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'Kirche wird Lehre über Unauflöslichkeit der Ehe nicht ändern'

25. März 2014 in Weltkirche, 28 Lesermeinungen
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Papstberater US-Kardinal O´Malley: Eine Erleichterung des Annulierungsprozesses „wäre ein wunderbarer erster Schritt“.


Boston (kath.net/pl) „Die Kirche wird ihre Lehre über die Unauflöslichkeit der Ehe nicht ändern.“ Dies stellte Sean Kardinal O´Malley (Foto), Erzbischof von Boston(USA) und Papstberater, im Interview mit dem „National Catholic Register“ fest. O´Malley ist Mitglied im gelegentlich als „K8“ bezeichneten achtköpfigen Beratungsteam des Papstes und Mitglied u.a. im Päpstlichen Rat für die Familie. Der Kapuziner wurde vor dem letzten Konklave zu den näheren Kandidaten für das Papstamt gezählt.


Die Kirche werde aber versuchen jenen zu helfen, deren Ehe zerbrochen ist, und sie werde nach Möglichkeiten suchen, was getan werden könne, erläuterte Kardinal O´Malley weiter. „Der Heilige Vater ist bestrebt darüber zu diskutieren, doch ich denke, dass es zu früh für irgendwelche Vorhersagen darüber ist, wie das ausgehen wird.“ Eine Erleichterung des Annulierungsprozesses „wäre ein wunderbarer erster Schritt“. Der Kardinal bezeichnete die Problematik als „ein pastorales Schlüsselproblem der Kirche“. Der Chefredakteur des „National Catholic Register“ hatte in seiner Frage auf „einige deutsche Bischöfe“ hingewiesen, die „davon sprechen, dass die Lehre der Kirche über die Unauflöslichkeit der Ehe modifiziert werden solle“.

Cardinal O´Malley Exclusive with Raymond Arroyo


Foto © Erzbistum Boston


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Lesermeinungen

 silvana 31. März 2014 
 

Annullierung

Ich finde es sehr, sehr traurig, wie hier die Annullierungsprozesse teilweise verächtlich gemacht werden. Im allernächsten Umfeld habe ich erlebt, wie sich diese Prozesse hinziehen und weiß, wie sehr Betroffene darunter leiden können. Eine Beschleunigung halte ich für ganz dringend nötig. Und alle, die Annullierungen nur für "Hintertürchen" halten, müssen zumindest zugeben, dass eine Beschleunigung auch ein Segen wäre, falls der Prozess negativ ausgehen sollte, weil dann wenigstens Klarheit herrscht. Und ja! Es gibt Paare, die sich lieben, bei denen ein berechtigter Zweifel an der Gültigkeit einer Vorehe besteht und die sich an die Gesetze der Kirche halten wollen.


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 friederschaefer 28. März 2014 
 

zu Martyria

"Pfarrer `bauen` bei der Feier der Trauung bewusst Formfehler ein", damit eine spätere Annullierung möglich wird: Da scheinen mir die Voraussetzungen für eine Todsünde durch Priester vorzuliegen; diesem Verdacht muss von den Bischöfen unbedingt nachgegangen werden.

Ich habe Kard. O` Malley so verstanden, dass in einem Anullierungsverfahren nicht nur zügig gehandelt werden sollte, sondern auch geprüft werden muss, ob die Bedingungen auf Seiten der Ehepartner von beiden Seiten wirklich vorlagen.

Ich denke, dass bei einem solchen Ansatz viele "Fälle" gelöst werden können.

Wenn zusätzlich die kirchliche Eheschließung an eine entsprechende Vorbereitung und an eine angemessene Teilnahme am Gemeindeleben gekoppelt wird, dann sehe ich Licht am Horizont.

Am Wichtigsten erscheint mir aber, dass unsere Priester wieder die Seelsorge als ihre Hauptaufgabe sehen. Sie muss ihnen aber auch vom Bischof und der Gemeinde ermöglicht werden.


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 ottokar 26. März 2014 
 

Math 5,17-19 (Evangelium vom 26.März)

"Wer nur eins von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird gross sein im Himmelreich".
Muss man bei diesen klaren Worten des Evangeliums dann noch viel diskutieren? Das Grundproblem ist doch, dass selbst bei vielen Mitgliedern des Klerus- geschweige denn der Masse der Gläubigen- der Gehorsam gegenüber dem Wort Christi abhanden gekommen ist.


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 bücherwurm 26. März 2014 

@pilgrim on the road:

Na, Sie sind ja ein bisschen lustig... natürlich können Sie nicht ins Kloster eintreten, solange Sie in den Augen der Kirche verheiratet sind!

Hätten Sie doch mal eine Annulierung versucht (das könnten Sie auch jetzt noch versuchen).

Aber die Idee, dass Sie eine Ehe, die die Kirche gemäß Naturrecht als bestehend ansieht, durch ein halbes Jahr Weltreise auflösen könnten, ist schon echt fantasievoll ;) - falls Sie kein Abitur haben, könnten Sie ja dann auch fordern, dass Ihnen die Weltreise als Abitur anerkannt werde, denn bekanntermaßen bildet Reisen ;). Und wenn diese Nichtanerkennung als Abitur von jemandem entschieden wurde, der immer das Auto benutzt und nie sein Dorf verlassen hätte, dann wäre diese Entscheidung trotzdem korrekt!

Also, Herr Pilgrim, SO kann man doch wirklich nicht Fakten schaffen!


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 pilgrim on the road 25. März 2014 
 

beinahe Moench geworden...

Ja, aber nur beinahe. Anlaesslich meines 12 taegigen "vocation retreat" im einzigen Karthaeuserkloster in Nordamerika habe ich leider einem Priester des Nachbarortes gesagt, dass ich mal verheiratet war. Zwar nicht katholisch und noch nicht einmal kirchlich. Doch ohne Annulierung dieser Ehe koenne ich nicht Karthaeuser werden, auch nicht bei den Bruedern. Ok, dann halt nicht. Mein 6 monatiger Weg um die halbe Welt scheint da offenbar keine Rolle zu spielen. Insbesondere nicht fuer einen US-Priester, der sich keine 5 Meter bewegt ohne sein Auto. Aber so ist das halt, die einen haben Glauben, die anderen das Sagen.


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 myschkin 25. März 2014 
 

Noch einen Gedanken zum Thema

In meiner Schulzeit erlebte ich eine Horrorszene: Die Mutter eines meiner Schulkameraden wurde von ihrem Ehemann verlassen. Sie war eine katholisch engagierte Frau - überdies liebenswürdig, herzlich und aufgeschlossen, ein freundlicher und feiner Mensch. Sie lebte nach dem Abmarsch ihres Mannes mit den Kindern alleinstehend. Unser Physiklehrer - auch sonst ein Unmensch - hasste meines Schulkameraden aus unerfindlichen Gründen. Und so kam es, dass er meinen Schulkameraden vor der Klasse herabwürdigte: Aus ihm könne nichts Rechtes werden - bei solchen Familienverhältnissen. Wir Kinder waren damals von solcher Boshaftigkeit schockiert, hilflos und wie erstarrt. Ich finde: Wir Katholiken müssen lernen, uns vor diejenigen Eheleute zu stellen und ihnen beizustehen, die verlassen wurden. Die Geschichte hatte übrigens ein gutes Ende: Mein Schulkamerad wurde Pfarrer - ein sehr guter übrigens.


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 Marienzweig 25. März 2014 

@Ester

Ihr Gedanke, Heilige und Märtyrer früherer Zeiten den Zeitgenossen von heute gegenüber zu stellen - lieber nicht!
Dies wäre sehr wahrscheinlich ziemlich blamabel für uns.
Allzugut kämen wir alle nicht weg, fürchte ich.
Heute herrscht ein bloßes Anspruchsdenken: Kirche soll dies, Kirche soll das, alles möglichst angenehm und bequem zu leben.
Stellen wir uns doch einmal Ihre interessante Anregung bildhaft vor Augen - was hätten wir heutigen diesen Menschen von damals eigentlich zu sagen?

Danke für Ihre reizvolle und interessante Idee!
Sie kann geradezu zu einer geistlichen Übung werden.


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 myschkin 25. März 2014 
 

@Martyria

Ich finde das sehr gut, wie Sie im Unterricht für die katholische Ehe werben. Einen Aspekt möchte ich hinzufügen: die Sicherheit, die die katholische Eheschließung den Eheleuten und ihren Kindern gibt. Wer auf das Fundament des katholischen Ehesakraments bauen kann, dass nämlich der Ehepartner bei einem bleibt in guten und in schlechten Tagen, gewinnt Freiheit von Angst. Das ist ein hohes und beglückendes Gut.
Im übrigen freue ich mich, dass die Überlegungen des Herrn Kardinals hier perspektivenreich diskutiert werden. Es wird in dieser Problematik ja letztlich die Quadratur des Kreises verlangt. Da bedarf es wirklich des Heiligen Geistes um zu einer guten Lösung zu kommen. Beten wir für unsere kirchlichen Entscheidungsträger, dass sie zu einer Regelung kommen, die der Heiligkeit des Ehesakraments ebenso gerecht wird wie der christlichen Barmherzigkeit gegenüber denjenigen, deren Ehen gescheitert sind.


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 Martyria 25. März 2014 

Canones aus dem CIC/1983 (zur Vollständigkeit bitte selbst nachlesen)

1141 Die gültige und vollzogene Ehe kann durch keine menschl. Gewalt und aus keinem Grunde, außer durch den Tod, aufgelöst werden.

1142 Die nicht vollzogene Ehe zwischen Getauften [...] kann [...] vom Papst aufgelöst werden.

1151 Die Ehegatten haben die Pflicht und das Recht, das eheliche Zusammenleben zu wahren [...]

1153§1 Wenn einer der Gatten eine schwere Gefahr für Seele oder Leib des anderen Gatten oder der Kinder herbeiführt oder auf andere Weise das gemeinschaftliche Leben unerträglich macht, gibt er dem anderen einen rechtmäßigen Grund, sich zu trennen, [...] wenn Gefahr im Verzug ist, auch kraft eigener Entscheidung.
§2 In allen Fällen ist nach Wegfall des Trennungsgrundes das eheliche Zusammenleben wiederherzustellen, [...]

1154 Nach erfolgter Trennung der Ehegatten muß immer in geeigneter Weise für den nötigen Unterhalt und die Erziehung der Kinder gesorgt werden.

(online z.B. unter http://www.codex-iuris-canonici.de)


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 Stefan Fleischer 25. März 2014 

@Benedikt von Nursia

Sehr richtig! Eine Ehe kann scheitern. Und manchmal bleibt dann nur noch die Trennung. Selbst eine zivile Scheidung kann unter Umständen nötig werden, z.B. im Interesse der Kinder. Aber das Eheversprechen bleibt bestehen. Die Treue ist weiterhin gefordert "bis dass der Tod euch scheidet". Das kann schwer sein, sehr schwer sogar. Aber es ist mit Gottes Hilfe nicht unmöglich, was viele - meist unschuldig - Geschiedene mit ihrem Leben beweisen. Sie geben ein nicht zu unterschätzendes Zeugnis für die Unauflöslichkeit der Ehe und für die Verbindlichkeit eines vor Gott und den Menschen gegebenen Versprechens. Gott wird Ihnen den Lohn nicht vorenthalten.


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 Ester 25. März 2014 
 

Mir scheint das so, als

würde man nur das Tempo etwas reduzieren wollen.
Mit einer Ehe ist das wie mit einer Schwangerschaft, die ist entweder vorhanden oder nicht!
So ist eine Ehe entweder gültig oder eben nicht.
Wenn nun O'Malley fordert die Anullierereie leichter zu machen, dann ist er dafür, aus Rücksicht auf eine zweite Ehe, eben die erste Ehe leichter ungültig erklären zu können.
Das ist Wasser auf die Mühlen derjenigen die eh eine Annullierung mit einer Scheidung verwechseln.
Nur was Gott verbunden hat, soll der Mensch nicht trennen! (Matt. 19,6)
Auch Kardinäle sind nicht Herren über das Wort Gottes, sondern deren Verwalter!
Ich stell mir ja immer vor, wie so ein moderner, wehleidiger Christ, dann einen der frühen Christen trifft, z.B eine Frau die mit einem wilden Heiden (Hl Monika z.B) verheiratet war und was das dann für ein Gespräch gibt.
Noch komischer wird es werden, wenn man dann den Märtyrern begegnet (Ich habe so unter meiner Missachtung gelitten vs Ich habe mich gefreut mein Blut zu gebe


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 Teetasse 25. März 2014 

Mir ist das mit den Anullierungen eh ein Rätsel

Weil für jede Trauung ein Protokoll gemacht wird.
Ist es denn so schwer nach einer Trennung allein zu bleiben? Ich weiß nicht wo das Problem ist? Viele Eheleute beneiden Singels, weil die machen können was sie wollen.
Und alle, die umbedingt nochmal heiraten wollen, können doch evangelisch werden. Das sind doch auch Christen. Warum muss man immer wieder versuchen die katholische Kirche zu verbiegen, die 2000 Jahre das Ehesakrament verteidigt hat, nur weil man nicht evangelisch werden will wenn man schon nochmal heiraten will? Ich bin mir sicher, dass jeder, der sich wirklich mit dem katholischen Glauben verbunden fühlt, sich sowieso ans Ehesakrament hält. Es schimpfen doch nur die, die immer schimpfen, die immer nach irgendwas suchen um einen Grund zu haben, dass sie keinen Bock auf Kirche und Glauben haben. Sie werden auch weiterschimpfen und immer was finden und sei es eine Badewanne für 15000.- Euro, die es gar nicht gibt. Dann wird halt was erfunden.


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 Schimmelreiter 25. März 2014 

@ Triceratops

Ganz so einfach und pauschal ist das mit der Annullierung auch nicht. Es gilt immernoch: Consensus facit matrimonium. Die Übereinstimmung des Willens läßt die Ehe zustande kommen. Besonders Formfehler führen nicht automatisch zur Ungültigkeit, wenn die Ehe im guten Glauben geshclossen wurde. Ich kann das hier nur sehr verkürzt angeben, empfehle Ihnen, sich die can. des CIC in Ruhe durchzulesen und evtl. die Literatur dazu zu konsultieren, z.B. von Reinhold Sebott SJ "das kirchliche Eherecht".


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 carl eugen 25. März 2014 

Lieber @Mnich!

Was Sie schreiben weiss ich schon. Mir geht es darum, wir werden uns damit abfinden müssen, dass auf der kommenden Bischofssynode das Thema der WvG breiten Raum einnehmen wird, und dass die Bischöfe den WvG auf die eine oder andere Weise entgegen kommen WERDEN. Da nützt es auch nichts, dass wir uns dagegen streuben. Und in diesem Fall, so meinte ich, ist mir eine Erleichterung der Annulierungspraxis lieber als die Zulassung zu den Sakramenten. Denn eines steht fest, eines von beidem wird kommen. Jetzt können Sie sich selbst mal die Frage stellen, welche Vorgehensweise ist Ihnen lieber? Was mich angeht, so ziehe ich die Eheannulierung der Zulassung zu den Sakramenten vor!
Liebe @serafina!
Da kann ich Sie absolut beruhigen. Kinder aus einer annulierten Ehen sind und bleiben in den Augen der Kirche eheliche Kinder. Machen Sie sich deswegen keine Sorgen!
Gott segne Sie Beide!


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 Bonifaz2010 25. März 2014 
 

"Eine Erleichterung des Annulierungsprozesses 'wäre ein wunderbarer erster Schritt'."

Das ist wirklich eine Forderung, die fassungslos macht. Schon jetzt finden in Nordamerika weltweit die meisten Eheannullierungen statt; in den USA sind die entsprechenden Verfahren seit dem Konzil derart in die Höhe geschossenen, dass für den normalen US-Katholiken die Eheannullierung die katholische Art der Ehescheidung geworden ist. Joahnnes Paul II. hatte explizit vor dieser Entwicklung gewarnt:

http://kath.net/news/6916


http://kath.net/news/6916


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 Scotus 25. März 2014 

Haben wir keine anderen Probleme?

Geehrte(r) @Mnich! Sie sprechen einen Punkt an, der nicht uninteressant ist. Die Kommunion für Wiederverheiratete Geschiedene ist neben dem Frauenpriestertum, der Zölibatsfrage und der "Homo"-Ehe, eine der vier Punkte auf der Agenda gewisser kirchlicher Kampftruppen.

Diese Diskussion ist nur ein weiteres Indiz dafür, wie die Kirche um sich selbst kreist, statt an die Ränder zu gehen, wo Seelsorge und Evangelisation wirklich notwendig wären. Gehen wir dort hin, dann sehen wir, dass diese Diskussion in Wirklichkeit nur eines bedeutet: nämlich das Schwimmen im eigenen Saft.


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 serafina 25. März 2014 
 

Eheannullierung

Und wer denkt dabei an die Kinder,
die aus einer annullierten Ehe hervorgegangen sind?
Würden diese dann als "uneheliche Kinder" gelten?


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 Benedikt von Nursia 25. März 2014 
 

Zwei paar Stiefel...

Dass eine Ehe scheitern kann, ist das eine. Es kann durchaus gute Gründe geben, sich von seinem Partner trennen zu müssen (Gewalt, ein Partner, der sich von der Kirche abwendet und den Glauben des anderen nicht akzeptiert,....)
Die andere Seite ist aber: Niemand, dessen Ehe gescheitert ist, wird gezwungen, eine neue zivilrechtliche Verbindung einzugehen!!! Und Geschiedene sind NICHT von den Sakramenten ausgeschlossen!


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 Stefan Fleischer 25. März 2014 

jenen zu helfen, deren Ehe zerbrochen ist

Warum redet man immer von zerbrochenen oder gescheiterten Ehen? Warum redet niemand von gebrochenen Versprechen, Versprechen, die nicht nur vor den Menschen und der Kirche, sondern auch vor Gott gegeben wurden? Liegt denn das Problem heute nicht darin, dass viel zu viele Versprechen (nicht nur Ehe- sondern z.B. auch Zölibatsversprechen und andere) gebrochen werden, ohne dass man sich deswegen irgend einer Schuld bewusst ist?


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 Mnich 25. März 2014 
 

Carl Eugen

Carl Eugen möge sich bitte näher informieren. REs gibt da schon Möglichkeiten, die im CIC vorgesehen sind. Allerdings müssemn wir uns vor Generalklauseln wie "Härtefall" usw. hüten, denn dann geht es um Scheidung, diese ist eben nicht möglich. Ich verstehe auch nicht, dass wir uns wegen Mitchristen, die Probleme haben, auf den Kopf stellen müssen. So viele gehen nicht zur Kommunion und ausgerechnet bei dieser Gruppe wird das hochthematisiert.


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 Triceratops 25. März 2014 
 

Mein Problem dabei:

"Eheannulierung" bedeutet "Feststellen, dass es diese Ehe nie gegeben hat."
Falls jetzt die Annullierung erleichtert werden sollte, würde das bedeuten, dass es noch mehr Ehepaare geben wird, die gut miteinander leben und gar nicht wissen, dass sie in Wirklichkeit überhaupt nicht verheiratet sind. Damit würde die kirchliche Eheschließung endgültig zur Farce.


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 Christoph 25. März 2014 
 

Ungültig!

Wenn man sich genau anschaut, wie die katholischen Eheschließungen in den deutschsprachigen Ländern vor sich gehen/bzw. zustande kommen, kann man annehmen, dass eine GROSSE Anzahl ungültig zustande kommt.
Die zuständigen Diözesen sind nicht daran interessiert, diesbezüglich etwas zu verändern.
Das Einzige was die meisten wollen ist, das geschiedene Wiederverheiratete zur Kommunion gehen dürfen.
Das ist eben der bequemste Weg, da muss man nicht die Lehre der Kirche zu Ehe und Familie weitergeben und spart sich den zu erwartenden Widerspruch von der (romfernen, liberalen, bibelkritischen,etc. ) "Basis", der Gesellschaft und den Medien!


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 Martyria 25. März 2014 

1. Meinen Schülern versuche ich stets zu vermitteln - die Gelegenheit dazu gibt es in fast allen Jg.Stufen der weiterf. Schulen -, dass man wissen muss, auf was man sich bei und ab der kath. Eheschließung einlässt: wie schön und erfüllend das sein kann, welche Aufgaben und Pflichten beiden Partnern zukommen, welche Verantwortung man trägt und natürlich insbesondere, dass das gesamte Eheleben Sakrament ist und nicht nur dieser eine romantische Tag. In Weiß kann man auch vor dem Standesbeamten auflaufen.

Das geschieht aber im Rel.Unterricht in genere viel zu wenig, auch weil Kirchenrecht und Glaubenslehre z.T. unterminiert / abgelehnt werden. Es wäre Sache der Bischöfe, so etwas anzumahnen und einzelne Kollegen ins "Gebet" zu nehmen. Eine Illusion. Für das Bußsakrament gilt dies analog.

2. M.W. bauen seit Jahrzehnten bestimmte Pfarrer bei der Feier der Trauung bewusst Formfehler ein, damit auch nach Jahren eine Annullierung möglich ist. Wenn das der Weg ist, dann gute Nacht.


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 carl eugen 25. März 2014 

Sagen wir es mal so.

Auf die eine oder andere Art wird die Bischofssynode den WvG entgegenkommen, das steht für mich fest. Und da ist mir ganz ehrlich eine Erleichterung der Eheannulierung lieber, als die Zulassung zu den Sakramenten. Wenn z. B. die Annulierung einer Ehe, in der der Ehemann massive Gewalt auf seine Ehefrau ausübt, erleichtert wird, finde ich das in Ordnung. Wie gesagt, die Annulierung in höchst schwerwiegenden Fällen zu erleichtern ist eine akzeptable Vorgehensweise, und ich denke, dass würde auch die Unauflöslichkeit der Ehe nicht in Frage stellen, zumindest sehe ich das so. Ich bin allerdings kein Theologe.
Eine Zulassung WvG zu den Sakramenten darf es unter keinen Umständen geben, das wäre der Untergang des Ehesakraments und damit in letzter Konsequenz der Untergang der Kirche, davon bin ich überzeugt!


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 Wiederkunft 25. März 2014 
 

Erster Schritt

Wenn der erste Schritt getan ist, folgt in der Regel der Zweite. Wohin geht die Reise? " Alle die in ihrer Ehe gescheitert sind", ich kann diesen Satz nicht mehr hören, denn es sollte besser heißen:" Alle die in ihrer Ehe den Beistand Gottes zu wenig suchten und ihre Ehe scheitern liesen"!


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 Teetasse 25. März 2014 

Finger weg vom Annulierungsprozess

Wer denkt eigentlich an all die Eheleute, die sich gerade auf das Ehesakrament verlassen und darauf ihr Leben aufbauen? Für die ist eine Annulierung noch viel schlimmer als eine Scheidung. Annulierung bedeutet, die Ehe hat von Anfang an nicht bestanden. Das sollte allen klar sein! 20 Jahre Ehe: Von Anfang an nicht bestanden! Weiß der Herr, was das bedeutet? Nur weil der andere nochmal heiraten will? Das schadet erst dem Ruf der Kirche und dem Ehesakrament.
Ich gebe @chriseeb74 völlig recht. Es müsste mindestens ein Wochenende Ehevorbereitung vorgeschrieben werden in denen das Kirchenrecht durchgesprochen wird. Ich kenne genügend Eheleute, die obwohl seit Jahren katholisch verheiratet keine Ahnung von Nichtigkeitsgründen haben und auch keine Ahnung davon, dass sie als "Zivil Wiederverheiratete" nicht empfangen dürften. Die Leute müssen mehr aufgeklärt werden. Aber kein Pfarrer verliert auch nur ein Wort in der Messe über die Ehe.


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 chriseeb74 25. März 2014 
 

Ein Denkanstoß...

Bei der Ehe handelt es sich um ein Sakrament. Es ist wichtig, dies den Menschen bei der kirchlichen Hochzeit klar zu machen. Bei Kommunion und Firmung gibt es entsprechende Vorbereitungen seitens der Kirche. Beim Ehesakrament nur ein Gespräch, manches Mal auch gar nichts.
M.E. muss die Kirche auf Grund der herrschenden "Null-Ahnung"- und "Null-Bock"-Generation auf Kirche verbindliche Ehevorbereitungsseminare anbieten.
Viele Menschen heiraten nur kirchlich, weil es ein netter Punkt des Gesamtfestes ist und wissen quasi nichts über die sakramentale Bedeutung.
Andere heiraten kirchlich um dem künftigen Partner einen Gefallen zu tun.
Fazit: Nicht nur das Sakrament der Buße, sondern auch das der Ehe ist in einer schweren Krise.
Die Kirche braucht dringend einen Befreiungsschlag OHNE die Unauflöslichkeit der Ehe zu gefährden!


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 Mnich 25. März 2014 
 

Annullierungsprozeß

Ich empfehle dringend, die Nichtigkeitsklage nicht zum ersatzinstrument der Scheidung zu machen. es gibt genug Gründe für die Annullierung. Durch weitere Möglichkeiten darf das Band (vinculum) nicht gebrochen werden. Im Übrigen kann die Kirche gar nicht anders entscheiden. Wir müssen auch mit der Zwangsvorstellung aufhören, es allen gerecht machen zu wollen. Die von zivilrechtlicher Scheidung Betroffenen sollten auch rechtzeitig mit der Kirche in Verbindung treten.


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