Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  3. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  4. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  5. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  6. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  7. Menschenrecht auf Abtreibung?
  8. So fühlt sich Nachhausekommen an
  9. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  10. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  11. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  12. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  13. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne
  14. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  15. Bischöfliche Spökenkiekerei zum Jahreswechsel

Müller kritisiert evangelische Bilanz des Papstbesuchs

9. November 2011 in Deutschland, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischof von Regensburg: Sektiererische Grüppchen wie "Wir sind Kirche" können ökumenisch nur schaden und sind als Verbündete zur Schwächung der Katholischen Kirche zu meiden


Passau (kath.net/KNA) Der Vorsitzende der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Gerhard Ludwig Müller, hat die ernüchternde ökumenische Bilanz von evangelischer Seite nach dem Papstbesuch kritisiert.

Offenbar hätten einige wohl erwartet, Benedikt XVI. werde in Erfurt die katholische Kirche teilweise in eine evangelisch-konfessionelle Richtung lenken, sagte der Regensburger Bischof der «Passauer Neuen Presse» (Mittwoch). Das habe mit Ökumene nichts zu tun.

Müller äußerte sich betrübt über vereinzelte «unqualifizierte und polemische Äußerungen». Wer so spreche, müsse damit rechnen, «dass wir Katholiken das sehr ernst nehmen und diesen abschätzigen antikatholischen Tonfall scharf zurückweisen». Wenn die Polemik des 16. Jahrhunderts auf Dauer weitergeführt würde, wäre dies «der Tod der Ökumene». Der Bischof sagte, auf ihn wirke das wie der Versuch, 500 Jahre nach der Reformation nachträglich Recht zu bekommen.


Müller wandte sich gegen die Vorhaltung, der Papst habe Luther nicht ausreichend gewürdigt. Benedikt XVI. habe vielmehr den Punkt herausgegriffen, der auch ökumenisch fruchtbar sei, nämlich Luthers radikale Gottbezogenheit.

Der Bischof trat Versuchen entgegen, Papst und Bischöfe «gegen die angebliche Mehrheit der katholischen Bevölkerung» auszuspielen. Wer meine, er könne einen Teil der Katholiken auf seine Seite ziehen oder gar die katholische Kirche protestantisieren, folge dem «Konzept einer deutschen Nationalkirche unter preußisch-protestantischer Führung wie zur Kulturkampfzeit unter Bismarck».

Der Bischof warnte in diesem Zusammenhang vor aus seiner Sicht falschen Verbündeten. Dabei nannte er ausdrücklich «sektiererische Grüppchen wie 'Wir sind Kirche'».
Wörtlich sagte Müller: "Sektiererische Grüppchen wie "Wir sind Kirche" können ökumenisch nur schaden und sind als Verbündete zur Schwächung der Katholischen Kirche zu meiden. Diese Extremisten bringen nur weitere Spaltungen und blockieren den von Christus vorgeschriebenen Weg zur größeren Einheit im Glauben. Wer so agitiert, der versündigt sich am Willen Christi."

Skeptisch zeigte er sich außerdem gegenüber dem «Gerede», dass die Christen «an der Basis» in der Ökumene schon weiter seien. «Die Basis sind nicht die Laien und schon gar nicht Leute, die sich als Basis ausgeben», betonte er. Im Grunde genommen handele es sich dabei um nichts anderes als «konfessionellen Relativismus, mit dem man sich über die Lehren des Glaubens hinwegsetzt».

(C) 2011 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführender Link: Das Interview in der „Passauer Neuen Presse“

Foto: (c) Bistum Regensburg



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Evangelische Kirche

  1. 100.000 Euro von der EKD für Afghanen, damit diese Aufenthalt in Deutschland einklagen können
  2. Evangelische bayerische Landeskirche traut Homosexuelle
  3. Kein Platz für überzeugte AfD-Anhänger in der evangelischen Diakonie
  4. Evangelische Kirche in Österreich muss Pfarrstellen deutlich reduzieren
  5. Alexander Kissler: ‚Als Klimasekte haben die Kirchen keine Zukunft’
  6. CDU-Politikerin Motschmann fordert Rücktritt von EKD-Präses Heinrich
  7. ‚Tanzen gegen Rassismus’ – Zeitgeist in den Evangelischen Akademien Deutschlands
  8. Frankfurter Bibelhaus Erlebnis Museum bringt ‚Jesus als queere Person’ auf die Bühne
  9. EKD-Kopf Bedford-Strohm kündigt Kurswechel an - „Zusammenarbeit mit NGOs wie Sea-Watch“
  10. Weinhostien für das evangelische Abendmahl in Zeiten von Corona






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  4. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  7. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  8. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  9. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  12. "Der Herr ist wirklich in diesen Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig"
  13. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  14. Ein Frühstück für den Verleugner
  15. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz