Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  6. „Warum bin ich Christ“
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  9. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  10. Was eine Messe wiegt
  11. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  12. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  13. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  14. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt
  15. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass

Kardinal kritisiert Gesetz zu Suizidbeihilfe in der Toskana

16. Februar 2025 in Chronik, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vorsitzender der Bischöfe der Region, Erzbischof Lojudice: "Niederlage für alle" und drohende unumkehrbare Entwicklung auch in anderen Teilen Italiens.


Rom (kath.net/ KAP)
Scharfe Kritik an dem erstmals in einer italienischen Region verabschiedeten Gesetz zum assistierten Suizid in der Toskana hat der Vorsitzende der toskanischen Bischofskonferenz, Kardinal Augusto Paolo Lojudice, geäußert. Die Neuregelung sei "wirklich eine Niederlage für alle", erklärte er laut einem Bericht von Vatican News (Donnerstag) und warnte vor einer nicht mehr umkehrbaren Entwicklung in ganz Italien. "Jetzt werden sich auch andere Regionen fragen, ob sie denselben Weg einschlagen sollen. Und letztlich wird sich auch das Parlament dieser Frage stellen müssen", so der Erzbischof von Siena-Colle di Val d'Elsa-Montalcino.
Laut dem vom Regionalrat der Toskana beschlossenen Gesetz, das auf eine von der Luca-Coscioni-Stiftung eingebrachten Bürgerinitiative zurückgeht, können schwerkranke Menschen bei ihrer örtlichen Gesundheitsbehörde eine Genehmigung zu assistiertem Suizid beantragen. Eine Ethik- und Medizin-Kommission hat dann 20 Tage Zeit, um die Anfrage zu prüfen. Wird sie genehmigt, muss innerhalb von zehn Tagen festgelegt werden, welches Medikament verwendet wird und welcher Arzt die Verabreichung übernimmt. Die Kosten trägt die öffentliche Hand - für die ersten drei Jahre wurden dafür 30.000 Euro bereitgestellt.


Auch wenn das Gesetz darauf abziele, Suizide nicht in einem rechtlichen Graubereich stattfinden zu lassen, betonte Kardinal Lojudice, dass hier keine Lösung geschaffen worden sei. "Es ist wie mit der Debatte um illegale Abtreibungen: Natürlich erscheint es sinnvoll, einen rechtsfreien Raum zu vermeiden. Doch wir dürfen nicht legalisieren, was objektiv nicht richtig ist", betonte der Erzbischof. Die moralischen und ethischen Konsequenzen dieser Entscheidung seien schwerwiegend.
Trotz der klaren Ablehnung des Gesetzes erklärte Lojudice, dass die Kirche keinen "Krieg" gegen dieses Gesetz führen wolle. "Kriege machen alle zu Verlierern. Unsere Aufgabe ist es, den Menschen - insbesondere den jungen Generationen - eine christliche Perspektive auf das Leben zu vermitteln, die von hohen ethischen Werten geprägt ist." An Krankenhausseelsorger, Ordensleute, Ehrenamtliche in Hospizen und alle, die täglich mit Krankheit, Schmerz und Tod konfrontiert sind, appellierte der Kardinal, "nicht aufzugeben" und weiter "Träger von Hoffnung und Leben" zu sein.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 girsberg74 16. Februar 2025 
 

" Kardinal Lojudice will keinen Krieg gegen dieses Gesetz führen"

Wir kennen ein solches Procedere auch in/aus Deutschland, wo das kirchliche Personal im "Lebenschutz" als Folge einer Normativität der Fakten nur noch gebremst aus den Löchern kommt..


0
 
 SalvatoreMio 16. Februar 2025 
 

Wirklich ein großartiges Zeugnis der Christusnachfolge!

@gebsy: Danke für Ihre Worte!


0
 
 gebsy 16. Februar 2025 

Das Zeugnis eines Krebskranken

hat agnostischen Arzt zum Glauben geführt:
Schmerzstillung wurde mit dem Argument verweigert, dass Jesus für ihn mehr gelitten hat ...


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Euthanasie

  1. Kanadas führende Tageszeitung verlangt Euthanasie in katholischen Krankenhäusern
  2. Australien: 400 Prozent Anstieg von Euthanasiefällen in fünf Jahren
  3. Akademie Johannes Paul II. begrüßt Ablehnung des britischen Euthanasiegesetzes
  4. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  5. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  6. Erzbischof Cordileone: 'Lasst unsere Nonnen in Ruhe!'
  7. Katholische Nonnen verklagen Bundesstaat New York wegen Zwang zur Beihilfe zum Suizid
  8. Niederlande: Erstmals Tötung eines Kindes unter zwölf Jahren im Rahmen der aktiven Sterbehilfe
  9. Schottisches Parlament lehnt Gesetzentwurf zur Legalisierung des assistierten Suizids deutlich ab
  10. Kanada hat fast 100.000 Euthanasiefälle seit der Legalisierung 2016







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. CDU-Politiker mahnt: Kirchen dürfen sich nicht auf ‚Sozialbuden‘ reduzieren
  3. EU finanziert Konferenz, welche die USA als ‚ausländische Informationsbedrohung‘ charakterisiert
  4. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  5. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  6. Vatikan teilt mit: Papst nach Lungen-Eingriff wohlauf
  7. Papst wird noch am Dienstag-Nachmittag operiert
  8. Was eine Messe wiegt
  9. Eucharistischer Weltkongress 2028 in Sydney - 24. Sept. bis 1. Oktober 2028
  10. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  11. EU-Parlament beschließt Resolution gegen Islamismus - Gegenstimmen von Grünen und SPÖ
  12. 100. Stadt in den USA verbietet Abtreibungen
  13. „Taste the North“ - kulinarischen Reise durch den Norden Europas. Ein Kochbuch vom Bonifatiuswerk
  14. Vatikan sagt alle Papstaudienzen bis 20. Oktober ab
  15. Apostolisch und nix anderes

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz