Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  2. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  3. Der Tod der Theologie in Deutschland
  4. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  5. Kirche im Verfall
  6. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  7. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  8. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  9. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  10. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  11. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  12. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  13. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  14. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  15. Frankfurt: „Happy Ramadan“ statt Fastenzeit – Kritik an Halbmond-Beleuchtung wächst

Der Tod um 8000 Euro

2. September 2008 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Suizidhilfe ist keine Sterbebegleitung", kritisiert der Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung die Initiative eines Ex-Justizsenators, der auf seiner Website über Methode und Preis informiert.


Hamburg (kath.net) Der ehemalige Hamburger Justizsenator Roger Kusch bietet im Internet Suizidbegleitung an. Seine Methode kostet die Interessenten bis zu 8000 Euro, wie stern.de meldet. Auf seiner Internetseite findet sich seit Montag eine „erste Orientierung“, wie der promovierte Jurist in Hamburg erklärte.

Vor zwei Monaten wurde bekannt, dass er eine Frau aus Würzburg in den Tod begleitet hatte. Seitdem habe er 300 bis 500 Hilfsgesuche bekommen. Die 79-Jährige war durch Medikamente gestorben, nicht durch den von Kusch erfundenen Selbsttötungsautomaten. Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat Ermittlungen aufgenommen.


Durch die neue Homepage sollen Menschen feststellen können, ob sie für eine solche Begleitung in Frage kommen, wie Kusch sagt. Er wolle nur Menschen mit unheilbarer körperlicher Erkrankung „unterstützen“. Der Preis werde individuell "unter Berücksichtigung der finanziellen Situation des Sterbewilligen" vereinbart, die Kontakte bis zum ersten persönlichen Treffen seien kostenlos.

Seine erste Suizidbegleitung sei kostenlos gewesen, derzeit gebe es bundesweit Gespräche mit einigen Interessierten, aber noch keinen konkreten nächsten Termin.

„Suizidhilfe ist keine Sterbebegleitung“, erklärte der geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, in Berlin. "Statt sich tatsächlich an die Seite Schwerstkranker und Sterbender zu stellen, geht es ihm ganz billig ums Geschäft."

Brysch sprach sich für ein Verbot der kommerziellen Suizidbeihilfe aus, auf das sich alle Parteien einigen sollten.

„Geschäftemacherei mit dem Tod“ nannte auch die bayerische Justizministerin Beate Merk diese Idee. „Der ganze Zynismus und die Menschenverachtung der kommerziellen Suizidbeihilfe werden nun für jedermann offenbar.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Euthanasie

  1. Nach Protesten scheitert Frankreichs Euthanasiegesetz im Senat
  2. Menschenrecht auf Abtreibung?
  3. Euthanasie in Kanada: Menschen mit Behinderung haben mittlerweile Angst vor dem Gesundheitssystem
  4. Trauriger Rekord: Fast 10.000 Euthanasietote in den Niederlanden im Jahr 2024
  5. Kardinal kritisiert Gesetz zu Suizidbeihilfe in der Toskana
  6. Kanadische Ärzte wollen Organe von Euthanasiepatienten gewinnen
  7. Bischof Egan: ‚Großbritannien ist kein christliches Land mehr.‘
  8. Vier ehemalige Premierminister gegen das geplante Euthanasiegesetz in Großbritannien
  9. Niederlande: Euthanasie für 17-Jährige mit Depressionen und Angststörungen
  10. Britischer Priester und Arzt warnt vor Öffnung der Kirche für Euthanasie







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  4. Der Tod der Theologie in Deutschland
  5. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  6. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  7. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  8. Kirche im Verfall
  9. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  10. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  11. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“
  12. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  13. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  14. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  15. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz