Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  15. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'

Wawatschek erneut mit manipulativem Beitrag im Bayerischen Rundfunk

26. Juni 2015 in Deutschland, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Öffentlich-rechtlicher Sender brachte Beitrag von Veronika Wawatschek, „Angstmacher vom rechten Rand der Kirche – Eine Gefahr für die Demokratie?“ - Beitrag enthält grobe Unwahrheiten und Anschuldigungen


München (kath.net/Faire Medien) Der Bayerische Rundfunk brachte am 14. Juni 2015 den Beitrag „Angstmacher vom rechten Rand der Kirche – Eine Gefahr für die Demokratie?“ von Veronika Wawatschek. Ebenso wie schon Wawatscheks Feature „APO von christlich rechts“ vom 19. Februar enthält auch dieser neue Beitrag schwer manipulative Elemente. Das Feature hatte zu zahlreichen Programmbeschwerden geführt. Daraufhin hatte der Rundfunkrat des BR das Feature als handwerklich mangelhaft kritisiert und die aufgrund der Mängel des Beitrags zu Unrecht erfolgte Darstellung „bestimmter Standpunkte oder der sie vertretenden Personen und Institutionen als in sich oder gleichermaßen kritikwürdig“ bedauert. Wawatscheks neuer Beitrag weist allerdings dieselben Mängel auf wie das Feature vom Februar 2015.

Wawatscheks „Angstmacher vom rechten Rand der Kirche“ ist in der Sendung „Der Funkstreifzug“ von Carola Brand gesendet worden, die für sich selbst mit dem Slogan „Einfach besser informiert“ wirbt und behauptet, „investigative Recherchen zu aktuellen Themen“ zu bieten. Wawatscheks Ausführungen werden als „Analyse“ angekündigt, also nicht als Meinungsbeitrag. Was dann folgt, ist aber mit den gleichen Mängeln behaftet wie das vom Rundfunkrat kritisierte Feature. Eine klare Trennung, was recherchierte Fakten sind und was eigene Einordnung, fehlt zumeist. Es wird eine große Bandbreite an Standpunkten unterschiedlicher Gruppen und Personen zu ganz unterschiedlichen Themen behandelt, ohne hinreichend deutlich zu machen, wer diese Standpunkte jeweils vertritt, ob diese vollständig wiedergegeben werden und ob sie miteinander in Verbindung stehen. Durch schwer manipulatives Vorgehen wird der irreführende Eindruck von Gewaltbereitschaft und Demokratiefeindschaft der behandelten Gruppen und Personen erweckt. Wieder ist das Ergebnis, dass bestimmte Standpunkte und die sie vertretenden Personen und Institutionen zu Unrecht als in sich oder gleichermaßen kritikwürdig dargestellt werden.


Der Beitrag enthält auch grobe Unwahrheiten. Beispielsweise behauptet Wawatschek, dass Gender Mainstreaming als politische Strategie lediglich die Gleichberechtigung von Mann und Frau meine. Wie es sich damit wirklich verhält, hätte sie leicht beim FAZ-Kollegen Volker Zastrow nachlesen können. Dieser schrieb bereits 2006: Gender Mainstreaming „will nicht weniger als den neuen Menschen schaffen, und zwar durch die Zerstörung der `traditionellen Geschlechtsrollen´.“

Über den im EU-Parlament abgelehnten „Estrela-Bericht“ schreibt Wawatschek beschönigend, dieser „hätte Frauen in bestimmten Situationen einen legalen Schwangerschaftsabbruch ermöglicht“. Korrekt hätte es heißen müssen, dass der Bericht ein EU-weites „Recht auf Abtreibung“ forderte.

Richtig unfair wird Wawatschek bei der Darstellung einer Position des Generalsekretärs der „Evangelischen Allianz Deutschland“, Hartmut Steeb. Dieser hatte gesagt, er freue sich, wenn christliche Werte anerkannt werden, auch von ganz rechten oder ganz linken Personen. Wenn diese auch 100mal etwas Falsches sagen und nur einmal etwas Richtiges, dann möchte er sie gerne für das Richtige loben. Steebs Distanz zu Rechtsextremen und Linksextremen kommt in diesen Worten deutlich zum Ausdruck. Wawatschek kommentiert dies aber so: „Ein Protestant und ein Neonazi Seit an Seit für christliche Werte?“.

In ähnlicher Weise behandelt sie Gabriele Kuby. Wawatschek konstruiert eine Nähe von Kuby zur NPD, nur weil sie für eine ihrer Positionen Zustimmung von der NPD erhalten hat.

Die Sendereihe „Der Funkstreifzug“ beschreibt ihr Anliegen so: Sie greife „ein Thema auf, das bewegt. Will aber auch selbst etwas bewegen“. Was mit dem Wawatschek-Beitrag bewegt werden soll und in welche Richtung, wird am Ende deutlich. Wawatschek behauptet: „Beide Kirchen tun sich schwer mit ihren Schafen am rechten Rand.“ Diese würden der Amtskirche zum Problem, weil sie ihr treu bleiben. Der Beitrag kann aber kein einziges Zitat eines Verantwortlichen aus der Amtskirche anführen, der das belegt. Es handelt sich offenbar um eine reine Behauptung. Es wird nur der Bielefelder Sozialpsychologe Andreas Zick mit der Forderung zitiert: „Das ist ein Problem mit dem sich die Kirche zu beschäftigen hat.“ Das ist offenbar ein Versuch, die Amtskirchen in diese Richtung zu drängen, ihnen ein Verhalten normativ vorzuschreiben. Eine Analyse ist das nicht. Und fair ist es schon gar nicht.


Anmerkung der kath.net-Redaktion: Auch Papst Franziskus spricht immer wieder von "Gender-Ideologie", das hat Veronika Wawatschek vorsichtshalber vergessen ;) - Papst: Gender-Ideologien gefährden die Schönheit der Ehe


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Medien

  1. YouTube-Star "MrWissen2go" räumt Fehler bei Corona-Berichterstattung ein
  2. CSU-Generalsekretär Huber kritisiert den "Bayrischen Rundfunk" wegen Bericht über muslimische Mode
  3. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  4. Nach einseitig negativer Darstellung des Christentums – Programmbeschwerde an ZDF
  5. Welt: „Vorwurf der sexuellen Belästigung – ORF-Chef tritt mit sofortiger Wirkung zurück“
  6. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  7. Wenn das 'Drehbuch' schon vorher feststeht
  8. Gebetshaus Augsburg reagiert mit Stellungnahme auf ARD-Doku „Die hippen Missionare“
  9. Kardinal Müller: „Von Anfang an ist Radio Maryja zu einer Stimme in dieser modernen Wüste geworden“
  10. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  3. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  4. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  5. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  6. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  7. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  8. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  9. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  10. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  11. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  12. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  13. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  14. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz