Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  2. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  3. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  4. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  5. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  6. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  9. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  12. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  13. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  14. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  15. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

Denken, bevor man redet, schadet nicht!

4. Februar 2013 in Kommentar, 31 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Wortmeldung der deutschen Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger verblüfft insofern, als Präfekt Müller den Holocaust mit keinem Wort in den Mund genommen hatte. Ein Gastkommentar von Dominik J. Kraschl OFM


Würzburg (kath.net)
Der Präfekt der Glaubenskongregation, Bischof G. L. Müller, hatte kürzlich in einem Interview mit der Zeitung „Die Welt“ geäußert: „Gezielte Diskreditierungs-Kampagnen gegen die katholische Kirche in Nordamerika und auch bei uns in Europa haben erreicht, dass Geistliche in manchen Bereichen schon jetzt ganz öffentlich angepöbelt werden. Die daraus entstandene Stimmung sieht man in vielen Blogs. Auch im Fernsehen werden Attacken gegen die katholische Kirche geritten, deren Rüstzeug zurückgeht auf den Kampf der totalitären Ideologien gegen das Christentum. Hier wächst eine künstlich erzeugte Wut, die gelegentlich schon heute an eine Pogromstimmung erinnert.“


Die deutsche Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger attackierte Müller daraufhin in Der Welt am Sonntag scharf: „Vergleiche mit dem Holocaust sind geschmacklos, wenn es um unterschiedliche Auffassungen in unserer Gesellschaft zu aktuellen Fragen wie auch der Rolle der Ehe, Familie und eingetragenen Lebenspartnerschaften geht.“ Die Wortmeldung der Ministerin verblüfft insofern, als Müller den Holocaust mit keinem Wort in den Mund genommen hatte.

Kann die Ministerin, so fragt man sich unwillkürlich, zwischen "Pogrom" und "Holocaust" nicht unterscheiden, oder will sie es am Ende nicht? Der erste Fall ist wohl wenig wahrscheinlich. Der zweite käme einer „gezielten Diskreditierungs-Kampagne“ gleich. Eine solche würde Müllers Diagnose eindrücklich bestätigen, soll der Ministerin hier aber nicht unterstellt werden.

Bleibt noch die Möglichkeit, dass die Ministerin aus Müllers Worten „zu viel“ herausgehört hat und sich zu einer unüberlegten Kritik hat hinreißen lassen. In diesem Fall sollte man von ihr erwarten, dass sie sich für ihre deplatzierten Unterstellungen in gebührender Form entschuldigt. Auch eine Ministerin kann sich ja mitunter einmal in ihren Worten oder Vergleichen vergreifen.

DDr. Dominik J. Kraschl OFM lehrt Philosophie an der Katholisch-Theologischen Fakultät Würzburg

Das Interview mit Präfekt Müller in voller Länge auf kath.net: Präfekt Müller: Man muss über das Wesentliche reden!



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Bundesland Brandenburg plant Neutralitätsgesetz für Justiz: Kein Kopftuch, Kippa, Kreuz
  2. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  3. Botox? – Die unsichtbaren tragischen Folgen des Jugendwahns
  4. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  5. Zwischen Wölfen und Brüdern
  6. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  7. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  8. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  9. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  10. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt







Top-15

meist-gelesen

  1. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  2. Der Rosenkranz als Schule der Christusbetrachtung
  3. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  4. Belgien: Anteil der Euthanasiefälle in den letzten fünf Jahren verdoppelt
  5. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  6. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  7. Patrozinium im Mailänder Dom, während draußen Explosionen und Sirenen zu hören sind
  8. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  9. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  10. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission
  11. Papst sprach auch mit Selenskyj über Lage in Frontstadt Oleschky
  12. Apostolisch und nix anderes
  13. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'
  14. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  15. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz