Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  5. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  6. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  7. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  8. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  11. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  12. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  13. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  14. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  15. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘

Cordes: Papstbesuch wird antipäpstliche Gewitterwolken vertreiben

7. September 2011 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Weckt er bei uns ein Minimum an seelischer Regung der Zusammengehörigkeit, an Gemeinsamkeit aus der Wurzel gleicher Kultur und Geschichte?“, fragte Kardinal Paul Joseph Cordes.


Berlin (kath.net) Ein „Jahrtausendereignis“ ist es, wenn der deutsche Papst Deutschland besucht – doch „weckt er bei uns ein Minimum an seelischer Regung der Zusammengehörigkeit, an Gemeinsamkeit aus der Wurzel gleicher Kultur und Geschichte?“ Das fragte Paul Joseph Kardinal Cordes in einem Vortrag in der Hessischen Landesvertretung in Berlin an diesem Dienstagabend, wie Focus Online berichtet.

Hingegen verzerrten „Beschwernissen und Irritationen das emotionale Kraftfeld“ um den Papst, beklagte der in Rom lebende Kardinal. „Immer wieder zur Zielscheibe der Aggression“ sei der Papst angesichts der Missbrauchsfälle geworden. Bei dem Bischof der Piusbruderschaft Richard Williamson, der den Holocaust geleugnet hatte und dessen Exkommunikation gemeinsam mit der dreier anderer Pius-Bischöfe aufgehoben wurde, habe es eine „unglückliche Handhabung“ gegeben und der Papst habe „rasch als eigentlicher Sündenbock“ herhalten müssen.


Nicht aber „Atheisten und Glaubensfeinde“ seien dafür allein verantwortlich, sondern „Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens – auch solche christlicher Provenienz – bündeln wohlfeile Kirchenkritik zu einem schismatischen Klima. Politiker maßen sich sogar – unter Missbrauch ihrer parlamentarischen Legitimation – Weisungen für das kirchliche Amt an.“ Möglicherweise spielte Cordes hier auch auf Bundeskanzlerin Angela Merkel an, die 2009 den Papst wegen der Williamson-Affäre übermäßig scharf kritisiert hatte.

„Wäre Benedikt besser zu Hause geblieben, statt sich mit seinen 84 Jahren das deutsche Spießrutenlaufen noch zuzumuten?“, fragte Cordes. Jedoch zeigte er sich zuversichtlich, dass der Besuch „die Gewitterwolken aufgeladener Bosheiten“ wieder vertreiben werde. Die Jugend werde der Papst gewiss ansprechen können, wie der jüngste Weltjugendtag gezeigt habe.

Gerade Deutschland mit seiner Geschichte müsse die Warnung des Papstes vor einer „Gottesfinsternis“ ernst nehmen: Das betonte Michael Boddenberg, Hessischer Minister für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigter des Landes beim Bund. Da der Staat von Voraussetzungen lebe, die er selbst nicht garantieren kann, hätten die Mütter und Väter des Grundgesetzes ganz bewusst die „Verantwortung vor Gott“ in die Präambel aufgenommen. „Sie hatten noch lebhaft vor Augen, wohin es führt, wenn eine solche Bezugsgröße fehlt“, sagte Boddenberg.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Deutschland

  1. Mit allen Mitteln gegen das Recht auf Leben
  2. ALfA: Ohne Recht auf Leben gibt es überhaupt keine Rechte
  3. Deutsche Kirchenstatistik 2023: 20 Mill. 'Katholiken', aber nur 1,26 Mill. besuchen die Hl. Messe
  4. 131 Kirchenschließungen in Deutschland in 5 Jahren
  5. Neokolonialistische Außenpolitik auf marxistischem Boden
  6. Wohin steuert die katholische Kirche in Deutschland
  7. Das bundesdeutsche Bermuda-Dreieck der Großideologen
  8. Kirche muss reich an Glauben sein, nicht reich an Geld
  9. „Ohne Priester keine Kirche Jesu Christi“
  10. FDP-Tänzer wollen mit Urheberrecht Lebensschützern den Mund verbieten







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  3. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  4. Rom: "Krippe von Bethlehem" zu sehen
  5. Der Heilige und das Tier
  6. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  7. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  8. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  9. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  10. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  11. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  12. Warum der Todestag des Franz von Assisi nicht sein Gedenktag ist
  13. Wo der Mensch nicht berechenbar ist
  14. Wenn das Nein nicht mehr zählt
  15. 'Tatsächlich Gott'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz