Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  5. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  6. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  7. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  8. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  9. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  10. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  11. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  12. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  13. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  14. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  15. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

Rezeption des Motu proprio Summorum Pontificum ist ruhig verlaufen

22. September 2007 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal-Staatsekretär Tarcisio Bertone: Bin überzeugt, dass – wenn der gesunde Menschenverstand und nicht Ideologismen verschiedener Natur vorherrschen –es bei der Umsetzung des Motu proprio zu keinerlei Schwierigkeiten kommen wird.


Rom (www.kath.net/Zenit.org)
Kardinal-Staatsekretär Tarcisio Bertone SDB wertet sein erstes Amtsjahr als „nicht leicht“. Gleichzeitig habe das Jahr an der Seite des Papstes seinen Glauben verjüngt. In einem Interview mit der Tageszeitung „Avvenire“ vom 19. September 2007 hat der Kardinal-Staatsekretär Bilanz gezogen.

In Erinnerung an den Tag seiner Amtübernahme am 15. September 2006 – wenige Tage nach der Regensburger Vorlesung Papst Benedikts XVI. und den ihr folgenden Unruhen in der islamischen Welt –, spricht Kardinal Bertone von „turbulenten“ Zeiten. Eine arglistige Interpretation der Rede habe zu Missverständnissen und Besorgnis geführt; die Reise in der Türkei habe jedoch den Dialog mit dem Islam auf die richtigen Schienen gebracht.

Verschiedene Seiten hatten sich im Lauf des vergangenen Jahres kritisch zur Präsenz des Kardinals, zu seinen zahlreichen Reisen sowie zu seinen Eingriffen in den Massenmedien geäußert. Für Bertone hingegen entsprechen die Reisen dem pastoralen Wesen der Diplomatie des Heiligen Stuhls und der besonderen Aufgabe des Staatsekretärs. Um auf die Kritiken zu antworten, verweist der Kardinal auf die Tatsache, das es schon zur Zeit seiner akademischen Tätigkeit nie zu seinen Gewohnheiten gehörte, sich in sein Zimmer zurückzuziehen, um Papiere zu studieren. Die Hirten der Kirche dürften sich nie in einem „Elfenbeinturm“ einschließen, bekräftigt er; sie müssten den Menschen begegnen, und zwar „auf den neuen Areopagen der modernen Gesellschaft“.

Für Kardinal Bertone bedeutet eine pastorale Sichtweise der sozialen und politischen Wirklichkeiten nicht, sich auf Kompromisse hinsichtlich jener Themen einzulassen, die Papst Benedikt als „nicht verhandelbar“ bezeichnet hat. Dazu gehören nach Papst Benedikt „die Achtung und der Schutz des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod, die auf die Ehe zwischen Mann und Frau gegründete Familie, die Erziehungsfreiheit für die Kinder und die Förderung des Allgemeinwohls in all seinen Formen“ (vgl. Sacramentum caritatis, 83).

Auf die Frage zur „Internationalisierung“ der Römischen Kurie und der vorherrschenden Präsenz von Mitarbeitern italienischer Herkunft in Schlüsselpositionen antwortet Kardinal Bertone, dass die Internationalisierung der Kurie eine richtige und gebotene Wahl war und ist. Gleichzeitig verweist er darauf, dass die geographische Herkunft bei der Auswahl der engsten Mitarbeiter des Papstes nicht das einzige Kriterium sein dürfe.

Gerüchte zu einer globalen Umstrukturierung der Römischen Kurie bezeichnet der Staatssekretär als eine Hypothese, die sich noch in der Phase der Auswertung der Erfahrungen der Anwendung der Apostolischen Konstitution Pastor bonus befinde. Mehr sei dazu im Moment nicht zu sagen.

Kardinal Bertone hebt hervor, dass seiner Ansicht nach die Rezeption des Motu proprio Summorum Pontificum zur Liberalisierung des tridentinischen Ritus im Allgemeinen ruhig verlaufen ist. Er ist davon überzeugt, dass – wenn der gesunde Menschenverstand und nicht Ideologismen verschiedener Natur vorherrschten – es bei der Umsetzung des Motu proprio zu keinerlei Schwierigkeiten kommen wird.

Kardinal Bertone stellt bedauernd fest, dass die Lateinkenntnisse in der Kirche immer mehr abnehme. Jetzt bestehe die Möglichkeit, dieses wertvolle Erbe wiederzubeleben.

Foto: (c) kath.net



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Eucharistie

  1. Was eine Messe wiegt
  2. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  3. Tantum ergo Sacramentum
  4. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  5. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  6. Eucharistische Prozession zum 250-jährigen Jubiläum der USA
  7. Die katholische Insel des Friedens
  8. „Ein Leib, ein Glaube“
  9. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  10. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“







Top-15

meist-gelesen

  1. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  2. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  3. Belgien: Anteil der Euthanasiefälle in den letzten fünf Jahren verdoppelt
  4. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  5. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  6. Patrozinium im Mailänder Dom, während draußen Explosionen und Sirenen zu hören sind
  7. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  8. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  9. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission
  10. Papst sprach auch mit Selenskyj über Lage in Frontstadt Oleschky
  11. Apostolisch und nix anderes
  12. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'
  13. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  14. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch
  15. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz