Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Burke kritisiert liturgische Änderungen nach dem II. Vatikanischen Konzil
  2. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  3. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  4. Offensichtlich geht es heute auch ohne Religion
  5. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  6. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  7. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  8. Sozialethiker Rhonheimer: Jesus war kein Kapitalismuskritiker
  9. USA werden im Jahr 2100 ein katholisches Land sein
  10. Das einzige Land mit der Bibel auf seiner Flagge
  11. Australien wirf Iran Steuerung von antisemitischen Terroranschlägen vor
  12. Wir sind hier, um der Welt zu erklären, dass auch Wladimir Putin für seine Verbrechen bezahlen muss"
  13. „Schick diese Artikel gerne an alle neugierigen und fragenden Freunde weiter!“
  14. Wandern, um Leben zu retten – 450.000 Schritte für ein Ende der Abtreibung
  15. 'Die Lerche' - eine christliche Erfolgsgeschichte

Heftige Expertenkritik am Management des Vatikans

22. November 2010 in Weltkirche, 18 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


George Weigel, Biograph von Papst Johannes Paul II.: Der Vatikan hangelt sich von Zugunglück zu Zugunglück weiter – Es fehlen Einsatzzentrale und Medienstrategie – John Allen: Führungsfiasko könnte das Erbe eines großen Papst beschädigen


Washington (kath.net) Die bekannten katholischen US-Journalisten John Allen und George Weigel äußern sich in Washington während eines Medienseminars kritisch zum Vatikanmanagement, berichtet „USA Today“. „Wer vom Vatikan klare, schnelle und transparente Antworten zur weiterschwelenden Missbrauchskrise erwartet, der sollte besser den Atem anhalten“, lautet das Resümee der beiden Vatikanexperten des National Catholic Reporter, das sie vor den Seminarteilnehmern – Reportern und Kolumnisten – zogen.

Beide Top-Reporter stimmten darin überein, dass es im Vatikan keine klare Medienstrategie gibt, keine Einsatzzentrale, niemanden, der eine Reform der Kommunikationsstrukturen auf die Reihe bekommt, oder, was noch schmerzlicher ist, niemand, der die Regierungsstruktur reformieren könnte.


John Allen, der verschiedene Bücher über die Vatikanpolitik veröffentlich hat, führt aus: Dieses Führungsfiasko könnte zur Ursache dafür werden, dass das Erbe eines großen Theologenpapstes – brillante Reden, Briefe, Bücher – verloren geht, während das brennende Schulgebäude gelöscht wird. Das Papsttum treibt schon lange planlos vor sich hin, es hangelt sich von Zugunglück zu Zugunglück. Allen zitierte die Schlagzeile einer italienischen Zeitung, als es 19 Tage dauerte, bis der Vatikan ein falsches Gerücht widerlegte: „Der Vatikan streitet alles ab. Niemand glaubt es“.

George Weigel, Biograph von Papst Johannes Paul II. und vielfacher Buchautor, erläutert: Offizielle des Vatikans „mögen heuchlerisch oder uninteressiert erscheinen, doch da ist kein ausgeprägter Wille, zu betrügen, sondern sie wissen einfach nicht, was läuft“. Und ihre Standardeinstellung – "Nur keine Story ist eine gute Story" – „ist völlig dumm“. Das interne vatikanische Informationssystem ist derart veraltet, führt Weigel aus, dass Papst Benedikt XVI. wie aus heiterem Himmel von den Informationen über den Piusbruderbischof Williamson getroffen worden sei, einem „Verrückten von Weltformat“. Seine Mitarbeiter hätten es versäumt, dieses im Internet frei zugängliche Wissen aufzugreifen, als der Papst der Piusbruderschaft wieder einen Weg zurück in die katholische Kirche öffnen wollte.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Vatikan hofft auf Spenden von US-Katholiken
  2. Heiligsprechung von "Internetpatron" Carlo Acutis am 7. September
  3. Pünktlich zum Giro d'Italia: Neues Papst-Wappen in Vatikan-Gärten
  4. Zeitung: Franziskus hinterließ Finanzloch von zwei Milliarden
  5. Kritik an 'Krippe von Bethlehem' im Vatikan – Jesuskind auf einem Palästinensertuch
  6. Medien: Haushaltsdefizit des Vatikans um 5 Millionen gestiegen
  7. Vatikan verbietet Messe im Alten Ritus für spanische Wallfahrer
  8. Vatikan: Erklärung Dignitas infinita über die menschliche Würde
  9. Keine öffentliche offene Aufbahrung mehr für tote Päpste
  10. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Oktober 2025 mit kath.net in MEDJUGORJE mit P. Leo MAASBURG
  3. Das einzige Land mit der Bibel auf seiner Flagge
  4. Kardinal Burke kritisiert liturgische Änderungen nach dem II. Vatikanischen Konzil
  5. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  6. USA: Dominican Sisters of St. Cecilia heißen dieses Jahr 21 Postulantinnen willkommen
  7. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  8. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  9. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  10. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  11. Wie zwei Konvertiten spannend den Glauben vermitteln
  12. US-Erzdiözese Denver: Pfarreien nominieren 900 junge Männer für das Priestertum
  13. Offensichtlich geht es heute auch ohne Religion
  14. Ökumenische Begegnungen zwischen Rom und Konstantinopel
  15. Fehlerhafte Studie über Kosten des Klimawandels zeigt Verbindungen zwischen Forschung und Wirtschaft

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz