Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  3. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  4. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  5. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  6. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  7. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  8. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  9. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  10. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  11. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  12. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  13. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. 'Glaube ist kein PR-Problem': US-Burger-Kette verweigert Entfernung von Bibelversen

Metropolit warnt vor Umwandlung der Hagia Sophia in Moschee

4. Dezember 2013 in Chronik, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der griechisch-orthodoxe Metropolit von Deutschland, Augoustinos, hat die türkische Regierung davor gewarnt, die Hagia Sophia in Istanbul wieder zu einer Moschee zu machen.


Berlin (kath.net/KNA) Der griechisch-orthodoxe Metropolit von Deutschland, Augoustinos, hat die türkische Regierung davor gewarnt, die Hagia Sophia in Istanbul wieder zu einer Moschee zu machen. Ein solcher Schritt würde das «Aufgeben eines Erfolgsmodells» bedeuten, sagte Augoustinos, der auch Vorsitzender der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland ist, am Mittwoch in Berlin. Die Türkische Republik habe in dieser Angelegenheit «sozusagen die Quadratur des Kreises geschafft», indem sie dieses Weltkulturerbe, das für zwei monotheistische Religionen «wichtig, ja heilig» sei, der gesamten Menschheit als Museum zur Verfügung gestellt habe.

Der Metropolit zeigte sich überzeugt, «dass eine Umwandlung dieses Gebäudes in eine Moschee einen enormen Prestigeverlust für die Türkei und eine irreparable Schädigung ihres Ansehens in der Welt zur Folge haben würde». Im November hatte der türkische Vizeministerpräsident Bülent Arinc entsprechende Pläne für die Hagia Sophia angedeutet, nachdem bereits die gleichnamigen ehemaligen Kirchen in Iznik (dem antiken Nizäa) und Trabzon wieder zu Moscheen umgewandelt werden sollen, als die sie im Osmanischen Reich bis 1923 genutzt worden waren.


Augoustinos äußerte sich zum Beginn einer Konferenz in Berlin zur Situation der Religionsfreiheit in der Türkei. Im Titel der Tagung nehmen die Veranstalter, die Archonten des Ordens zum Heiligen Andreas - ein in den USA ansässiger Laienorden des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel, ausdrücklich Bezug auf den Fall der Berliner Mauer 1989.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, bezeichnete in seinem Grußwort die Überlegungen in der Türkei zur Umwandlung der Hagia Sophia ebenfalls als «Rückschritt». Dabei hätte die Fortschritte des Landes im Bereich der Justiz und die angekündigte Rückgabe von Ländereien an das orthodoxe Kloster Mor Gabriel zu «berechtigten Hoffnungen» auf Fortschritte bei der Religionsfreiheit Anlass gegeben, meinte Schneider. Während in Deutschland die Muslime ihren Glauben in voller Freiheit leben könnten, sei dies in der Türkei für orthodoxe, katholische oder evangelische Christen nicht der Fall, kritisierte der Ratsvorsitzende.

In Videobotschaften wandten sich der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., sowie die frühere US-Außenministerin Hillary Rodham Clinton an die Konferenzteilnehmer. Bartholomaios forderte darin volle religiöse Rechte für alle Minderheiten «in der Türkei und in der ganzen Welt». Die «negativen Mauern der Feindschaft und des Verdachts» müssten eingerissen werden, so der Patriarch. Clinton betonte, die Religionsfreiheit sei ein «fundamentales Menschenrecht». Ausdrücklich erinnerte sie an ihre Bemühungen als Außenministerin um die Wiedereröffnung der 1973 vom türkischen Staat geschlossenen Theologischen Hochschule des Patriarchats in Chalki.

Für Verstimmung unter den türkischen Teilnehmern der Konferenz sorgte der Vorsitzende der Planungsgruppe, George C. Rockas, der im Blick auf die Türkei von einem «religionsbasierten Apartheid-System» sprach. Er bezog sich dabei auf eine kürzlich bekannt gewordene «Kodierung» nichtmuslimischer Minderheiten in der türkischen Verwaltung. Dabei erhielten etwa Griechen die Nummer 1 und Armenier die Nummer 2. «Bis zum Sommer 2013 wusste niemand, dass es dieses System gibt» so Rockas. Die Nummern legten etwa fest, welche Schulen die Kinder der jeweiligen Gruppe besuchten. Mit einem solchen System stelle die Türkei kein Modell der Demokratie in der islamischen Welt dar, meinte Rockas.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Türkei

  1. Katholisch sein in Istanbul - Philip und Diana erzählen
  2. Erste fliegende Papst-Pressekonferenz: Lob für Vermittler Erdogan
  3. Papst-Attentäter Mehmet Ali Agca wollte in Iznik mit Papst Leo reden
  4. Papst Leo XIV. in Ankara gelandet
  5. Erster Kirchen-Neubau in Türkei seit 100 Jahren eröffnet
  6. "Lasst uns weiterhin auf Gott und Seine heilige Vorsehung vertrauen"
  7. Erster Kirchen-Neubau in Türkei seit 100 Jahren vor Eröffnung
  8. Christlicher Missionar aus Türkei ausgewiesen
  9. Chalki-Wiedereröffnung: Orthodoxer US-Bischof appelliert an Erdogan
  10. Laschet verbietet der Presse Fragen zu „Ditib“







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  3. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  4. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  5. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  6. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  7. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  8. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  9. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  10. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  11. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  12. 'Woke Left' ist die 'wütendste und exklusivste Spaltungsbewegung in der Geschichte'
  13. „Es ist verlockend aber zweifelhaft zu glauben, wir müssten mit den Moden der Welt Schritt halten“
  14. Mexiko in Angst: Priester spenden auf einem Dach eucharistischen Segen
  15. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz