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Kroatien: Volksabstimmung zum Schutz der klassischen Ehe

29. November 2013 in Aktuelles, 9 Lesermeinungen
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750.000 Unterschriften in nur zwei Wochen zwingen die linke Regierung in Kroatien, gegen ihren Willen eine Volksabstimmung für einen Verfassungsschutz der klassischen Ehe durchzuführen


Zagreb (kath.net/cz) Im Mai 2013 konnten in Kroatien innerhalb von nur zwei Wochen über 750.000 Unterschriften zum Schutz der klassischen Ehe und Familie gesammelt werden. Dazu hatte eine breite Allianz verschiedener Gruppierungen aufgerufen. Dieses eindrucksvolle Ergebnis zwingt nunmehr die kroatische Regierung zu einer Volksabstimmung am 1.12. über die Einführung eines Verfassungsgesetzes, mit dem der klassische Ehebegriff, bestehend aus einem Mann und einer Frau, geschützt und rechtlich abgesichert werden soll. Allein schon das hohe Ergebnis (die 750.000 Unterschriften müssen ins Verhältnis zur den etwa 4 Millionen Einwohner gesetzt werden, darin sind die nicht Wahlberechtigten mit einschlossen) stellt eine große Schlappe für die Homosexuellenverbände und Genderideologen dar, die eben dieses klassische Eheverständnis aufweichen oder gänzlich abschaffen wollen.


Die linke Regierung, bestehend aus der großen sozialdemokratischen Partei (dem direkten Nachfolger der vormaligen Kommunisten) und ihrem kleinen Koalitionspartner (der Liberalen Partei), versuchen massiv Stimmung gegen dieses Volksabstimmung zu machen und die Bevölkerung zu einer Ablehnung zu bewegen. Diese Woche fand dazu eine Großveranstaltung auf dem Hauptplatz in Zagreb, dem Ban Jelacic Platz, statt. Bei eisigen Temperaturen fanden sich ca. 3000 Anhänger der Regierung ein, um einem Rockkonzert und diversen Agitatoren zu lauschen. Die meisten Sprecher schienen allerdings tatsächlich noch der alten Garde der vormaligen Kommunisten anzugehören und konnten schon alleine aufgrund ihres Alters kaum das junge Kroatien der Zukunft zu vertreten.

Medial besonders beachtet wurde in diesem Zusammenhang erst vor wenigen Tagen der Fall des bekannten Studentenseelsorgers der Universität Zagreb, Pater Damir Stojic. Bekannt für seine Mitarbeit bei der Pro-Familien Plattform, seine berühmten Predigen zum Thema Ehe und Familie und sein Eintreten für die "Theologie des Leibes" von Papst Johannes Paul II, steht er immer wieder im Zentrum von Angriffen seitens führender Intellektueller und Politiker der Linken. Erst kürzlich forderten ihn sogar seine unmittelbaren Vorgesetzten auf, nicht mehr zu diesen Themen zu sprechen und zu predigen. Wie Pater Stojic erfahren konnte, kam diese Intervention direkt aus dem Büro des kroatischen Premierministers. Die kroatische Tageszeitung Vecernji List, hat am 26. Nov. darüber berichtet.

Eine Plattform von linken Intellektuellen verglich das Gedankengut der Initiatoren dieser Volksabstimmung mit dem vorherrschenden faschistischen Gedankengut in Deutschland in den 1930er Jahren.

Trotz all dieser Bemühungen, die Initiative zu unterlaufen und zu schädigen, zeichnet sich derzeit ein Erfolg der Volksabstimmung und damit eine Verankerung des klassischen Familienbegriffs in der kroatischen Verfassung ab. Dies wäre auch richtungsweisend für die Europäische Union und weitere europäische Länder.


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