Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Segnen geht anders
  2. Vatikan für Zurückhaltung in US-Debatte um Kommunionempfang
  3. Kfd ruft zum Predigerinnentag auf und beruft sich auf „Apostelin Junia“
  4. Die Krise: ein Weckruf an die Menschheit
  5. Franziskus von "konservativen Kräften" gefangen?
  6. 1521 – 2021: zur Klärung der Begriffe. Schisma und Häresie
  7. "Bischof" darf nicht zum Schimpfwort werden!
  8. US-Berater Fauci meint: Geistliche sollen Gläubige von Covid-Impfung überzeugen
  9. Heiligenkreuz: Konflikt um Kirchenhistoriker Schachenmayr
  10. Die Glaubenskongregation ist Stellvertretungsorgan des Papstes
  11. Was steckt eigentlich hinter dem ›Gender-Sternchen‹?
  12. Frankreichs Bildungsminister verbietet Gendern an Schulen
  13. Maria 1.0 ruft deutsche Bischöfe zur Einheit mit Rom auf
  14. Gewalt gegen Israel
  15. USA unter Biden steigen aus Lebens- und Familienschutzerklärung aus

Die Terrormiliz IS hat Christen in Europa im Visier

22. Juli 2015 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Touristinnen sollen Anschläge auf christliche Stätten verüben - Ein mögliches Ziel für Anschläge sei der Vatikan – Experte: IS bilde derzeit mindestens zehn aus Europa rekrutierte Frauen für Terroreinsätze in Europa aus


London (kath.net/idea) Die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) beschränkt ihre Schreckensherrschaft nicht auf den Nahen Osten und Nordafrika, sondern hat auch christliche Stätten in Europa im Visier. Ein mögliches Ziel für Anschläge sei der Vatikan, erklärte der Präsident des Zentrums für strategische, militärische und Sicherheits-Studien in Syrien, Fahad al-Masri. Nach seinen Erkenntnissen plant IS, Attentäterinnen, die als Touristinnen auftreten, nach Europa zu schicken. Dazu bilde IS mindestens zehn aus Europa rekrutierte Frauen innerhalb der Polizeibrigade al-Khansaa aus, teilte al-Masri der britischen Zeitung Daily Mail (London) mit. Die Brigade, der etwa 60 Frauen aus Großbritannien und Frankreich angehören, wird bisher in den von IS kontrollierten Gebieten im Nahen Osten eingesetzt. Die Frauen patrouillieren mit Schnellfeuerwaffen, um zum Beispiel die Einhaltung der Bekleidungsvorschriften zu überwachen, etwa die Verschleierung von Frauen. Zur Abschreckung übergossen im Februar Mitglieder der Polizeibrigade unzureichend verschleierte Frauen mit Säure, so dass sie lebenslang entstellt sind. Laut al-Masri werden die Terroristinnen allerdings in Europa unverschleiert auftreten und sich als Touristinnen tarnen. Das erschwere es den Sicherheitsbehörden, sie zu entdecken, da sie ihr Augenmerk auf Männer richteten. Al-Masri war auch Sprecher der Freien Syrischen Armee, einer Rebellengruppe, die sowohl gegen das Regime von Staatschef Baschar al-Assad wie auch gegen IS kämpft.


Nordafrika als Sprungbrett nach Europa

Die Terrororganisation versucht offenbar, Länder in Nordafrika als Sprungbrett nach Europa zu nutzen, besonders Libyen, das seit der Ermordung des Diktators Muammar al-Gaddafi (1942-2011) im Chaos versinkt. Dort hat sich IS am 20. Juli zur Entführung von drei afrikanischen Christen bekannt, die aus Ägypten, Nigeria und Ghana stammen. Im Juni hatten die Terroristen bereits 88 Flüchtlinge aus Eritrea verschleppt. Dabei wurden gezielt Christen als Opfer ausgesondert. Sie schweben in akuter Lebensgefahr, denn IS hat bereits mehrere Dutzend entführte Christen kaltblütig ermordet. In Tunesien erschossen IS-Terroristen am 26. Juni gezielt ausländische Touristen, darunter auch Deutsche und Briten. Die Terrororganisation versucht auch, ein Standbein im bisher stabilen Marokko zu erhalten. Etwa 1.600 Marokkaner, von denen etliche in Europa leben, werden in Trainingslagern in Syrien ausgebildet. Marokko ist ebenfalls ein beliebtes Urlaubsland für Europäer und damit auch für Christen.

Christen aus dem Nahen Osten vertrieben

Bisher hat IS Christen vor allem aus ihrer Heimat in Syrien und im Irak vertrieben. In Syrien lebten bis 2011 rund 1,1 Millionen Christen; mehr als 700.000 haben das Land auf der Flucht vor dem islamistischen Terror verlassen. Im Irak sind von den mehr als eine Million Christen, die vor dem Einmarsch der US-Truppen 2003 dort lebten, heute noch rund 200.000 übrig. Die Terrormiliz will im Nahen Osten und Nordafrika ein Kalifat errichten, in dem das Religionsgesetz Scharia mit äußerster Brutalität durchgesetzt wird. Christen, die sich weigern, Muslime zu werden oder eine Kopfsteuer zu zahlen, werden getötet, teilweise auch gekreuzigt oder geköpft. Mädchen und Frauen werden auf Märkten als Sex-Sklavinnen an IS-Kämpfer verkauft.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Einsiedlerin 23. Juli 2015 
 

Einreisekontrollen

"Laut al-Masri werden die Terroristinnen allerdings in Europa unverschleiert auftreten und sich als Touristinnen tarnen. Das erschwere es den Sicherheitsbehörden, sie zu entdecken, da sie ihr Augenmerk auf Männer richteten."
Wenn es sich um europäische IS-Terroristinnen handelt, muss das Aussehen und der bestimmt islamische Name eigentlich Anlass zur Skepsis geben.


0

0
 
 frajo 23. Juli 2015 

Können sich die Extremisten aller Couleurs

nicht geradezu ermutigt fühlen durch durch die Politik der Sänger der Internationale. Sie haben sich ein demokratisches Mäntelchen umgehängt, sind nur zu feige, selbst eine Waffe in die Hand zu nehmen. Da kommen ihnen die IS-Leute gerade recht. Und meinen, sie könnten den Teufel durch Beelzebul austreiben. Da gibt es doch so ein Wort zum "Zauberlehrling", der die Geister, die er rief nicht mehr los wird. Dann werden sie selber an der Reihe sein und ihre Zukunft verlieren. Und das Leben dazu.


0

0
 
 Wiederkunft 22. Juli 2015 
 

Flüchtlinge

Wie leicht solche Zellen durch den derzeitigen Flüchtlingsstrom nach Europa gelangen, kann man sich vorstellen. Es ist nur mehr eine Frage der Zeit, bis die IS Europa mit Anschlägen tyrannisiert!


10

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Terror

  1. „Terror in Südostasien frisst sich immer weiter vorwärts“
  2. Karl-Peter Schwarz: "Werden die Islamisten ihren Krieg gegen Europa gewinnen?"
  3. Chefredakteur-Digital der WELT: ‚Hören wir auf, uns etwas vorzumachen!’
  4. „Aufstehen gegen jede Art von Radikalismus“
  5. "Wir wollen und werden keine IS-Schergen unter uns dulden"
  6. Sri Lanka: „Über Nacht war das ganze Land getauft“
  7. Osterattentate in Sri Lanka: Frühere Spitzenbeamte verhaftet
  8. Erhöhte Sicherheitsstufe für christliche Kirchen in Ghana
  9. Sri Lanka – „Wir haben nie gedacht, dass er tun würde, was er sagte“
  10. Hillary Clinton: Attacken auf „Osterbetende“








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net-Gewinnspiel 2021: Gewinnen Sie eine ROMREISE!
  2. Wenn der Fatima-Tag auf Christi Himmelfahrt fällt
  3. Segnen geht anders
  4. Osterspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre Hilfe!
  5. „Alle Reformen der Kirche werden kein Heil bringen!“
  6. Heiligenkreuz: Konflikt um Kirchenhistoriker Schachenmayr
  7. Maria 1.0 ruft deutsche Bischöfe zur Einheit mit Rom auf
  8. "Kraft apostolischer Vollmacht errichte ich den laikalen Dienst des Katecheten"
  9. Kfd ruft zum Predigerinnentag auf und beruft sich auf „Apostelin Junia“
  10. Priesterweihen mit Erzbischof Gänswein und Kardinal Koch
  11. Franziskus von "konservativen Kräften" gefangen?
  12. Was steckt eigentlich hinter dem ›Gender-Sternchen‹?
  13. 1521 – 2021: zur Klärung der Begriffe. Schisma und Häresie
  14. "Biedern Sie sich nicht der Welt und ihren falschen Wegen an!"
  15. Erzbischof Gänswein weiht Priester in Altötting

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz