Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  3. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  4. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  5. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  6. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  7. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  8. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  9. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  10. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  11. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  12. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  13. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  14. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  15. 'Glaube ist kein PR-Problem': US-Burger-Kette verweigert Entfernung von Bibelversen

Kirchenk(r)ampf

5. Juli 2010 in Deutschland, 82 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In der katholischen Kirche gibt es nach Ansicht des Münsteraner Kirchenrechtlers Thomas Schüller einen Richtungskampf zwischen konservativen und liberalen Kräften,


Münster (kath.net/KNA)
In der katholischen Kirche gibt es nach Ansicht des Münsteraner Kirchenrechtlers Thomas Schüller einen Richtungskampf zwischen konservativen und liberalen Kräften, der auch auf dem Gebiet der Liturgie ausgetragen wird. «Der dramatische Begriff Kampf trifft es ganz gut», sagte Schüller am Montag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Münster. «Es geht wirklich um die Deutungshoheit über die Verbindlichkeit der Beschlüsse des Zweiten Vatikanums.» Dabei verwies Schüller auf die Debatten um die Gottesdienste nach dem alten tridentinischen Ritus. Vor drei Jahren, am 7. Juli 2007, hatte Papst Benedikt XVI. mit dem Erlass «Summorum pontificum» diese alte Messform von 1962 wieder allgemein als außerordentliche Form der Liturgie zugelassen.


Nach Einschätzung Schüllers wollte der Papst mit diesem Schritt die Gräben zuschütten, die sich nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil zwischen verschiedenen Gruppierungen aufgetan hätten. Sicher habe er dabei «heilsame Effekte ausgelöst», was die Würde der Liturgie angeht. Schüller sieht etwa eine gewachsene Sensibilität für die Frage, «wie man würdevoll die Messe feiern kann, ohne das Volk Gottes auszusperren, aber auch ohne Aktionismus am Altar und ohne Showcharakter».

Auf der anderen Seite, so Schüller, habe bei dem Erlass auch eine Aussöhnung mit traditionalistischen Gruppen wie der Piusbruderschaft, die wesentliche Konzilsbeschlüsse ablehnen, eine Rolle gespielt. Hier sei auch «Porzellan zerschlagen worden». Viele Beobachter hätten den Eindruck gewonnen, dass der Papst Splittergruppen am rechten Rand sehr viel Aufmerksamkeit schenke, während er auf der linken Seite «unversöhnlicher» sei.

Tatsächlich werde es mit Benedikt XVI. jedoch «kein Zurück» hinter das Zweite Vatikanum geben, betonte Schüller. «Das passt auch nicht zu seinem theologischen Profil.» Auch habe er nicht den Eindruck, dass die Zahl der Gottesdienste im alten Ritus in Deutschland deutlich zugenommen hätte, so Schüller. Der Erlass «Summorum pontificum» trat am 14. September 2007 in Kraft. Zum dritten Jahrestag will der Vatikan eine Bilanz vorlegen.

(C) 2010 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kulturkampf

  1. Freispruch für deutschen Pastor Latzel: Kritik an Schwulenparade ist keine Volksverhetzung
  2. Friedrich Merz thematisiert Verbot der Gendersprache
  3. "Mainstream-Bischöfe sind das Letzte, was wir brauchen!"
  4. Nach der Synode laufen die Angriffe auf Kardinal Woelki
  5. Synodaltheater zweiter Akt
  6. Relativismus und Intoleranz. Das Ende der Bemühung um Objektivität.
  7. 'Je leerer die Kirchen, umso größer die Friday for Future Umzüge'
  8. Peter Hahne: "Der wahre 'Friday for Future' ist der Karfreitag"
  9. Deutsche trauen sich nicht, offen ihre Meinung zu sagen!
  10. "Ich bin ein Klimaaktivist wider Willen"







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  3. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  4. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  5. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  6. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  7. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  8. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  9. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  10. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  11. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  12. 'Woke Left' ist die 'wütendste und exklusivste Spaltungsbewegung in der Geschichte'
  13. „Es ist verlockend aber zweifelhaft zu glauben, wir müssten mit den Moden der Welt Schritt halten“
  14. Mexiko in Angst: Priester spenden auf einem Dach eucharistischen Segen
  15. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz