Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  2. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  3. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  4. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  5. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  6. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  7. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  8. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  9. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  10. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  11. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  12. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  13. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  14. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  15. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'

Bischof Ipolt: Deutsche Vertriebene sollen Flüchtlingen heute helfen

29. April 2015 in Aktuelles, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Görlitzer Bischof erinnert daran, dass nach 1945 Millionen Deutsche aus dem Osten in West- und Mitteldeutschland aufgenommen wurden. «Heute ist es ja deutlich weniger dramatisch als damals - auch was die Zahl der Flüchtlinge angeht».


Görlitz (kath.net/KNA) Zum 70. Jahrestag des Kriegsendes hat der Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt (Foto) besonders die Heimatvertriebenen zur Flüchtlingshilfe gemahnt. In einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) erinnerte er am Mittwoch daran, dass nach 1945 Millionen Deutsche aus dem Osten in West- und Mitteldeutschland aufgenommen wurden. «Gerade diejenigen, die das selbst erlebt haben - beziehungsweise ihre Kinder und Enkel - sollten heute ein wenig von dieser Gastfreundschaft zurückgeben», betonte der katholische Oberhirte. «Das wäre aus meiner Sicht eine ideale Form der Erinnerung.»


«Heute ist es ja deutlich weniger dramatisch als damals - auch was die Zahl der Flüchtlinge angeht», sagte Ipolt. «Das sollten wir uns bewusst machen.» Zudem seien Christen aufgerufen, «die Fremden wie unsere Schwestern und Brüder aufzunehmen». Heute seien wieder Millionen Menschen auf der Flucht oder würden aus ihrer Heimat gewaltsam vertrieben. «Das führt uns doch ganz deutlich vor Augen, dass das Thema nicht nur eins von gestern und vorgestern ist», erklärte Ipolt. Er nannte sich selbst einen «Bischof mit Migrationshintergrund». Seine Eltern waren Vertriebene aus dem Sudetenland und kamen 1946 nach Thüringen.

Im Mittelpunkt des Gedenkens «sollten die Themen Verzeihen und Versöhnen stehen», sagte Ipolt. Er erinnerte an den Briefwechsel zwischen der Deutschen und der Polnischen Bischofskonferenz vor 50 Jahren. «Das war ein wichtiger Meilenstein, bei dem die Kirche beispielhaft vorangegangen ist», hob Ipolt hervor. Er erinnerte an den Satz «Wir vergeben und bitten um Vergebung». Diese Bitte habe einen Versöhnungsprozess eingeleitet, «der sehr viel Gutes bewirkt hat». Ipolt ist Bischof des östlichsten deutschen Bistums. Er vertritt die Deutsche Bischofskonferenz fallweise bei der Polnischen.

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto Bischof Ipolt (c) Bistum Görlitz


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Flüchtlinge

  1. Dänemark: Verschärfung der Abschieberegeln für kriminelle Migranten
  2. Christlicher Konvertit Chia Rabiei darf in Deutschland bleiben
  3. Abschiebung: Erzbischof Lackner mahnt zu Menschlichkeit und Dialog
  4. Hat Kardinal Marx für EKD-Flüchtlingsschiff einen "namhaften Betrag" zur Verfügung gestellt?
  5. Zahl der Migranten übers Mittelmeer erheblich gestiegen
  6. Papst mahnt "Gewissenserforschung" im Umgang mit Flüchtlingen an
  7. "Fehler von 2015 dürfen nicht wiederholt werden"
  8. Wegen Kritik an Flüchtlingspolitik wurden Krippenfiguren gestohlen
  9. So retten, „dass Rettung nicht automatisch Einwanderung bedeutet“
  10. Theologe: "Die Kirche kann barmherzig sein, der Staat darf das nicht"







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  5. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  6. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  7. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  8. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  9. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  10. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  11. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  12. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  13. Der Kreuzweg mit Papst Leo
  14. Papstsekretär: Leo XIV. bleibt "Padre Roberto"
  15. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz