Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Die Berufung auf die Tradition gegen die Kirche von Rom ist ein Widerspruch in sich“
  2. Ein unvermeidliches Schisma?
  3. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  4. Christian Würtz ist neuer Bischof von Eichstätt!
  5. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  6. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  7. Taylor Marshall zu FSSPX: Diese liturgische Neuerung ist eindeutig ‚nicht traditionell‘
  8. Leo XIV. auf Lampedusa: Zum Nächsten wird man!
  9. „Die große Würde des Priestertums besteht …“
  10. Busfahrer rollt seinen Gebetsteppich aus, betet Richtung Mekka und unterbricht die Fahrt minutenlang
  11. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  12. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  13. Bischof Hansen von Oslo will Angebot für 'Alte Messe' ausbauen
  14. Bereits vierte Kirchenübergabe an Kopten in Wien
  15. Ignat Solschenizyn: ‚… wir wurden um unseren kostbarsten Besitz gebracht: unser inneres Leben‘

Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom

3. Februar 2026 in Österreich, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Seit 2022-2023 warten Gläubige aus der Diözese Linz auf die Beantwortung von Einsprüchen. Doch aus Rom gibt es keine Antworten. Jetzt wird eine Säumnisklage überlegt


Linz (kath.net) Ignoriert Rom die Einsprüche gegen die Pfarraufhebungen in der Diözese Linz oder ist der Vatikan aufgrund der schieren Masse an Eingaben schlichtweg überfordert? Fakt ist, dass es in der Diözese Linz in den vergangenen zwei bis drei Jahren hunderte Einsprüche gegen die umstrittenen Pfarrauflösungen gab. Sogar gegen die Aufhebung der eigenen "bischöflichen" Dompfarre in Linz wehrten sich Gläubige juristisch.

Besonders massiv war der Widerstand im vergangenen Herbst gegen die Auflösung der bei Gläubigen sehr beliebten Herz-Jesu-Pfarre in Linz: Über 80 Personen legten Einspruch ein und wandten sich sowohl an den Diözesanbischof als auch über die Nuntiatur direkt nach Rom. Der Bischof von Linz schien angesichts der Flut an Schreiben vor Weihnachten so überfordert, dass er auf die Einsprüche nur noch mit einer Sammelantwort reagieren konnte.


Obwohl die ersten Einsprüche gegen Pfarrauflösungen in der Diözese Linz bereits aus den Jahren 2022 und 2023 datieren, steht eine Entscheidung aus Rom noch immer aus. Ein Pfarrer der Diözese, der namentlich nicht genannt werden möchte, kritisierte gegenüber kath.net die lange Wartezeiten: „Es ist ein Skandal, dass die Einsprüche in Rom nicht beantwortet werden.“ Inzwischen wird unter den Betroffenen sogar die Möglichkeit einer Säumnisklage in Rom geprüft.

Im Kirchenrecht ist der Einspruch beim Vatikan gegen die Auflösung einer Pfarrei als verbrieftes Recht der Gläubigen verankert. Ein solches Verfahren – im Fachjargon „hierarchischer Rekurs“ bei der Kleruskongregation genannt – kann jedoch durchaus mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Dass dieser Weg erfolgreich sein kann, bewiesen Gläubige vor einigen Jahren im Bistum Trier: Dort wollte Bischof Stephan Ackermann hunderte kleine Pfarreien zu wenigen „Pfarreien der Zukunft“ verschmelzen. Rom stoppte das Vorhaben nach zahlreichen Protesten mit der Begründung, dass eine Pfarrei keine bloße Verwaltungseinheit, sondern eine „Gemeinschaft von Gläubigen“ sei. Eine Fusion dürfe die Identität dieser Gemeinschaft nicht einfach auslöschen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Christian Würtz ist neuer Bischof von Eichstätt!
  2. „Die Berufung auf die Tradition gegen die Kirche von Rom ist ein Widerspruch in sich“
  3. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  4. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  5. Taylor Marshall zu FSSPX: Diese liturgische Neuerung ist eindeutig ‚nicht traditionell‘
  6. Busfahrer rollt seinen Gebetsteppich aus, betet Richtung Mekka und unterbricht die Fahrt minutenlang
  7. Papst zieht auch in Castel Gandolfo zurück in seinen Palast
  8. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  9. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  10. Ignat Solschenizyn: ‚… wir wurden um unseren kostbarsten Besitz gebracht: unser inneres Leben‘
  11. Bischof Hansen von Oslo will Angebot für 'Alte Messe' ausbauen
  12. Ein unvermeidliches Schisma?
  13. Niederlande: Erstmals Tötung eines Kindes unter zwölf Jahren im Rahmen der aktiven Sterbehilfe
  14. Kirche SOS
  15. Leo XIV. auf Lampedusa: Zum Nächsten wird man!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz