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Papst Johannes Paul II. und die Menschen

29. April 2011 in Chronik, 1 Lesermeinung
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Countdown zur Seligsprechung am 1. Mai - KATH.NET-Serie "Warum Johannes Paul II. ein Heiliger ist" – Von Erzbischof Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz


Freiburg (kath.net)
Die katholische Internetzeitung KATH.NET hat zur Einstimmung auf die Seligsprechung jeden Freitag einen Gastkommentar zum Thema "Warum Johannes Paul II. ein Heiliger ist" veröffentlicht. Zu Wort kamen Bischöfe und katholische Laien, die Papst Johannes Paul II. auf die eine oder andere Weise gut gekannt haben. Der Abschlussbeitrag unmittelbar vor der Seligsprechung ist vom Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz:


„Habt keine Angst!“ – diese Worte von Johannes Paul II. nach seiner Wahl zum Papst hallen bis heute in der Menschheitsgeschichte nach. „Habt keine Angst!“. Das war das Lebens- und Arbeitsprogramm von Papst Johannes Paul II. Mit diesem Ruf, der letztlich auch ein Ruf nach Freiheit war, wandte sich der Papst vor allem an die Menschen selbst. Ihnen galt seine ganze Arbeit, für sie setzte er sich Zeit seines Lebens ein.

Bei den in diesen Tagen viel beachteten politischen und theologischen Wirkungsfeldern des Papstes sollten die menschlichen Komponenten seines Wirkens nicht übersehen werden. Unvergessen sind uns die Bilder, wie er Menschen aufnahm und auf sie zugegangen ist. Seine buchstäbliche Gastfreundschaft hat großartige persönliche Begegnungen ermöglicht. Sein Humor, sein Lächeln steckte an. Seine Sorge für die jungen und die älteren Menschen haben sein Pontifikat geprägt. Noch nie vor Johannes Paul II. gab es einen eigenen Brief an die älteren Menschen. Durch seine Initiative sind die Weltjugendtage entstanden.


Besonders deutlich wurde dieses zutiefst menschliche Zeugnis seines Glaubens und Lebens in der Phase seines Sterbens. Oft war Papst Johannes Paul II. Anfang des neuen Jahrtausends kritisiert worden ob seiner weiterhin hohen medialen Präsenz trotz seines Alters und seiner Gebrechlichkeit.

Dabei ging es Johannes Paul II. nicht um sich selbst, sondern um die Botschaft: Seht her, Altwerden gehört zum Leben, ist ein Bestandteil unserer Gesellschaft. Ich bin überzeugt, niemand zuvor auch nicht außerhalb der Kirche hat das Altwerden und Sterben so sehr verdeutlicht und verständlich gemacht, wie Papst Johannes Paul II. Er wollte der Menschheit vermitteln, dass das Altwerden zum Menschsein gehört und nichts Schlimmes ist und, dass der ältere Mensch seinen Platz in der Gesellschaft haben soll. So wurde dieser Prozess des Älterwerdens zu einem von allen Medien aufmerksam verfolgten Prozess des Sterbens.

Die ganze Welt hat mitverfolgt und mitgelitten, als sich Papst Johannes Paul die letzten Male am Fenster des Apostolischen Palastes zeigte. Eine ganze Welt wurde still, als sie versuchte, seine letzten Worte zu verstehen. Die ganze Welt war auch still, als am 2. April 2005 um 21.37 Uhr die Totenglocke von St. Peter läutete. „Ich bin froh – seid ihr es auch“ – diese letzten Worte haben die engsten Mitarbeiter des Papstes unmittelbar vor dessen Sterben von den Lippen des Papstes abgelesen. Wie ein Bogen spannen sich genau diese beiden Worte: „Habt keine Angst!“ und „Ich bin froh – seid ihr es auch.“ Dichter als an diesen beiden Worten wird die Menschlichkeit dieses Papstes kaum gemessen werden können.


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Johannes Paul II. singt das Vaterunser





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Lesermeinungen

  29. April 2011 
 

Gerade

in seiner Krankheit und in seinem Sterben wurde die Größe und die Glaubensstärke dieses unvergesslichen Papstes deutlich. Wie auffällig ist es doch, dass sich Gott immer wieder in Schwachheit und Krankheit aufleuchtet und uns wahren Trost spendet. Danke für diesen unermesslichen Trost, heiliger Vater.


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