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Erste katholische Hochschule Nordeuropas nach der Reformation

1. September 2009 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Newman-Institut in Uppsala in Schweden staatlich anerkannt


Schweden (kath.net)
Erstmals seit der Reformation im 16. Jahrhundert gibt es wieder eine eigene katholische Hochschule in den nordischen Ländern Europas, an der ein staatlich anerkannter Universitätsabschluss in katholischer Theologie erlangt werden kann. Dies berichtet das Bonifatiuswerk. Die schwedische Hochschulbehörde hat ihrer Regierung empfohlen, dem Newman-Institut im schwedischen Uppsala die Anerkennung als staatliche Hochschule zu erteilen. Die Regierung folge in der Regel dieser Empfehlung, berichtet das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken.

Der seit Herbst 2008 bestehende dreijährige Ausbildungsgang darf künftig mit einem staatlich anerkannten Bachelor in katholischer Theologie abgeschlossen werden. Die neue Hochschule verfügt über sieben festangestellte Hochschullehrer und voraussichtlich 40 staatlich geförderte Studienplätze pro Studienjahr - insgesamt 120. Erstmals ist es damit allen Abiturienten möglich, in Schweden wieder katholische Theologie staatlich anerkannt zu studieren. In dem skandinavischen Land leben die Katholiken in der extremen Minderheit. Nur 1,5 Prozent der 9,2 Millionen Einwohner bekennen sich zum katholischen Glauben.


„Nachdem wir solange auf dieses Ziel hingearbeitet haben, sind wir unglaublich froh, dass unserem Antrag endlich entsprochen wurde“, erklärt Pater Philip Geister, Rektor des von Jesuiten betriebenen Newman-Instituts. Vor zwölf Jahren kam die Idee zu einer eigenen katholischen Hochschule in Schweden auf. Vor drei Jahren stellten die Verantwortlichen einen ersten Antrag an die Hochschulbehörde.

„Durch die zu erwartende staatliche Anerkennung des Newman-Instituts ergeben sich für alle Schweden, nicht nur den Katholiken, ganz neue Möglichkeiten, katholische Theologie wissenschaftlich zu betreiben“, betont Monsignore Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken. Das Diasporahilfswerk, das Katholiken in einer extremen Minderheiten-Situation unterstützt, förderte Kauf und Umbau des Hochschulgebäudes in den letzten vier Jahren mit 350.000 Euro, das Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe/Diasporahilfe der Priester half mit 1,1 Millionen Euro.

Das Newman-Institut wurde im Jahr 2001 gegründet, als eine private, gemeinnützige akademische Einrichtung. Seit 2002 besteht eine Zusammenarbeit mit der theologischen Fakultät der Universität Uppsala, was es Studenten bislang ermöglicht, für ausgewählte Kurse des Newman-Instituts Leistungsnachweise für die Universität zu erwerben. Außerdem übernimmt das Newman-Institut die Verantwortung für die theologisch-philosophische Ausbildung der Priesteramtskandidaten des Bistums Stockholm.

Foto: (c) Bonifatiuswerk; P. Ulf Jonsson S.J. im Gespräch


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