Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  2. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  3. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  4. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  5. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  6. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  9. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  12. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  13. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  14. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  15. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“

Wer ist eigentlich Beatrix von Storch?

28. Mai 2014 in Kommentar, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die große Überraschung bei der Europawahl ist der Erfolg der „Alternative für Deutschland“ (AfD), die auf sieben Prozent der Stimmen kam. Damit zieht auch die engagierte evangelische Christin von Storch ins EU-Parlament ein. Von Klaus Rösler (idea)


Berlin (kath.net/idea) Die große Überraschung bei der Europawahl ist der Erfolg der „Alternative für Deutschland“ (AfD), die auf sieben Prozent der Stimmen kam. Damit kann die erst vor einem Jahr gegründete Partei sieben Abgeordnete entsenden. Mit dabei ist die Berliner Rechtsanwältin Beatrix von Storch (Foto) auf Platz vier der AfD-Liste. Klaus Rösler stellt die engagierte evangelische Christin vor. Ihre Kraft schöpft die 1971 in Lübeck geborene Herzogin von Oldenburg aus dem christlichen Glauben.

In einer Welt, die jeden Wert infrage stellt, erhält sie durch ihn Orientierung, sagte sie idea. Der Glaube an Jesus Christus präge von daher auch ihr Handeln. Der Gottesdienstbesuch am Sonntag gehört selbstverständlich dazu. Die Herzogin stammt aus einer frommen protestantischen Familie. Ihr Vater ist der Bauingenieur Huno Herzog von Oldenburg, ihre Mutter Felicitas-Anna Gräfin Schwerin von Krosigk. Beatrix wuchs in Kisdorf im Kreis Segeberg auf. Nach dem Abitur in Kaltenkirchen machte sie eine Bankausbildung und studierte Jura in Heidelberg und Lausanne. Seit 1998 lebt sie in Berlin. Sie arbeitete dort eine Zeit lang als Rechtsanwältin. Seit 2010 ist sie mit dem deutsch-chilenischen Kaufmann Sven von Storch verheiratet, mit dem sie bereits 2004 die Bürgerrechtsgruppe „Zivile Koalition“ gründete. Dort beschäftigt sie sich mit der Überalterung der Gesellschaft und dem Euro. 2013 trat sie kurz vor der Bundestagswahl der AfD bei.


Die Herzogin liebt klare Worte

Sie liebt klare Worte. Etwa wenn sie sagt, dass für sie die Familie „die Keimzelle der Gesellschaft“ ist: Und die besteht für sie aus Vater, Mutter und Kindern. Zwei Frauen oder zwei Männer seien keine Ehe. Entsprechend ist sie gegen das feministische Gender-Mainstreaming, das die Unterschiede der Geschlechter ignoriert. Sie möchte, „dass das Gender-Mainstreaming zugunsten eines Familien-Mainstreaming abgeschafft wird“.

Für ein Verbot von Abtreibungen

Von Storch engagiert sich auch gegen Sterbehilfe und Abtreibung. Schwangerschaftsabbruch gehört für sie verboten: „Mein Gewissen sagt mir, dass auch den ungeborenen Menschen Personenwürde zukommt.“ Deshalb setzte sie sich an führender Stelle für die europäische Bürgerinitiative „Einer von uns“ ein. 1,9 Millionen Bürger in der EU haben sich hinter die Forderung gestellt, keine EU-Gelder mehr für Abtreibungen als Mittel der Bevölkerungskontrolle und Familienplanung zur Verfügung zu stellen, darunter über 174.000 in Deutschland. Auch in Berlin beim „Marsch für das Leben“, der sich für das Lebensrecht Ungeborener einsetzt, war sie im letzten Jahr mit dabei.

Eine fundamentalistische Christin?

Wer so klare Überzeugungen vertritt, wird angefeindet. Das hat sie oft erfahren – in der Politik und in den Medien. In der satirischen „heute-show“ im ZDF wird sie seit Monaten als „Galionsfigur der Nationalkonservativen“ vorgeführt. Da verliest Moderator Oliver Welke die Vornamen der „bezaubernden, feenhaften Adeligen“ – Beatrix Amelie Ehrengard Eilikia – und lästert: „Da nehme ich schon beim Namen Haltung an.“ Blogger beschimpfen sie als „fundamentalistische Christin“. Doch sie hat genug Medienerfahrungen, um diese Kritik an sich abprallen lassen zu können: „Das ist eine Projektion, die nichts mit mir zu tun hat.“ Dass sie nun im ersten Anlauf den Sprung ins Europaparlament geschafft hat, freut sie. Mit dem Wahlsieg hat sie sich selbst so etwas wie ein vorgezogenes Geschenk gemacht. Denn zwei Tage später hatte sie Geburtstag.

SWR: Leif trifft Beatrix von Storch (März 2014)


Phoenix: Europawahl - Beatrix von Storch zum Ergebnis der AfD am 25.05.2014



Foto Beatrix von Storch © wikipedia/blu-news.org (This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license.)


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Prominente

  1. Gary Cooper – ein ‚Poet des Wirklichen‘
  2. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  3. Action-Legende Chuck Norris mit 86 Jahren verstorben
  4. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘
  5. Patrick Schwarzenegger: Ich bete jeden Tag mit meiner Frau
  6. Aus Rücksicht auf Familie – Schauspielerin Melissa Joan Hart verzichtete auf Fotos für den Playboy
  7. Viel Lob für familienfreundliche Dankesrede von Kieran Culkin bei der Oscar-Verleihung
  8. 'Ich habe jeden Tag den Rosenkranz mit meiner Oma gebetet'
  9. James Earl Jones gestorben – Die Stimme von Darth Vader war katholisch
  10. Sylvester Stallone: Ich lebe nur weil die Abtreibungsversuche nicht funktioniert haben







Top-15

meist-gelesen

  1. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  2. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  3. Belgien: Anteil der Euthanasiefälle in den letzten fünf Jahren verdoppelt
  4. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  5. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  6. Patrozinium im Mailänder Dom, während draußen Explosionen und Sirenen zu hören sind
  7. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  8. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  9. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission
  10. Papst sprach auch mit Selenskyj über Lage in Frontstadt Oleschky
  11. Apostolisch und nix anderes
  12. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'
  13. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  14. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch
  15. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz