Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Segnen geht anders
  2. Kardinal Müller: „Die sogenannte Interkommunion zementiert die Kirchenspaltung“
  3. Kfd ruft zum Predigerinnentag auf und beruft sich auf „Apostelin Junia“
  4. Vatikan für Zurückhaltung in US-Debatte um Kommunionempfang
  5. US-Berater Fauci meint: Geistliche sollen Gläubige von Covid-Impfung überzeugen
  6. Die Krise: ein Weckruf an die Menschheit
  7. 1521 – 2021: zur Klärung der Begriffe. Schisma und Häresie
  8. Franziskus von "konservativen Kräften" gefangen?
  9. "Bischof" darf nicht zum Schimpfwort werden!
  10. Die Glaubenskongregation ist Stellvertretungsorgan des Papstes
  11. Heiligenkreuz: Konflikt um Kirchenhistoriker Schachenmayr
  12. Was steckt eigentlich hinter dem ›Gender-Sternchen‹?
  13. Maria 1.0 ruft deutsche Bischöfe zur Einheit mit Rom auf
  14. China: Kein Zugang mehr zu Bibel-Apps und christlichen WeChat-Accounts
  15. Frankreichs Bildungsminister verbietet Gendern an Schulen

Päpstlicher Theologe: Bischofskonferenzen können Lehre nicht ändern

6. November 2015 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wojciech Giertych klärt anlässlich der Bischofssynode wichtige theologische Begriffe wie Dezentralisierung, Eucharistie und Gewissen.


Rom (kath.net/LSN/jg)
Wojciech Giertych OP, der Theologe des Päpstlichen Haushaltes, hat in einem Interview mit LifeSiteNews zu einigen umstrittenen Themen Stellung genommen.

Dezentralisierung

Die Kirche habe sich immer zum Subsidiaritätsprinzip bekannt, sagt Giertych. Dieses beziehe sich aber auf die Regierung der Kirche, nicht auf die Theologie. Die Aufgabe der Bischöfe sei es, auf die individuellen Probleme ihrer Diözesen einzugehen, indem sie das Evangelium, die Lehre und Tradition der Kirche anwenden. Sie hätten nicht die Autorität, Fragen der Lehre zu entscheiden, ergänzt er.


Gewissen

Das Gewissen sei „ein Fenster zur Wahrheit“ und dürfe nicht mit Gefühlen oder Impulsen verwechselt werden. Eine Gewissensentscheidung sei ein Akt der praktischen Vernunft, nicht der Emotion. Um die Wahrheit erkennen zu können, müsse das Gewissen gebildet werden.

Giertych kann der Idee eines subjektiven Gewissens nichts abgewinnen. Es sei falsch und absurd, seine eigenen Moralprinzipien entwickeln zu wollen. Das Gewissen müsse den Dingen auf den Grund gehen um eine Handlungsalternative richtig beurteilen zu können, betont er.

Eucharistie

Das rechte Verständnis des Gewissens stehe in engem Zusammenhang mit dem würdigen Empfang der Eucharistie. Nur wer überzeugt sei, Jesus Christus in Gestalt von Brot und Wein zu empfangen und sich keiner schweren Sünde bewusst sei, dürfe die Kommunion empfangen, erinnert Giertych.

Die Eucharistie sei ein Geschenk Gottes, das entsprechend gewürdigt und dankbar angenommen werden müsse. Wenn wir hingegen die Geschenke Gottes mit einer Liste von Forderungen empfangen würden wir die Reinheit unserer Gottesbeziehung verlieren. Die häufig verwendete Phrase die Eucharistie sei eine Medizin für die Kranken und kein Preis für die Vollkommenen ändere daran nichts, sagt Giertych.


Link zum Artikel (englisch):
lifesitenews.com


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Dottrina 7. November 2015 
 

Eine Dezentralisierung

wäre absolut kontraproduktiv und würde den Ungehorsam von Rom noch fördern. Da bin ich mir - zumindest was die DBK anbelangt - absolut sicher. Die wenigen guten Bischöfe hierzulande haben leider keine Stimm-Mehrheit und Ungehorsam gegenüber Romm wie @hortensius richtig schreibt, ist hierzulande leider schon Legende.


3

0
 
 hortensius 6. November 2015 
 

Ungehorsam mancher Bischöfe

Einzelne Bischöfe können ein Gewissen haben, aber Bischofskonferenzen haben als Gremien kein Gewissen. Das haben wir gesehen, als die Deutsche Bischofskonferenz beschlossen hat, den Schein auszustellen und als sie beschlossen hat in der Frage der korrekten Formulierung der Wandlungsworte "Pro multis" statt "pro omnibus" dem Papst nicht zu gehorchen. Manche Konferenzen werden auch bei Lehrfragen nicht gehorchen. Mit der so genannten Dezentralisierung wird die Zersplitterung grundgelegt.


11

0
 
 agnese 6. November 2015 
 

agnese

Eine Frage, die mich immer wieder beschäftigt:Hat Petrus und seine Nachfolger kein Recht auf Eigenmacht bekommen von Jesus,als Er ihm die Schlüssel des Himmels gegeben hat mit den Worten,was du bindest auf Erden, wird gebunden sein, was du löst, wird gelöst?Was kann der Papst eigentlich, sagen wir eigenmächtig, ändern. Die Worte des Evangeliums sicher nicht. Eine klare Definition wäre da sehr hilfreich.


5

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Theologie

  1. Etatismus, Globalismus, Ökologismus: die Ideologien, die den Menschen töten
  2. Kardinal Zens Beitrag zur Konzils-Debatte: Wirken Gottes in der Kirche
  3. Skat und Theologie, ein Grand mit Vieren oder Null-Hand?
  4. Was sind Speisekartentheologien?
  5. "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein"
  6. Die Kirche ermutigt die Priester, auch ohne Gläubige Messen zu feiern
  7. Wien: Mathematiker Lennox und Taschner im Disput über Glauben
  8. Vatikan veröffentlicht Theologen-Papier zu Glaube und Sakrament
  9. Querida Amazonia: Hoffnungsschimmer inmitten anhaltender Verwirrung
  10. Theologe Seewald: Synodaler Weg in wesentlichen Teilen hinfällig








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net-Gewinnspiel 2021: Gewinnen Sie eine ROMREISE!
  2. Segnen geht anders
  3. „Alle Reformen der Kirche werden kein Heil bringen!“
  4. Osterspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre Hilfe!
  5. Heiligenkreuz: Konflikt um Kirchenhistoriker Schachenmayr
  6. Maria 1.0 ruft deutsche Bischöfe zur Einheit mit Rom auf
  7. "Kraft apostolischer Vollmacht errichte ich den laikalen Dienst des Katecheten"
  8. 1521 – 2021: zur Klärung der Begriffe. Schisma und Häresie
  9. Kfd ruft zum Predigerinnentag auf und beruft sich auf „Apostelin Junia“
  10. Priesterweihen mit Erzbischof Gänswein und Kardinal Koch
  11. Franziskus von "konservativen Kräften" gefangen?
  12. Was steckt eigentlich hinter dem ›Gender-Sternchen‹?
  13. "Biedern Sie sich nicht der Welt und ihren falschen Wegen an!"
  14. Kardinal Müller: „Die sogenannte Interkommunion zementiert die Kirchenspaltung“
  15. Erzbischof Gänswein weiht Priester in Altötting

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz