Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischof Heiner Wilmer empfängt Kommunion aus den Händen einer Laiin
  2. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  3. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  4. Großbritannien: Blühende Tradi-Franziskaner-Kommunität steht vor der Auflösung
  5. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  6. Wahrheit ist heilsrelevant
  7. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  8. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  9. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  10. Kardinal Kasper warnt deutsche Kirche vor Arroganz: „Beste Methode, sich unbeliebt zu machen“
  11. Ritus, Zeichen und Symbol: Der Weg zum Mysterium
  12. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  13. Weltweiter Rosenkranz für den Frieden am 30. Mai mit Papst Leo XIV. – Übertragung aus dem Vatikan
  14. Papst an Pfadfinder: „Ihr verbindet auf kluge Weise das Buch der Natur mit dem Wort Gottes“
  15. Die große Kraft der Marienverehrung in der Endzeit

'Wir bitten alle Gläubigen, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen'

5. September 2013 in Deutschland, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bayrische Bischöfe erinnern im Wort zur Landtagswahl an unverzichtbare christliche Werte: Würde des Menschen von Anfang bis Ende, Schutz von Ehe und Familie, Einsatz für Flüchtlinge, Bewahrung der Schöpfung


München (kath.net/pem) Die bayrischen Bischöfe rufen die Katholiken dazu auf, bei der bevorstehenden Landtagswahl von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Dabei sprechen sie keine Wahlempfehlung aus, erinnern aber gleichzeitig daran, dass die christlichen Werte „zum unverzichtbaren Wertebestand“ unserer Kultur gehören.

Wort der bayerischen (Erz-)Bischöfe
Zur bayerischen Landtagswahl am 15.09.2013

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,
als katholische Christinnen und Christen leisten wir aus dem Glauben heraus und in Verantwortung vor Gott einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung unserer Gesellschaft. Wir setzen uns für das Gemeinwohl ein, indem wir Ehrenämter übernehmen, soziale Berufe ausüben und uns in der Politik engagieren, aber auch indem wir für das Gemeinwesen beten und in Ehe, Familie und Beruf Zeugnis geben für das Evangelium vom Reich Gottes. Solches Handeln und Beten hat seinen Ursprung in der Nachfolge Christi. Unser Herr Jesus Christus ist Mensch geworden, um die Welt zu verwandeln, ja zu retten. Wir Frauen und Männer, Priester und Laien in der Kirche sind aufgerufen, unsere Welt zu gestalten, engagiert und solidarisch mit all denjenigen, mit denen wir in einer offenen Gesellschaft zusammenleben.


Gerade in Zeiten von Wahlen kommen vor allem jene Christinnen und Christen in den Blick, die in unterschiedlichen Parteien ihre politischen Überzeugungen nach bestem Wissen und Gewissen einbringen. Dabei bleibt es nicht aus, dass auch unterschiedliche Wege eingeschlagen werden, um anstehende Probleme zu lösen und gesellschaftliche Herausforderungen im Geist des Evangeliums und mit den Prinzipien der Katholischen Soziallehre zu bewältigen.

Auf der Grundlage unserer christlichen Kultur und unseres gerade auch vom christlichen Glauben geprägten Zusammenlebens gehören zum unverzichtbaren Wertebestand die von Anfang bis Ende des Lebens unverlierbare Würde des Menschen als Ebenbild Gottes, die Ehrfurcht vor Gott und die Achtung religiöser Überzeugungen, die Bewahrung der Schöpfung, die Sorge um Kranke, Behinderte und Benachteiligte, der Einsatz für soziale Gerechtigkeit, das Engagement für Menschen, die auf der Flucht sind und in unserem Land Schutz suchen, der Schutz von Ehe und Familie als wichtigster Keimzelle der Gesellschaft.

Wir sind dankbar für das gute Miteinander von Staat und Kirche in Bayern. Daran wollen wir in partnerschaftlicher Weise festhalten, uns immer neu den Sorgen der Welt öffnen und uns engagieren für alle Menschen, besonders die Schwachen, Armen und Kranken.

Die Zukunft unserer Gesellschaft kann nur dann gelingen, wenn sie als Gemeinschaftsaufgabe verstanden wird. Denn wir alle tragen Verantwortung für unser Gemeinwesen, die wir auch wahrnehmen, wenn wir von unserem Wahlrecht Gebrauch machen. Beim Weltjugendtag in Brasilien betonte Papst Franziskus, dass die Zukunft eine humanitäre Sicht der Wirtschaft verlange, Elitäres vermeiden und Armut ausmerzen müsse. Er rief die Menschen auf, eine Welt der Gerechtigkeit, der Liebe, der Brüderlichkeit und der Solidarität zu bauen.

Die Wahl ist ein wichtiger Beitrag für unsere Demokratie. Wir bitten alle Gläubigen eindringlich, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen und Kandidatinnen und Kandidaten die Stimme zu geben, die sich für die Werte und Ziele engagieren, die mit dem Geist des Evangeliums vereinbar sind und diese Werte befördern. Es geht darum, in christlicher Verantwortung mitzureden und mit zu entscheiden. Nach der Wahl gilt es, sich weiter zu engagieren und aufmerksam am politischen Geschehen teilzunehmen.

Wir stehen als Kirche zu unserer Zusage, auch in Zukunft unseren Teil für ein menschenwürdiges, sinn- und wertorientiertes Zusammenleben zu leisten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bayern

  1. Ist Markus Söder katholisch geworden?
  2. "Segne Du, Maria, alle die mir lieb..."
  3. ‘Der Segen ist Audruck des Glaubens’
  4. Der bayerische Ministerpräsident besucht Maria Vesperbild
  5. „Jahrhundertbayer“ – Papst Benedikt XVI. auf Platz 2
  6. Söder: Papst ist „eine große moralische Instanz in der Welt“
  7. Das Kreuz ist Symbol unserer christlich geprägten Kultur!
  8. Bayern: Künftig ein Kreuz in jeder staatlichen Behörde
  9. Söder: Wer in Bayern leben will, muss sich anpassen
  10. Umstrittene Sexualerziehung-Richtlinien treten vorerst nicht in Kraft






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Bischof Heiner Wilmer empfängt Kommunion aus den Händen einer Laiin
  4. Weltweiter Rosenkranz für den Frieden am 30. Mai mit Papst Leo XIV. – Übertragung aus dem Vatikan
  5. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  6. Großbritannien: Blühende Tradi-Franziskaner-Kommunität steht vor der Auflösung
  7. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  8. Kardinal Kasper warnt deutsche Kirche vor Arroganz: „Beste Methode, sich unbeliebt zu machen“
  9. RTL-Journalistin Liv von Boetticher: „Habe die Bundespolizei zwei Nächte lang auf Streife begleitet“
  10. Abtreibung mit Holocaust verglichen? Geistlicher vom Religionsunterricht freigestellt
  11. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  12. Das brennende Herz des heiligen Philipp Neri: Ein wissenschaftlich dokumentiertes Pfingstwunder
  13. Warum haben alte Kirchen einen verborgenen Raum unter dem Altar?
  14. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  15. Arche-Noah-Nachbildung feiert 10-jähriges Jubiläum

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz