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Salzburg: Missbrauchsverdacht - Peter Hofer verzichtet auf Ämter

11. März 2011 in Österreich, 7 Lesermeinungen
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Erzdiözese Salzburg leitet ein kirchenrechtliches Verfahren gegen ehemaligen Domprediger und Lehrbeauftragter für Homiletik an der Universität Salzburg ein. Hofer war auch Professor für Pastoraltheologie in der Diözese Linz


Salzburg (kath.net) Der des Missbrauchs einer ehemaligen Ministrantin beschuldigte Pfarrprovisor von St. Jakob am Thurn und ehemalige Domprediger, Peter Hofer, verzichtet heute auf alle seine Ämter. Dies teilte die Erzdiözese Salzburg am Freitag mit. Auch im Salzburger Dom wird er vorerst keine Gottesdienste mehr halten. Zur genauen Klärung der Vorwürfe leitet die Erzdiözese Salzburg ein kirchenrechtliches Verfahren ein.

Aufgrund vieler Gespräche und glaubwürdiger neuer Informationen, die das Erzbischöfliche Ordinariat zuletzt noch gestern Abend erhielt, sieht sich die Erzdiözese gezwungen zu handeln. „Die Wahrheit muss zum Tragen kommen“, sagt Erzbischof Kothgasser. Er hatte sich gestern schon in einem ORF-Interview tief betroffen von den Aussagen jener Frau gezeigt, die Peter Hofer in den Achtziger Jahren in der Nonntal-Pfarre mehrfach vergewaltigt haben soll. Damals sei sie noch minderjährig gewesen.


Dementsprechend wird Peter Hofer ab sofort von der Erzdiözese dienstfrei gestellt. Das betrifft in erster Linie die Tätigkeit als Pfarrprovisor von St. Jakob am Thurn, sein priesterliches Wirken in der Salzburger Domkirche, aber auch alle anderen priesterlichen Funktionen. Für die Pfarre St. Jakob werde ein Ersatzpriester gesucht, versichert Generalvikar Hansjörg Hofer. Bei einem Schuldspruch im kirchenrechtlichen Verfahren werde Peter Hofer vom Dienst suspendiert.

Hofer war auch Lehrbeauftragter für Homiletik an der Universität Salzburg. 1992 habilitierte er sich an der theologischen Fakultät in Freiburg im Breisgau. 1994 wurde an der KTU Linz als Professor für Pastoraltheologie tätig. 2009 meint er bei einer akademischen Feier an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz wörtlich: "Die Wahrheit wird euch frei machen. Das wird heute oft vergessen. Wir sollten als Christen nicht Irrtumsvermeider sondern Wahrheitssuchende sein. Die Wahrheit ist ein Licht, nicht ein Geschoß. Deshalb kann Wahrheit frei machen. Ich vertrete mit Herz ein sinnenfrohes Christentum. Gott ist ein Gott der Überraschung und der Zustimmung, er liebt die Rätsel mehr als die fertige Darstellung."

Foto: (c) ED Salzburg


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