Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  7. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  8. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  9. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  10. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  11. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  12. Wir können NICHT schweigen!
  13. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  15. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“

Trauern wir künftig 'online'?

28. Oktober 2013 in Spirituelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das Internet spielt mit der Sehnsucht nach Unsterblichkeit


Oldenburg (kath.net/idea) Das Internet bietet neue Möglichkeiten zum Trauern um einen lieben Menschen. Darauf weist der Beauftragte für Internetentwicklung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg, Tom Oliver Brok (Oldenburg), hin. Während die Bedeutung der Familiengräber auf Friedhöfen schwinde, entstünden immer mehr Erinnerungsorte im weltweiten Netz. Dabei spiele das Internet mit der Sehnsucht nach Unsterblichkeit. „Auch wenn der irdische Lieb verblichen ist und die Erinnerungen der Menschen allmählich verschwimmen, so lässt sich die Hoffnung inszenieren, mit einer persönlichen Seite in Bild und Ton zu ‚überleben’“, schreibt Brok im oldenburgischen Kirchenmagazin „Horizont E“. Gedenkseiten im Internet böten Orte, um das Leben eines Menschen umfänglich in Bildern und Texten darzustellen. Auch die Stimme bleibe als Tondokument erhalten. Ferner sei beispielsweise ein Video mit einer Botschaft an die Nachwelt denkbar. So entstehe ein virtueller Erinnerungsraum, der für verstreut wohnende Familienangehörige und Freunde überall und immer abrufbar sei. Brok: „Der virtuelle Friedhof ist für die Bedürfnisse einer mobileren Gesellschaft wie gemacht.“


Trauern mit Facebook-Freunden

Die Nachfrage werde größer. Auch Zeitungsverlage böten die Möglichkeit, dass die Traueranzeige ebenfalls im Internet erscheine. Besonders bei tragischen Unglücksfällen nutzten viele das Internet, um durch Einträge in Kondolenzlisten und Gästebüchern ihrer Verzweiflung Ausdruck zu verleihen. In Sozialen Netzwerken brächten Menschen ihren ganzen Alltag zur Sprache. Sie teilten ihren Schmerz mit Facebook-Freunden oder suchten bei Trauerportalen Hilfe.

QR-Code auf dem Grabstein

Freilich kann das Internet, wie Brok weiter ausführt, einen Gang über den Friedhof nicht kopieren: „Wer die Vögel in den Bäumen singen hört oder eine Blume mit eigenen Händen eingräbt, findet Trost für seine Seele. Daher pflegten die Kirchen ihren traditionellen Friedhof weiter. Sie sollten ihn aber zusätzlich im Internet „begehbar machen“ und virtuelle Trost- und Gedenkräumen anbieten, so Brok. Eine Verbindung stecke in der Idee, Grabsteine mit einem sogenannten QR-Code auszustatten. Diesen kann man mit einem Smartphone scannen und so auf eine persönliche Gedenkseite im Internet gelangen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Internet

  1. Papst an Mathematiker: Digitalen Raum menschlich gestalten
  2. Soros‘ Open Society Stiftungen unterstützen linke britische Internet-Wachorganisation
  3. USA: Keine Visa für Verantwortliche von Internet-Zensur
  4. Katholischer Podcast auf Platz 1 bei Apple Podcasts
  5. ‚Trusted Flagger’ – Meldestelle für fragwürdige Inhalte oder Zensur im Internet?
  6. Britische Behörden gehen rigoros gegen ‚Hassverbrechen’ in sozialen Medien vor
  7. Gesetz gegen ‚Hassrede’ in Irland könnte weltweite Internetzensur zur Folge haben
  8. 63 Prozent der Suchergebnisse auf Google News sind linkslastig
  9. Benutzerfreundliche Version der ‚Summa Theologiae’ im Internet verfügbar
  10. BREAKING NEWS - Facebook sperrt kath.net-Co-Herausgeber Christof Zellenberg nach Urlaubsvideo







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  4. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?
  5. Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu
  6. Finnische Langzeitstudie: Anstieg an psychiatrischen Erkrankungen nach ‚Geschlechtsumwandlung‘
  7. Neuer Eichstätter Bischof Würtz will jetzt beim deutsch-synodalen Irrweg mitmachen
  8. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  9. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  10. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  11. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  12. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  13. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  14. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  15. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz