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Kritik am Schweigen des Kirchentages zur Christenverfolgung

12. Juni 2015 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Genozidforscher: „Hierzu sollte es künftig ein großes Forum geben“


Stuttgart/Kassel (kath.net/idea) Kritik am Schweigen des Deutschen Evangelischen Kirchentages zum „völkermordähnlichen Horror der expandierenden Islamisten“ in Teilen der Welt hat der Theologe und Genozidforscher Wolfgang Reinhardt (Kassel) geübt. Er beteiligte sich während des Protestantentreffens vom 3. bis 7. Juni in Stuttgart zusammen mit seiner Frau Denise Uwimana-Reinhardt, einer Überlebenden des Völkermordes an einer Million Tutsi 1994 in Ruanda, an einem Podium zum Thema „Zwischen Mitschuld und Versöhnungsarbeit – welche Aufgaben hat Kirche angesichts heutiger internationaler Konflikte?“. Nach Reinhardts Worten wäre eine Resolution des Kirchentages notwendig gewesen, die Solidarität mit den Hunderttausenden Christen zum Ausdruck bringt, die in Syrien, Nigeria, Somalia, dem Irak und anderen Ländern bedroht und verfolgt werden. Christen seien die mit Abstand am meisten verfolgte Religionsgruppe: „Hierzu sollte es auf künftigen Kirchentagen ein großes Forum geben.“


Warum wurde nicht an den Völkermord an den Armeniern erinnert?

Kritik übte Reinhardt auch, dass es in Stuttgart keine Veranstaltung zu dem Völkermord der Osmanen an 1,5 Millionen Armeniern vor genau 100 Jahren gab. Ohne Wahrheit könne es keine Versöhnung geben, so der Theologe. Zudem rief er die Weltgemeinschaft auf, nie wieder untätig zuzusehen, wenn eine Minderheitengruppe wie die Armenier damals oder die Tutsi vor 21 Jahren ausgerottet werden solle. Gegenwärtig gelte es, der skrupellosen Vernichtung von wehrlosen Menschen durch Terrororganisationen wie den „Islamischen Staat“ (IS) oder Boko Haram (Westliche Bildung ist Sünde) entschlossen entgegenzutreten. Reinhardt: „Ruanda wie Armenien lehren uns, dass man mit besessenen Völkermördern nicht verhandeln, sondern sie nur mit Waffengewalt stoppen kann.“ Wenn täglich Tausende Menschen abgeschlachtet würden, „ist es zynisch, ja menschenverachtend, jegliche Gewaltanwendung abzulehnen“.

Wer wagt es, die IS zu lieben? Ein Brief des Volkes vom Kreuz - A Letter from the People of the Cross - ANSCHAUEN, TEILEN!!


Die britische Band ´Ooberfuse´ singt: ´We believe´, ´Wir glauben´! - Es geht um die blutige Christenverfolgung in Irak und Syrien



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