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Die doppelte Botschaft des Gleichnisses vom Reichen und vom Armen

26. September 2010 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
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Benedikt XVI. verabschiedet sich während des letzten Angelus der Sommerzeit von Castel Gandolfo und gedenkt des heiligen Vinzenz von Paul sowie der neuen Seligen Chiara Badano. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Die Sommerzeit geht zu Ende. Während des Angelus vom heutigen Sonntag verabschiedete sich Papst Benedikt XVI. bei den Bürgern von Castel Gandolfo. Nach fast drei Monaten wird der Papst am kommenden Donnerstag Nachmittag wieder in den Vatikan zurückkehren, wo ihn neben den Reisen in Italien ( 3. Oktober: Palermo ) und nach Spanien (6. – 7. November: Santiago de Compostela und Barcelona) und dem Beginn der Sonderversammlung de Bischofssynode für den Nahen Osten (10. – 24. Oktober) ein umfangreiches Programm erwartet.

In seiner Ansprache zum Mittagsgebet des Angelus an diesem Sonntag legte Benedikt XVI. zunächst die doppelte Botschaft des Gleichnisses vom reichen Mann und dem armen Lazarus dar, um dann auf den heiligen Vinzenz von Paul einzugehen, dessen liturgisches Gedenken morgen begangen wird, und der Seligsprechung des jungen Mädchens Chiara Badano zu gedenken, die am gestrigen Samstag in Rom stattgefunden hatte.


Die Botschaft des Gleichnisses vom reichen Mann und dem armen Lazarus gehe über die einfache Seligpreisung des Armen hinaus, so der Papst. Sie rufe in Erinnerung, „dass wir, während wir auf dieser Welt sind, auf den Herrn, der zu uns durch die Heilige Schrift spricht, hören und nach seinem Willen leben müssen, denn andernfalls wird es nach dem Tod zu spät sein, um sich zu besinnen“.

Somit besage das Gleichnis, dass Gott die Menschen liebe und sie aus ihrer Demütigung herausführe. Zum zweiten werde klar, dass die ewige Bestimmung des Menschen durch sein Verhalten bedingt sei: „Es liegt an uns, dem Weg zu folgen, den Gott uns gezeigt hat , um das Leben zu erreichen“. Dieser Weg sei, so der Papst, der Weg der Liebe als Dienst an den anderen in der Liebe Christi.

Gerade in diesem Sinne erinnerte Benedikt XVI. an den heiligen Vinzenz von Paul, dessen liturgisches Gedenken auf den morgigen 27. September fällt dessen 350. Sterbetag in diesem Jahr begangen wird. Vinzenz von Paul ist der Patron der katholischen Hilfswerke. Er habe im Frankreich des 17. Jahrhunderts gelebt und sei so in die Erfahrung des starken Kontrastes zwischen dem Leben der Reichen und dem der Armen gekommen; daher habe er sich für die Organisation von Einrichtungen im Dienst der an den Rand gedrängten Menschen gekümmert.

„Nur die Liebe schlechthin schenkt wahres Glück!“, so Benedikt XVI. abschließend. Dabei erinnerte er an die am gestrigen Samstag in Rom seliggesprochene Chiara Badano, die 1971 geboren wurde und mit 19 Jahren einem Krebsleiden erlag. Sie sei für alle ein „Lichtstrahl“ gewesen.

„Preisen wir Gott, da seine Liebe stärker ist als das Übel und der Tod; und danken wir der Jungfrau Maria, die die jungen Menschen auch durch die Schwierigkeiten und Leiden dazu führt, sich in Jesus zu verlieben und die Schönheit des Lebens zu entdecken.“

Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Papst mit den folgenden Worten:

„Von Herzen grüße ich die deutschsprachigen Gäste, besonders die Pilger der katholischen Frauengemeinschaft aus Ühlingen im Erzbistum Freiburg. Am heutigen Sonntag legt uns die Kirche im Evangelium das Gleichnis vom reichen Prasser und dem armen Lazarus vor. Am Ende der Zeiten wird Gott alles Unrecht endgültig beseitigen. Er richtet Reiche und Arme nach dem Kriterium der Liebe. Alle Qual und alles Leid wird dann geheilt. Diese Liebe Gottes soll jetzt schon der Maßstab unseres Handelns sein. Der Herr segne euch alle und eure Lieben.“




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