Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  7. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  12. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  13. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  14. Fast der gleiche Glaube?
  15. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten

Bischof Egan: ‚Großbritannien ist kein christliches Land mehr.‘

4. Dezember 2024 in Weltkirche, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Mit der Mehrheit für das Euthanasiegesetz im britischen Parlament sei eine Linie überschritten worden, von der es kein Zurück mehr gebe, schreibt der Bischof von Portsmouth in einem Hirtenbrief.


London/Portsmouth (kath.net/jg)
„Großbritannien ist kein christliches Land mehr”, schreibt Philip Egan, der römisch-katholische Bischof von Portsmouth (Großbritannien) in einem Hirtenbrief an seine Diözese zum ersten Adventsonntag. Dies berichtet der Catholic Herald.

Mit der Zustimmung des Parlaments zum Euthanasiegesetz bei der zweiten Lesung mit 330 zu 275 Stimmen habe das Land eine Linie überschritten, von der es kein Zurück gebe, schreibt Bischof Egan.

Die entscheidende Abstimmung findet nach der dritten Lesung des Gesetzesvorschlags im Parlament statt. Das Ergebnis nach der zweiten Lesung lässt es aber als äußerst wahrscheinlich erscheinen, dass der assistierte Suizid in Großbritannien zum ersten Mal in seiner Geschichte legal werden könnte.

Das Gesetz wird es Ärzten erlauben, todkranken Menschen, die weniger als sechs Monate zu leben haben, beim Selbstmord zu assistieren. Zwei Ärzte und ein Richter des High Court müssen dem Ansuchen des Patienten zustimmen.


„Unsere Welt hier im Vereinigten Königreich hat sich jetzt geändert, leider nicht zum Besseren“, schreibt Bischof Egan wörtlich. „Als Menschen der Vernunft und Menschen des Glaubens wissen wir, dass das eine wirklich schlechte Entscheidung war. Sie wird Druck auf die Älteren und die Sterbenden ausüben und ihnen das Gefühl geben, dass sie eine Belastung sind“, fährt Egan mit Bezug auf das Euthanasiegesetz fort.

Es sei aber zu früh, den Kampf aufzugeben. Er fordert die Gläubigen auf, sich an ihre Abgeordneten zu wenden und sie zu ermutigen, nach der dritten Lesung gegen das Gesetz zu stimmen. Ungefähr 30 Abgeordnete, die für das Gesetz gestimmt haben, haben kundgetan, dass sie ihre Meinung ändern könnten, wenn ihnen die Schutzmaßnahmen nicht ausreichend erscheinen. Wenn 28 Befürworter ihre Meinung ändern und gegen das Gesetz stimmen, ist es abgelehnt.

„Dieses Gesetz macht eine Sache kristallklar. Großbritannien ist kein christliches Land mehr. Es wird in Zukunft nicht einfach sein, ein Christ zu sein, wenn es das je war“, schreibt Bischof Egan wörtlich.

Christen würden sich in Zukunft noch mehr von der Mehrheit der Gesellschaft abheben, welche das menschliche Leben, seine Würde und seinen Wert radikal anders sehen würde.

„Es ist meine Hoffnung, dass Gott uns die Gnade geben wird, unsere Jüngerschaft noch authentischer zu leben, damit die wahre Schönheit unseres katholischen Glaubens noch deutlicher wird“, schreibt der Bischof.

John Sherrington, Weihbischof der Erzdiözese Westminster und in der Bischofskonferenz von England und Wales zuständig für Lebensschutzthemen, beschreibt den Gesetzesvorschlag als „fehlerhaft in den Prinzipien“. Die Bischöfe seien von der Abstimmung „enttäuscht“ und bitten die katholischen Gläubigen um ihr Gebet, dass die Abgeordneten die Weisheit haben, den Gesetzesvorschlag abzulehnen.

Die Kritik der Bischöfe richtet sich unter anderem gegen fehlende Gewissensklauseln für Ärzte, die nicht an Euthanasie mitwirken wollen und fehlenden Schutz für Hospize und Pflegeheime, die Euthanasie ablehnen.

Echtes Mitgefühl zeige sich in der Begleitung derer, die Pflege bedürfen, insbesondere bei Krankheit, Behinderung und im Alter. Die Verbesserung der Qualität palliativer Pflege und leichterer Zugang dazu seien die besten Wege, um das Leiden am Ende des Lebens zu lindern, stellt Bischof Sherrington fest.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Euthanasie

  1. Akademie Johannes Paul II. begrüßt Ablehnung des britischen Euthanasiegesetzes
  2. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  3. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  4. Erzbischof Cordileone: 'Lasst unsere Nonnen in Ruhe!'
  5. Katholische Nonnen verklagen Bundesstaat New York wegen Zwang zur Beihilfe zum Suizid
  6. Niederlande: Erstmals Tötung eines Kindes unter zwölf Jahren im Rahmen der aktiven Sterbehilfe
  7. Schottisches Parlament lehnt Gesetzentwurf zur Legalisierung des assistierten Suizids deutlich ab

Großbritannien

  1. Akademie Johannes Paul II. begrüßt Ablehnung des britischen Euthanasiegesetzes
  2. Wollte gestohlenes Bild von Jesus zurückholen: Lebensschützer bei Marsch für das Leben verhaftet
  3. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  4. Deutsche Medien schweigen zum Bericht über Vergewaltigungsbanden in Großbritannien
  5. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  6. Pastor in London wegen Straßenpredigt verhaftet: Vorwurf der „Hassrede“ nach Kritik am Islam
  7. Reform UK will Umwandlung von Kirchen in Moscheen verbieten







Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  2. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Fast der gleiche Glaube?
  7. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  8. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
  9. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  10. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  11. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  12. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  13. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  14. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  15. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz