Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  5. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  6. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  13. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  14. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  15. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme

Die sudanesische Christin bleibt in Todeszelle

2. Juni 2014 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die zum Tod verurteilte sudanesische Christin Mariam Jahia Ibrahim Ishag kommt vorerst nicht frei - Die Ärztin hat inzwischen ihr zweites Kind geboren - Grund für die Todesstrafe: Der "Abfall" vom Islam


London/Göttingen (kath.net/KNA) Die zum Tod verurteilte sudanesische Christin Mariam Jahia Ibrahim Ishag kommt vorerst nicht frei. Über ihre Haftentlassung könne nur ein Berufungsgericht entscheiden, teilte das Außenministerium in Khartum laut BBC am Sonntag mit. Die «Gesellschaft für bedrohte Völker» in Göttingen kritisierte die Entscheidung. Von einer unabhängigen Rechtsprechung könne im Sudan keine Rede sein, teilte die Organisation am Montag mit.

Am Samstag hatten Agenturen unter Berufung auf das sudanesische Außenministerium berichtet, die wegen Glaubensabfalls vom Islam verurteilte 27-Jährige, die erst vergangenen Dienstag ihr zweites Kind zur Welt brachte, solle aus dem Gefängnis entlassen werden. Eine offizielle Bestätigung gab es nicht. Ishags Ehemann Daniel Wani sagte dem britischen Sender BBC am Sonntag, er sei über einen solchen Schritt nicht informiert.


Der Afrikareferent der «Gesellschaft für bedrohte Völker», Ulrich Delius, erklärte, es sei «lächerlich, dass sich eine Regierung, die bei schweren Menschenrechtsverletzungen Straflosigkeit propagiert, nun zum Retter des Rechtsstaats erklärt. Hier macht sich der Bock zum Gärtner und will sich im Ausland dafür auch noch feiern lassen?, so Delius. »Im Sudan gibt es für Opfer von Mord, Vergewaltigung oder Vertreibung in den Bürgerkriegsregionen keine Gerechtigkeit, erst recht nicht, wenn es Andersgläubige sind.« In der Justiz herrsche »weitgehende Gleichschaltung«.

Ishag wuchs als orthodoxe Christin auf, wird wegen ihres muslimischen Vaters von sudanesischen Behörden aber als Muslimin betrachtet. Im Mai verurteilte ein Gericht sie zunächst zu 100 Peitschenhieben wegen der Heirat mit einem christlichen Mann. Als bekanntwurde, dass sie einen muslimischen Vater hatte, verhängte erhielt sie zusätzlich die Todesstrafe wegen Glaubensabfalls. Nach islamischem Recht darf die junge Frau ihr Baby zwei Jahre lang aufziehen, bevor die Strafe vollzogen wird.

Wani sagte, seine Frau sei während der Geburt ihres zweiten Kindes in der Krankenstation des Gefängnisses an den Beinen angekettet gewesen. Besorgt äußerte er sich über die Verfassung ihres gemeinsamen 20 Monate alten Sohnes. Der Junge habe sich in den Monaten der Inhaftierung seiner Mutter »sehr verändert«. Das Kind lebt mit Ishag im Gefängnis, weil der zuständige Richter Wani aufgrund seines Christseins ein Sorgerecht absprach.

Die zum Tod verurteilte Christin aus dem Sudan hat ihr Kind zur Welt gebracht


(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. UN-Experten: Christliche Frauen und Mädchen in Nigeria besonders von Gewalt bedroht
  2. Bischof Robert Barron: Krieg gegen Christen ist real – Welt darf nicht länger schweigen
  3. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  4. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  5. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  6. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  7. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  8. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  9. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  10. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“







Top-15

meist-gelesen

  1. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  2. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  3. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  4. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  5. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  6. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  7. Fast der gleiche Glaube?
  8. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  9. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
  10. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  11. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  12. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  13. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  14. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  15. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz