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Neunfacher Familienvater empfängt heute die katholische Priesterweihe

17. Juni 2011 in Weltkirche, 36 Lesermeinungen
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Der ehemalige anglikanische Geistliche Ian Hellyer: „Ich war so überrascht, als das Personalordinariat angekündigt wurde, ich war erstaunt über diese Großzügigkeit und über die Achtung, welche es den anglikanischen Traditionen" entgegenbrachte.


Plymoth (kath.net/CNA) Der bisherige anglikanische Geistliche Ian Hellyer aus dem englischen Plymoth wird heute zum katholischen Priester geweiht. Er ist einer von 68 Geistlichen, die derzeit kurz vor der Priesterweihe im Personalordinariat „Unsere Liebe Frau von Walsingham“ stehen bzw. gerade geweiht wurden.

Hellyer hat mit seiner Frau neun Kinder, das jüngste wurde vor drei Monaten geboren. Die Konversion ist ein Schritt in eine beträchtliche finanzielle Unsicherheit, kath.net hat berichtet. Als anglikanischer Geistlicher habe Hellyer „in den vergangenen 10 Jahren“ selbst gemerkt, dass „ich mich in der Kirche von England zunehmend unwohl fühlte und ich stellte fest, dass ich immer mehr ihre Entscheidungen hinterfragte und die Richtung, in welche sie sich entwickelte.“


Dann richtete Papst Benedikt XVI. das Personalordinariat als ein römisches Zuhause für ehemalige Anglikaner ein. „Ich war so überrascht, als das Personalordinariat angekündigt wurde, ich war erstaunt über diese Großzügigkeit und über die Achtung, welche es den anglikanischen Traditionen dort entgegenbrachte, wo sie authentisch waren. Das Personalordinariat kam völlig unerwartet. So sagte ich zu mir selbst: Wie könnte ich darauf nicht reagieren?“

Die Kirche von England erlaubte der großen Familie, noch bis Ende August im bisherigen Pfarrhaus zu bleiben. „Jetzt suchen wir ein katholisches Pfarrhaus, in welches wir ziehen können“ – ein schwieriges Unternehmen, da katholische Pfarrhäuser nicht für elfköpfige Familien geplant werden. „Meine Frau Margaret hat mich auf diesem Weg unterstützt. Sie sagte immer: Wenn es dies ist, was Gott vorhat, dann wird für uns gesorgt werden. Diese Einstellung hat viele ihrer Freunde überrascht, sie sagten ihr: So tapfer kann man doch gar nicht sein! Doch Margaret ist eine großartige Frau mit großartigem Glauben.“


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