthistoriker. Ich vermute mal, er hätte gesagt: "Dieser Heini, auf einem barocken Altar herumturnen, das tut man nicht!" Man muss nämlich nicht mal an Gott glauben, um das einzusehen.


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 lakota 17. Jänner 2017 
 

@MariaAnna

Genau! Und er würde dann auch viel mehr "Aufmerksamkeit" erhalten, das braucht ein Künstler doch!


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 MariaAnna 17. Jänner 2017 
 

Ich fände die "Aktion" viel aufregender wenn der "Künstler" seine Liegestütze in einer Moschee verrichten würde.


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 aragorn1 17. Jänner 2017 
 

Reflex

„Ich wollte mich nicht über die katholische Kirche lustig machen oder Gefühle von Gläubigen verletzen.“

Ja, warum tut er's dann?

Dieser Satz kommt reflexartig bei vielen 'Künstlern' nach solchen und ähnlichen Aktionen.


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 Stefan Fleischer 17. Jänner 2017 

@ SpatzInDerHand

Ja, eine neue Weihe des Altars wäre - auch wenn sie kirchenrechtlich nicht zwingend wäre - sehr angebracht, und zwar nicht zuletzt aus psychologischen Gründen, um die Gläubigen - und auch die Ungläubigen - daran zu erinnern, dass sowohl der Altar wie die ganze Kirche Gott geweiht sind und nicht für irgendwelche weltliche Dinge missbraucht werden dürfen. Eine öffentliche, klare Begründung dürfte dann allerdings nicht fehlen.


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 SpatzInDerHand 17. Jänner 2017 

Boah - was für eine Frechheit!

Frage: Wurde der Altar hinterher neu geweiht? Hat sich der Bischof von Trier diese Mühe gemacht?


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