Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  2. Vertrauenskrise in der Kirche
  3. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  4. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  5. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  6. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  7. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  8. „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
  9. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  10. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  11. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  12. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  13. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität
  14. Yoga-Kongress am Geburtsort des heiligen Franz Xaver
  15. Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 ‚beunruhigend‘ und ‚verblüffend‘

CSU: Evangelische Kirche läuft Zeitgeist hinterher

12. März 2013 in Deutschland, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ex-CSU-Chef Erwin Huber kritisiert Äußerungen des EKD-Ratsvorsitzenden Schneider. Die evangelische Kirche sei in der Familienpolitik weit nach links gerückt


CMünchen/Düsseldorf (kath.net/idea) Mutlosigkeit und eine Orientierung am Zeitgeist hat der frühere CSU-Parteivorsitzende Erwin Huber (München) dem EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider (Düsseldorf) vorgeworfen.

Einem Bericht von „Welt-Online“ (Berlin) zufolge vertritt der Politiker in einem Brief an den Theologen die Ansicht, die evangelische Kirche sei in der Familienpolitik weit nach links gerückt und habe dabei ihre eigenen Werte – nämliche Ehe und Familie – verraten. „Wo bleibt denn, Herr Präses, die moralische Institution Kirche, wo bleibt das mahnende Wort zu Verantwortung für Partner und Kinder? Haben Sie keinen Mut?“, fragt Huber darin. Eine „sinnstiftende und zu Wertorientierung geforderte Institution wie die Kirche“ sollte nach seiner Auffassung, „den Menschen mehr geistige Nahrung geben“.


Hintergrund ist ein Interview der Tageszeitung „Die Welt“ mit Schneider. Darin hatte der EKD-Ratsvorsitzende als Beispiel für Liebe und gegenseitigen Respekt seine eigene Ehe angeführt. So hätten er und seine Frau Probleme bei der Freizeitgestaltung, weil sie keinen Sport mag. „Ich gehe mit ihr freiwillig eine Einschränkung ein. So soll das sein“, hatte Schneider erklärt. Nach Ansicht Hubers hat dieses „Luxusproblem“ mit der Lebenswirklichkeit aber nichts zu tun. Vereinsamte Männer, Frauen und Kinder, die unter Trennungen und der Erosion des klassischen Familienbildes litten, müssten sich verhöhnt vorkommen, wenn ihnen Freizeitgestaltung als großes Beispiel für Liebe und Respekt vorgeführt werde.

Die Kirche sollte ans Kindeswohl denken

Auch hatte Schneider das Betreuungsgeld als „Fehler“ bezeichnet. Man müsse sich zuerst darauf konzentrieren, ausreichend Betreuungsangebote zu schaffen. Dazu Huber: „Krass finde ich Ihre Feststellung ,Das Betreuungsgeld ist ein Fehler…’.“ Genauso redeten die Arbeitgeber, die Frauen und Mütter für den Produktionsprozess benötigten. „Arbeitgeberlobby denkt nicht ans Kindeswohl, die Kirche sollte es aber tun“, so Huber.

Und auch beim Ehegattensplitting hatte sich Schneider auf die Seite derjenigen geschlagen, die daran rütteln: „Wo zwei Ehepartner für sich sehr gut verdienen, braucht man kein Splitting.“ Man solle daher ruhig darüber diskutieren, ob man das Instrument aufgebe. Huber hat dafür kein Verständnis: „Vielleicht sollten Sie einen Fachmann befragen, bevor Sie sich dazu äußern.“ Das Ehegattensplitting bilde die Lebens- und Wertegemeinschaft Ehe im Steuerrecht ab. „Vielleicht gehört dieser Aspekt doch auch zur ehelichen Gemeinschaft.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Familie

  1. CDL kritisiert Pläne zur Abschaffung der Mitversicherung von Ehepartnern
  2. „Menschliches Leben ist Geschenk und muss mit Respekt, Fürsorge und Dankbarkeit angenommen werden“
  3. Zehn Gespräche, bevor man „Ja“ sagt
  4. Katholischer 'Familienverband Wien' wirbt mit gleichgeschlechtlichen Paaren
  5. US-Bundesstaat Oregon verweigert Adoption für christliche Mutter
  6. Texas: Adoptionen im letzten Jahr um 30 Prozent gestiegen
  7. US-Unternehmen führt Babybonus für Mitarbeiter ein
  8. Kroatien: Regierung will Sonntagsöffnung deutlich einschränken
  9. Neigung vor Gott und Zuneigung zum Menschen
  10. Lebenslänglich für zwei Menschen






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  3. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  4. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  5. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  6. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  7. Vertrauenskrise in der Kirche
  8. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  9. Proteste gegen Auftritt von Kardinal Marx
  10. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  11. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  12. Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
  13. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  14. Warum die deutsche „Demokratie-Kirche“ keine Zukunft hat
  15. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz