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Kaczynski dankt Kirchensender für Wahlsieg in Polen

8. Dezember 2015 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
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Jaroslaw Kaczynski: Kirchensender Radio Maryja habe maßgeblich zum Sieg der Nationalkonservativen bei der Parlamentswahl Ende Oktober beigetragen «Der Sieg ist die Bestätigung der Wahrheit: Das Fundament des Polentums ist die Kirche und ihre Lehre


Warschau (kath.net/KNA) Wenige Wochen nach der Regierungsübernahme in Polen hat sich die nationalkonservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) beim Kirchensender Radio Maryja bedankt. Der PiS-Vorsitzende Jaroslaw Kaczynski sagte bei einer Feier zum 24-jährigen Bestehen des Senders am Wochenende, Radio-Maryja-Chef Pater Tadeusz Rydzyk habe maßgeblich zum Sieg der Nationalkonservativen bei der Parlamentswahl Ende Oktober beigetragen. «Ohne die Familie von Radio Maryja hätte es diesen Sieg nicht gegeben», sagte Kaczynski nach Angaben des Senders im nordpolnischen Torun (Thorn).


Für den Wahlerfolg habe es Menschen wie die des Kirchenradios gebraucht, «die der Wahrheit und Polen dienen», so der Parteichef. «Der Sieg ist die Bestätigung der Wahrheit: Das Fundament des Polentums ist die Kirche und ihre Lehre», fügte er hinzu. «Es gibt kein Polen ohne die Kirche.»

Der von vielen Polen gehörte Kirchensender und der mit ihm verbundene Fernsehkanal TV Trwam unterstützen das nationalkonservative politische Lager, vermieden jedoch vor dem Urnengang, offen zur Wahl der PiS aufzurufen. An der Festmesse in einer Sporthalle nahmen neben Kaczynksi auch mehrere Minister der neuen Regierung und Bischöfe teil.

Der Erzbischof von Lviv (Lemberg) in der Ukraine, Mieczyslaw Mokrzycki, lobte in seiner Predigt die Verkündung des Evangeliums durch Radio Maryja. Zugleich bedauerte er, dass der Sender «nicht selten mit Kritik und sogar Feindseligkeit» konfrontiert werde. Gegen diese «Dunkelheit» müsse er sich verteidigen und die Menschenwürde hochhalten.

Kritiker werfen dem 70-jährigen Rydzyk und den von ihm gegründeten Sendern Radio Maryja und TV Trwam nationalistische und antisemitische Tendenzen vor. Die Sendelizenz für Radio Maryja, das in der Hörergunst auf Platz fünf in Polen liegt, gehört der Warschauer Provinz des Redemptoristenordens. Das werbefreie Programm wird durch Spenden finanziert. Vor vielen Kirchen wirbt ein Schild für den Sender. In zahlreichen Orten schließen sich die Anhänger zusammen, organisieren eigene Gottesdienste und unterhalten Büros in Pfarreien.


(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Ullrich 10. Dezember 2015 
 

Oh je

Dieser Sender hat bereits JP II. kritisiert. Nationalismus führt immer in die Kastrophe. Noch ist Polen nicht ganz verloren.....


0
 
 Chris2 8. Dezember 2015 
 

Und er kann sich bei Merkel bedanken

Der "völlig alternativlose" Kurs der Kanzlerin in der Flüchtlings- und Migrantenkrise dürfte im Ausland immer irritierter zur Kenntnis genommen werden. So fördert das "linksgerückte" D, das innenpolitisch jede Kritik dämonisiert, den Rechtsruck in Europa...


1
 
 chriseeb74 8. Dezember 2015 
 

Kaczynski ist und bleibt....

ein Rattenfänger, der immer noch an die Verschwörungstheorie glaubt, dass Rußland seiner Zeit das Flugzeug mit seinem Bruder und weiteren polnischen Persönlichkeiten abgeschossen hat.
Dies ist übrigens die Aussage meiner polnischen Verwandtschaft aus Lublin.
Die polnische Gesellschaft ist inzwischen innerlich sehr zerrissen, leider auch aufgrund der kirchlichen Nähe zu Kaczynskis Partei.
Ich bin einmal gespannt ob das katholische Polen im Jahr der Barmherzigkeit wenigstens ein paar 1000 Flüchtlinge aufnimmt...bin mal gespannt.


3
 
 Stephaninus 8. Dezember 2015 
 

Hoffentlich bleibt die Kirche in Polen

trotz allem auf einer gewissen Distanz zu den jetzt Regierenden. Eine zu grosse Nähe zur Politik könnte für sie sonst langfristig nicht von Gutem sein....


4
 

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