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Christen: verfolgt, verleumdet, diskriminiert in aller Welt

27. März 2014 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Christdemokraten für das Leben (CDL): CDU-Fraktionsvize Ralph Brinkhaus kritisiert weltweite Christenverfolgungen scharf – Auch in Deutschland gerate das Christentum unter Druck


Berlin (kath.net) Über die aktuelle Situation der Menschenrechte und Christenverfolgung weltweit sprachen Ralph Brinkhaus, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, und Wolfgang Boguslawski von Open Doors (Menschenrechtsorganisation im Dienste verfolgter Christen). Durch die Veranstaltung der Christdemokraten für das Leben (CDL) Berlin und der CDU Alt-Pankow führte der Pankower CDU-Bürgerdeputierter und Landesvorsitzender der CDL Berlin, Stefan Friedrich. Dies gab die CDL in einer von Bastian Behrens geschriebenen Presseaussendung bekannt.

Ralph Brinkhaus: „Die Wiege des Christentums ist bald christenfrei“

Die brisante und komplizierte Situation Syriens schilderte der Bundestagsabgeordnete Ralph Brinkhaus (CDU) aus Gütersloh in eindringlichen Worten: Natürlich müsse man helfen, aber wenn Deutschland verstärkt Christen aus Syrien aufnehme, dann steige dort auch der Vertreibungsdruck und dann sei der nahe und mittlere Osten – die Wiege des Christentums – bald christenfrei. „Wollen wir das?“, fragte Brinkhaus.


Nicht nur in Syrien, in allen Ländern rund um das Mittelmehr, in denen es zum „Arabischen Frühling“ gekommen sei, habe sich die Situation für die christlichen Minderheiten massiv verschlechtert. Zudem tobe entlang der Sahel-Zone ein erbitterter Kampf zwischen dem islamisch und dem christlich geprägten Afrika. Dabei seien Christen nicht nur Opfer lebensbedrohender Verfolgung, sondern auch antichristlicher Propaganda und Diskriminierung, so Brinkhaus.

Christentum auch in Deutschland unter Druck

„Wo darf man denn in Deutschland heute noch öffentlich ein Kreuz aufhängen?“, fragte Brinkhaus und stellte fest, dass es auch in der Bundesrepublik „christenfreie Regionen“ gäbe. Kaum eine Frau werde noch Nonne, nur noch wenige Männer würden Pfarrer. Selten treffe man Christen, die wirklich Zeugen ihres Glaubens seien. Die Deutschen müssten sich also auch an die eigene Nase fassen, wenn es um den Rückgang des Christentums gehe, erklärte der Bundestagsabgeordnete. Gemeinsam mit weiteren bekennend christlichen Politikern schaffe er immer wieder Aufmerksamkeit für die verfolgten Christen in aller Welt, organisiere materielle Hilfe, gebe den Verfolgten Zuspruch und bete für sie. Dies könnten alle Christen in Deutschland ebenso tun, dafür müsse man kein Politiker sein, rief Brinkhaus den Gästen zu.

Millionen verfolgte Christen / Syrien besonders kritisch

„Wir haben als eine Schmugglerbande angefangen, die massenweise verbotene Bibeln in sozialistische Staaten brachte“, erinnert sich Wolfgang Boguslawski, der gerade aus dem Libanon nach Berlin zurückgekommen ist. Bislang größter Coup von Open Doors: Eine Millionen Bibeln für China. Heute arbeiten die frommen Schmuggler vermehrt in islamischen Ländern, wo sie Bibelstunden abhalten und Frauen das Lesen und Schreiben beibringen.

Boguslawski schätzt, dass weltweit 100 Millionen Christen verfolgt werden. Besonders schlimm sei die Situation in Nordkorea, Pakistan, Afghanistan, Iran, Irak, Saudi-Arabien und Kolumbien. Überwiegend islamische Länder, die Christen aus religiösen Gründen diskriminierten und verfolgten. Ausnahmen: Das sozialistische Regime in Nordkorea und die Mafia in Kolumbien, die aus ideologischen und finanziellen Gründen gegen Christen vorgehen würden.

Besonders kritisch entwickle sich die Situation in Syrien auch nach Ansicht Boguslawskis. Dort seien die Christen nur noch in den Kurden-Gebieten sicher. In den anderen Landesteilen würden Scharfschützen auf Frauen und Kinder schießen. Zudem würden Frauen und Mädchen massenhaft verschleppt und vergewaltigt. Nur gegen ein Lösegeld kämen sie wieder frei und seien danach schwer traumatisiert. Open Doors helfe mit Lebensmitteln, Medikamenten, Unterricht und Trauma-Seelsorge. Über drei Millionen Menschen seien bereits auf der Flucht, Zehntausende Christen stünden noch vor der Frage: Fliehen oder bleiben?


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