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China: Erstmals seit 1949 wieder kontemplatives Kloster gegründet

18. Mai 2014 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Lokalpolitiker der Kommunistischen Partei bei Eröffnung des Klosters der Augustinerinnen


Peking-Vatikanstadt (kath.net/KAP) In China ist zum ersten Mal seit 1949 wieder ein Kloster von einer kontemplativen Ordensgemeinschaft gegründet worden. Wie Radio Vatikan am Donnerstag berichtet, wurde in Lintou in der nördlichen Provinz Shanxi ein Kloster der Augustinerinnen geweiht. An der Eröffnungsmesse, die bereits am 1. Mai stattgefunden habe, nahmen demnach zwei Bischöfe, 50 Priester und 1.700 Katholiken teil. Die regionalen Verantwortlichen der Kommunistischen Partei und des Regierungsbüros für religiöse Angelegenheiten hätten Ansprachen gehalten, so Radio Vatikan.


Finanziert wurde das Kloster in Lintou laut dem Bericht hauptsächlich von der britischen Nichtregierungsorganisation "Exchange with China", die den Dialog zwischen Katholiken in China und Großbritannien fördert. Zu dem Frauenkloster mit dem Namen "Garten des heiligen Augustinus" gehört auch ein Altenheim. Die Ordensfrauen widmen sich dem Gebet und der Kontemplation.

Der zuständige Ortsbischof Jean-Baptiste Wang Jin von Yuci (Yütze) gab nach Angaben des päpstlichen Senders seine Zustimmung zur Klostergründung mit der Begründung, dass er im Gefängnis den Wert von Gebet und Kontemplation besser verstanden habe. Der heutige Bischof hatte als Priester etwa zwanzig Jahre in Haft verbracht, davon zehn in einer Isolationszelle.

Video: Kardinal Zen berichtet über die großen Schwierigkeiten der Kirche in seiner Heimat China (englisch, von Catholic News Service)


Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Diadochus 18. Mai 2014 
 

Wirkmacht

Die Neugründung ist ein sehr schöner Beweis für die Wirkmacht des Gebetes und das allein in Gott gelegte Vertrauen, dass Er alles zum Guten wenden kann. Das erinnert mich an ein schönes Gedicht von Reinhold Schneider, das er 1936 verfasst hat. Er schrieb: "Nur den Betern kann es noch gelingen, usw.". Ausgerechnet in China ist es gelungen. Selbst die Parteifunktionäre haben Ansprachen gehalten. Gott sei gepriesen.


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 Stefan Fleischer 18. Mai 2014 

beten wir

"dass er im Gefängnis den Wert von Gebet und Kontemplation besser verstanden habe."
.
Beten wir, dass wir westlichen Katholiken nicht warten, bis die Christenverfolgung ähnliche Folgen für uns hat, bis wir den Wert des Gebetes und der Kontemplation wieder schätzen lernen. Und beten wir für unsere Klöster, dass Gebet und Kontemplation auch in ihnen wieder den ersten Platz in allem gegeben werde.


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