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EKD-Kopf Bedford-Strohm kündigt Kurswechel an - „Zusammenarbeit mit NGOs wie Sea-Watch“

30. Juli 2020 in Deutschland, 6 Lesermeinungen
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Früherer „idea“-Chef Helmut Matthies kommentiert auf Twitter: „Kurswechsel bei politischen Aussagen der #EKD? ... Die meisten EKD-Chefs gehörten bzw. gehören ja der SPD an. Nie gab es ein #CDU-Mitglied.“


Hannover (kath.net) Man wolle in Zukunft „genauer hinschauen“, wozu man sich politisch äußern wolle. Schon immer sei ja klar gewesen, dass „Parteipolitik“ „ohnehin keine Rolle spielen“ dürfe. Das betonte der EKD-Ratsvorsitzende und bayrische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm gegenüber der "Zeit"-Beilage "Christ & Welt" unter Bezug auf ein EKD-Zukunftspapier, wie das Portal der Evangelischen Kirche in Deutschland, „evangelisch.de“, zitierte. „evangelisch.de“ bezeichnete dies als Ankündigung eines Kurswechsels. Bedford-Strohm erläuterte weiter, dass man sich künftig mit Äußerungen zurückhalten wolle, „wo es im Grundsatz nicht um für den christlichen Glauben relevante ethische Orientierungsfragen geht“.


Bedford-Strohm forderte außerdem: „Kirche muss mutiger werden und etwas wagen, etwa die Zusammenarbeit mit NGOs wie Sea-Watch.“ Hintergrund: Beispielsweise war das Schiff „Sea-Watch 4“, das auf dem Mittelmeer Flüchtlinge aus Seenot rettet für den Einsatz zur Seenotrettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer wurde vom Bündnis „United4Rescue“ finanziert, das maßgeblich von der EKD initiiert wurde, hier arbeiten über 500 Bündnispartner zusammen. Nach Angaben der EKD zählen „neben vielen evangelischen und katholischen Kirchengemeinden“ „auch muslimische Verbände wie der Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland zu den Partnern“.

Helmut Matthies kommentierte auf Twitter den „evangelisch.de“-Bericht folgendermaßen: „Ein Kurswechsel bei politischen Aussagen der #EKD? Seit den 70er Jahren waren so gut wie alle #linksorientiert. Die meisten EKD-Chefs gehörten bzw. gehören ja auch der SPD an. Nie gab es ein #CDU-Mitglied. Führen die zahllosen Kirchenaustritte also zu einem Schwenk in die Mitte?“ Matthies ist Theologe und evangelischer Pfarrer, Journalist und Buchautor. Er war bis 2017 der Leiter der Evangelischen Nachrichtenagentur „idea“.

 


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