Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischof Oster: 'Katholisch ist das, was das Lehramt sagt'
  2. Rosenkränze für Weltjugendtag 2023 aus Recycling-Material
  3. "Redet miteinander und habt Sex miteinander – Und geht niemals mit Groll zu Bett!"
  4. Ramadan-Wünsche vom Vatikan: Gemeinsam "Zeugen der Hoffnung"
  5. Also gut, Bischof Bätzing, reden wir über Sex
  6. DBK-Vorsitzender Bätzing: Debatte um selbstbestimmtes Sterben „sehe ich mit großer Sorge“
  7. Brandmüller: deutsche Nationalkirche im Eilmarsch „Los von Rom“
  8. Gebetsstätte Wigratzbad bekommt neue Leitung
  9. Kardinal Müller: „Ich halte Benedikt XVI. für einen Kirchenlehrer der Zukunft“
  10. Polnische Bischöfe gegen Corona-Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson
  11. Covid-Impfpass als Werkzeug für eine globale Gesundheitsdiktatur?
  12. US-Bundesstaaten wollen ‚Trans-Frauen’ von Sportbewerben der Damen ausschließen
  13. Sind staatliche Einschränkungen für religiöse Veranstaltungen erlaubt?
  14. Frankreich: Historische Dorfkirche brennt bis auf die Grundmauern nieder
  15. "Familienbischof" Glettler weiterhin auf Gay-Linie

Kardinal: Russische Kirche sucht Nähe zu Putin wie in Zarenzeit

3. Oktober 2015 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal Lubomyr Husar hat die Anlehnung der orthodoxen Kirchen des Moskauer Patriarchats an die Politik von Russlands Staatspräsident Wladimir Putin kritisiert.


Kiew (kath.net/KNA) Das frühere Oberhaupt der mit Rom unierten griechisch-katholischen Kirche in der Ukraine, Kardinal Lubomyr Husar, hat die Anlehnung der orthodoxen Kirchen des Moskauer Patriarchats an die Politik von Russlands Staatspräsident Wladimir Putin kritisiert. «Wie unter dem Zaren» sei die russische Kirche derzeit stark um Nähe zu den jeweiligen Machthabern bemüht, sagte der 82-jährige Husar der Presseagentur Kathpress in Lviv (Lemberg). Er halte dies für eine «große Tragödie». Auch nach dem Ende der Sowjet-Ära habe es in dieser Hinsicht «keine Loslösung» gegeben.

Husar bewertete den russischen Einfluss auf die Ukraine äußerst negativ. Schon der Bolschewismus habe versucht, ukrainisches Nationalbewusstsein zu vernichten. Nach der politischen Wende sei die Ukraine ein «verwundetes Volk» gewesen; die UdSSR habe die «Unkultur der Korruption» als Erbe hinterlassen. Erst die Majdan-Bewegung, in die sich Husar mit Aufrufen zu Gewaltverzicht einbrachte, habe der Ukraine neues Selbstbewusstsein verschafft.


Heute versuche Putin seine Machtsphäre wieder auf die Ukraine und andere Staaten auszudehnen, so Husar. Er warnte die westliche Welt vor einer «Appeasement-Politik» gegenüber Putin; dieser müsse vielmehr in die Schranken gewiesen werden. «Solche Leute reagieren nur auf Druck», so der Kardinal. Er selbst habe angesichts Russlands wachsender Aggressionen «Angst vor einem dritten Weltkrieg».

Husar stand als Großerzbischof von Kiew und Halytsch den mit Rom unierten Katholiken des byzantinischen Ritus' in der Ukraine von 2001 bis Februar 2011 vor. Zielstrebig verfolgte er den Umzug seines traditionellen Bischofssitzes von Lviv in die Hauptstadt Kiew.

Das sorgte für große Belastungen im Verhältnis zwischen Moskau und Rom, da Kiew als «Mutter der russischen Städte» eine zentrale Rolle in der frühen Geschichte der Russisch-orthodoxen Kirche einnimmt.

Zudem sieht das Moskauer Patriarchat die Ukraine als kanonisches Territorium der Orthodoxie an. Die von Husar gewünschte Aufwertung des Großerzbistums zum Patriarchat verweigerten die Päpste Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franziskus aus ökumenischen Erwägungen bislang. Nachfolger Husars als Großerzbischof wurde im März 2011 Swjatoslaw Schewtschuk (45).

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SCHLEGL 4. Oktober 2015 
 

Patriarchat von Moskau

Schon oftmals habe ich als Seelsorger der griechisch katholischen Ukrainer auf die katastrophale Rolle des Moskauer Patriarchats in Russland hingewiesen. Egal ob in der Zeit der Zaren, oder in der Sowjetunion, oder jetzt unter Putin, das Patriarchat ist ein treuer Anhänger der Diktatur! Patriarch Kyrill ist ebenso wie seine Vorgänger noch in der Zeit des KGB zum Bischof ernannt worden.Putin weiß über jeden etwas.Als Metropolit von Smolensk betrieb Kyrill"Helikopter-Skiing!" Und das in einem Land mit 700.000 Straßenkindern, um 20 Millionen Menschen unter der Armutsgrenze. Die Orthodoxe Kirche wiederholt ihre schweren Fehler des 19. Jahrhunderts. Auch die Kritik des ökumenischen Patriarchen, wegen der russisch-orthodoxen Expansionsbestrebungen in die Ukraine und Estland, hat das Patriarchat von Moskau abgeschmettert. Die ukrainisch griechisch katholische Kirche gewinnt immer mehr Mitglieder, auch unter ehemals orthodoxen Christen.Msgr.Erzpr. Franz Schlegl


3

0
 
 JohnPaul 3. Oktober 2015 

www.youtube.com/watch?v=82W6U48sKA0


1

0
 
 JohnPaul 3. Oktober 2015 

Und sie fällt damit

den vielen freikirchlichen Christen in den Rücken, die von Putin schwer verfolgt werden. Gerade auch in der Ukraine. Unfassbar!


1

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ukraine

  1. Ukraine: Priester gehören zu den Risikogruppen, die Schutz vor COVID-19 brauchen
  2. Großerzbischof Schewtschuk: Krieg in Ostukraine geht weiter
  3. Ukraine: Erzbischof betont Verbundenheit mit Konstantinopel
  4. Schewtschuk: Bedingungen für Papstbesuch in Ukraine schaffen
  5. Der Papst hat den „leidenden Bruder“ nicht vergessen
  6. Großerzbischof: Benedikt XVI. betet täglich für die Ukraine
  7. Berlin: Russischer Erzbischof will innerorthodoxen Dialog weiterführen
  8. Ukraine-Frage: Unterschiedliche Signale aus Mönchsrepublik Athos
  9. Schewtschuk: Kirche nicht politisch instrumentalisieren
  10. Bartholomaios wendet sich an moskautreue ukrainische Bischöfe








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net-Gewinnspiel 2021: Gewinnen Sie eine ROMREISE!
  2. Bischof Oster: 'Katholisch ist das, was das Lehramt sagt'
  3. Gebetsstätte Wigratzbad bekommt neue Leitung
  4. Also gut, Bischof Bätzing, reden wir über Sex
  5. Kardinal Müller: „Ich halte Benedikt XVI. für einen Kirchenlehrer der Zukunft“
  6. Brandmüller: deutsche Nationalkirche im Eilmarsch „Los von Rom“
  7. Kommen Sie mit - Familienwallfahrt ins Heilige Land mit P. Leo Maasburg - Oktober 2021
  8. "Redet miteinander und habt Sex miteinander – Und geht niemals mit Groll zu Bett!"
  9. Polnische Bischöfe gegen Corona-Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson
  10. „Ratzinger ein Spalter, Küng ein Versöhner?“
  11. Covid-Impfpass als Werkzeug für eine globale Gesundheitsdiktatur?
  12. Das Bätzing-Problem: 'Ich glaube mir'
  13. Keine Eucharistie im Lockdown: Priester bittet Gläubige um Vergebung
  14. Frankreich: Historische Dorfkirche brennt bis auf die Grundmauern nieder
  15. Osterspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre Hilfe!

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz