Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  2. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  3. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  4. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  5. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  6. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  7. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  8. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  9. Viel Lärm um nichts?
  10. "Derselbe Polarstern"
  11. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  12. Finanzströme des Islam-Terrors: Hisbollah-Netzwerke bis nach Österreich aktiv
  13. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  14. Israel: Haftstrafe für zwei Soldaten nach schwerem Vandalismus an Kruzifix
  15. Renaissance des Glaubens: Amerikas junge Männer kehren in die Kirchen zurück

Grünen-Politiker Volker Beck ist für Kirchensteuer

10. März 2015 in Deutschland, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Beck bei «Essener Gesprächen»: Zwar könne man fragen, ob Kirchen über Staat Kirchensteuer eintreiben müssen, «aber was schadet es uns?» - Ruhrbischof Overbeck machte sich die Aussage «Der Islam gehört zu Deutschland» nicht zu eigen.


Essen (kath.net/KNA) Der Grünen-Politiker Volker Beck (Archivfoto) sieht keinen Grund dafür, das System der Kirchensteuer abzuschaffen. Sicher könne man fragen, ob die Kirchen über den Staat die Abgabe der Kirchenmitglieder eintreiben müssen, sagte er am Sonntagabend in Essen. «Aber was schadet es uns?» Beck wies darauf hin, dass der Kirchensteuereinzug durch die Finanzämter von den Kirchen bezahlt werde. Der Staat erhält für diesen Dienst etwa drei Prozent des Kirchensteuereinkommens.

Der religionspolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion äußerte sich auf einem Podium bei der 50-Jahr-Feier der Essener Gespräche über das Verhältnis von Staat und Kirche. Dabei würdigte er die Kirchen als wertvollen Gesprächspartner für die Politik. Sie organisierten «für viele Fragen den einzigen Debatten-Raum» und gäben denen eine Stimme, «die keine Stimme haben». So setzten sich die Kirchen für Menschen ohne Papiere ein, die keinen Zugang zum Gesundheitssystem haben. «Ich bin froh über das, was Kirche da leistet», sagte Beck.


Der Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Günter Krings (CDU), sagte, er erlebe die Kirchen vor allem bei ethischen Fragen als wertvolle Partner, etwa wenn es um den Umgang mit dem Anfang des Lebens, dem ungeborenen Leben, alten Menschen oder Schwerstkranken gehe.

Zuvor hatte Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck in einem ökumenischen Gottesdienst Gewalt im Namen der Religion verurteilt. Selbst wenn eine Religion auf das Widerlichste geschmäht werde, sei Gewalt illegitim. Die islamistischen Terroristen löschten mit dem Leben ihrer Opfer auch Sicherheit und Freiheit aus und bedrohten die Rechtsordnung als Ganzes. Der wichtigste Gradmesser dafür, ob ein Staat Grundrechte aller gewährleiste, sei die Religionsfreiheit.

Overbeck machte sich die Aussage «Der Islam gehört zu Deutschland» nicht zu eigen. Sie lenke von der «eigentlichen Problematik» ab. «Muslime gehören heute wie Christen und Juden, Agnostiker, Atheisten, Nihilisten und Andersbekennende zu Deutschland.» Overbeck rief die Kirche auf, eine «konstruktive Haltung» zum Pluralismus zu gewinnen.

Zu den Essener Gesprächen zum Thema Staat und Kirche treffen sich in jedem Jahr führende Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik. Bundespräsident Joachim Gauck lobte in einem Grußwort die Fachtagung als wichtigen Ort für einen Dialog zwischen Staat und Kirche. Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. An der bis Dienstag dauernden Jubiläumstagung nehmen unter anderen Bundestagspräsident Nobert Lammert und der frühere Richter am Bundesverfassungsgericht, Udo di Fabio, teil. Der Verfassungsrechtler Paul Kirchhof organisiert das Treffen.

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto Volker Beck: (c) Wikipedia/Mathias Schindler. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirchensteuer

  1. Bischof Kohlgraf: Kirchensteuer könnte für Zahlungen an Missbrauchsopfer verwendet werden
  2. Wie die Diözese Bozen-Brixen ‚Kirchenaustritte’ handhabt
  3. Kirche muss reich an Glauben sein, nicht reich an Geld
  4. Es reicht
  5. BKU-Vorsitzender stellt deutsches Kirchensteuersystem in Frage
  6. Evangelische Bischöfin: Heutiges Kirchensteuermodell eine 'Mit-Ursache von Kirchenaustritten'
  7. 2019: Neues Rekordhoch bei Kirchensteuereinnahmen in Deutschland
  8. Hahne: Kirchen sollten für 2 Monate auf die Kirchensteuer verzichten!
  9. #Corona Auswirkungen für die deutschen Bistümer werden dramatisch
  10. Der deutsche Kirchensteuerirrsinn







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  3. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  4. "Derselbe Polarstern"
  5. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  6. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  7. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  8. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  9. USA: Schülerin bemalt in Großprojekt ihre katholische Schule mit lebensgroßen Heiligenfiguren
  10. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  11. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  12. Viel Lärm um nichts?
  13. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  14. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  15. Der Fall „Correctiv“: Ein journalistischer Sündenfall und seine Folgen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz