Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  2. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  3. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  4. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  5. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  6. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  7. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  8. ‚Augustiner für den Frieden‘ – Der spätere Leo XIV. bei einer Friedensdemonstration in Rom 1983
  9. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  10. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  11. Pater Karl Wallner warnt vor Naivität: 'Politischer Islam hat bei uns keinen Platz'
  12. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  13. Renaissance des Glaubens: Amerikas junge Männer kehren in die Kirchen zurück
  14. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  15. Finanzströme des Islam-Terrors: Hisbollah-Netzwerke bis nach Österreich aktiv

Bischöfe sorgen sich um gesellschaftlichen Zusammenhalt

1. Jänner 2015 in Deutschland, 17 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Gedanken der deutschen Bischöfe zum Jahreswechsel.


Bonn (kath.net/ KNA)
Zum Jahreswechsel haben die katholischen Bischöfe in Deutschland zu mehr Solidarität und Gemeinsinn aufgerufen. Das betreffe nicht nur den Einsatz für Flüchtlinge, sondern beispielsweise auch Fragen zum Beginn und Ende des Lebens, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, in seiner Silvesterpredigt im Münchner Liebfrauendom.

Kritisch äußerte sich der Erzbischof von München und Freising zur Reproduktionsmedizin. Werde etwa die Entstehung menschlichen Lebens von der Begegnung von Mann und Frau getrennt und auf Leihmütter übertragen, sei «die uns vom Schöpfer gesetzte Grenze überschritten».

Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann sprach mit Blick auf die 2015 weitergehende Sterbehilfe-Debatte von einer Bewährungsprobe. Generell sollten sich Christen bei bioethischen Fragen stärker zu Wort melden. «Wir haben nicht nur aus der Geschichte, sondern auch von der Gegenwart her gute Gründe, hier für ein Höchstmaß an Sensibilität für das Leben einzutreten.»


Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki übte scharfe Kritik an den fremdenfeindlichen Pegida-Demonstrationen. Die Organisatoren der Protestzüge machten Stimmung gegen Minderheiten auf dem Rücken von Flüchtlingen. Von den weltweit 45 Millionen Betroffenen blieben jedoch 86 Prozent in ihrer Heimat oder einem Nachbarland. «Nicht wir im reichen Europa haben ein Flüchtlingsproblem, sondern die armen Nachbarländer der Krisenregionen. Diese Wahrheit verkünden wir zu wenig, zu zaghaft, zu leise.»

Auch der Bischof Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff mahnte zum Engagement für Asylsuchende. «Wir müssen den Flüchtlingen zeigen, dass wir ihre Leiden wahrnehmen und dass sie uns willkommen sind.» Ähnlich äußerten sich der Freiburger Erzbischof Stephan Burger, der Rottenburg-Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst und der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen.

Zu einem «Kampf für das Leben» rief der Bischof von Münster, Felix Genn, auf. «In der Frage um Sterbebegleitung, Sterbehilfe und assistierten Suizid geht es um das Menschsein als Ganzes, nicht einfach bloß um eine christliche Sondermoral», sagte Genn. Auch künftig müsse jeder und jede menschliche und medizinische Hilfen ohne Gewissensbisse in Anspruch nehmen können, auch wenn diese kosten- oder zeitaufwendig seien.

Der Übergangsverwalter des Erzbistums Hamburg, Ansgar Thim, hob ebenfalls auf die Sterbehilfedebatte ab. Ein Selbstbestimmungsrecht auf den Tod dürfe es nicht geben. Wie auch beim sogenannten Social Freezing, dem Einfrieren von Eizellen zum Hinausschieben einer Mutterschaft, sei die Kirche hier besonders herausgefordert, wenn Entwicklungen der Schöpfung und der Autorität Gottes widersprächen.

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann ermutigte die Katholiken, sich den notwendigen Veränderungen innerhalb der Kirche offen zu stellen. Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck forderte in seiner Neujahrsbotschaft eine Haltungsänderung. Kirche müsse in einer immer kirchenferneren Gesellschaft die Menschen erreichen. Da gelte es mitunter auch, sich von liebgewordenen Gewohnheiten zu verabschieden. «Wir können nicht einfach nur fortsetzen, was wir immer schon getan haben, was wir kennen und heute für richtig halten.»

Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker und sein Hildesheimer Amtsbruder Norbert Trelle riefen mit Blick auf das neue Jahr zu Zuversicht auf. Die Menschen könnten sich auf das Heilsversprechen Gottes verlassen. Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode mahnte zu Entschleunigung. Es gehe in der Welt nicht mehr darum, mit mehr Fleiß und mehr Wachstum mehr zu erreichen. Vielmehr müssten alle inzwischen «einen Zahn zulegen, damit alles bleiben kann, wie es ist». Dem aber seien viele nicht mehr gewachsen.

(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Jegliche mediale Nutzung und Weiterleitung nur im Rahmen schriftlicher Vereinbarungen mit KNA erlaubt.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bischöfe

  1. 'Für jeden Unsinn ein Bischof' - Scharfe Kritik an Erzbischof Heße
  2. Mainz: Pater Joshy Pottackal O.Carm. wurde zum Weihbischof geweiht
  3. US-Bischof Malone betet mit seinen sieben Geschwistern wöchentlich Rosenkranz per Videokonferenz
  4. Indiens katholische Bischöfe fordern Aufhebung religionsfeindlicher Gesetze
  5. Papst sagt Weihbischof für Schweizer Diözese Chur zu
  6. Weihesakrament und Leitungsvollmacht
  7. Papst: Ein Bischof ist „ein Diener und kein Herr; ein Hirte und nicht der Besitzer der Herde“
  8. Paderborn: Der neue Erzbischof Udo Markus Bentz hat seinen Platz eingenommen
  9. Kardinal Müller kritisiert ‚kindisches Verhalten’ von Bischöfen, welche die Alte Messe unterdrücken
  10. US-Bischofskonferenz: Kampf gegen die Abtreibung ist wichtigstes politisches Ziel







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  3. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  4. Christus, das Licht der Jugend und der Familien
  5. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  6. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  7. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  8. Keine Bistums-Erlaubnis für Afrika-Madonna in der Gebetsstätte Marienfried
  9. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  10. "Einfach viel unverschämter vom persönlichen Glauben erzählen"
  11. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  12. Der Fall „Correctiv“: Ein journalistischer Sündenfall und seine Folgen
  13. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  14. Bischof Ivo Muser: "Der größte Mangel, den wir in unserer Diözese haben, ist der Gläubigenmangel"
  15. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz