Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  6. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  12. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  13. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  14. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  15. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!

Die Nähe Gottes lässt sich nicht als Event organisieren

12. September 2007 in Interview, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


P. Karl Wallner spricht im KATH.NET-Interview über aufregende Stunden mit Papst Benedikt XVI. in Heiligenkreuz.


Heiligenkreuz (www.kath.net)
„Tief berührt“ waren jene Menschen, die durch das vierstündige Glaubensfest in Heiligenkreuz auf die Begegnung mit dem Stellvertreter Christi vorbereitet waren. Das sagt P. Dr. Karl Wallner, Dekan der Päpstlichen Hochschule in Heiligenkreuz, im KATH.NET-Interview. Das Gespräch führte Linda Noé.

KATH.NET: P. Karl, Heiligenkreuz hat einen historischen Tag erlebt: Papst Benedikt XVI. war zu Besuch. Wie erlebten Sie die Vorbereitungszeit auf diesen 9. September 2007?

P. Karl Wallner: Wir in Heiligenkreuz haben von Anfang an in dem Umstand, dass der Papst selbst den Besuch bei uns gewünscht hat, eine besondere Gnade gesehen, etwas Unverdientes und Übernatürliches, zugleich etwas uns tief Beschämendes. Und wir wollten daher den Besuch sowohl organisatorisch als auch geistlich gut vorbereiten.

In einem fast 900 Jahren durchgehend bestehenden Kloster entwickelt man zudem auch ein „historisches Bewusstsein“, sodass wir uns immer gesagt haben: Das war in 874 Jahren noch nie und das werden wir wohl auch nicht wieder erleben, dass ein Papst zu uns kommt. Und so haben wir gebetet und organisiert und alle unsere Talente im Kloster, von unseren Mitarbeitern und Studenten zusammengenommen.

KATH.NET: Was haben jene 15.000 gesagt, die zu Gast in Heiligenkreuz waren? Welches Feedback gab es?

P. Karl Wallner: Die Menschen, die durch ein vierstündiges Glaubensfest auf die Begegnung mit dem Stellvertreter Christi vorbereitet waren, waren tief berührt. Viele Jugendliche haben mir gesagt: Ich habe die Nähe Gottes gespürt. So etwas kann man nicht „eventmäßig“ organisieren, das Angerührtwerden durch die Gnade ist immer ein Geschenk Gottes.

Gott hat wohl auch deshalb seinen Segen geben, weil sich bei uns in Heiligenkreuz wirklich jeder – nicht nur die Mönche, sondern auch unsere Mitarbeiter, unsere Freunde und die Ortsbevölkerung – in einer fast kindlichen Weise über den Besuch des Papstes gefreut hat.

KATH.NET: Wie erlebten Sie jenen Moment, als der Papst endlich in den inneren Stiftshof fuhr und vor der Stiftskirche ausstieg, wo Sie und Abt Gregor Henckel-Donnersmarck ihn erwarteten?

P. Karl Wallner: Ich stand daneben, als der Papst aus dem Auto stieg, und ich hatte das Gefühl: Unser Vater ist da. Und ihm selbst hat es sichtlich Freude gemacht. Er hat regelrecht gestrahlt und so getan, als hätte er alle Zeit der Welt für uns. Es war nicht unsere Schuld, dass der Besuch doppelt so lang gedauert hatte. Die Ansprache, die er vorbereitet hatte, war ja eigentlich noch länger, und er hat einige Passagen nicht vorgelesen, damit die Verspätung nicht noch größer wird.

KATH.NET: In seiner Rede sprach er ja wesentliche Fragen zum Mönchtum, zur Liturgie und zur Theologie an. Was hat Sie beeindruckt?

P. Karl Wallner: Seine Ansprache war typisch „Ratzinger“: theologisch präzise, auf das Wesentliche zielend und erstaunlich umfangreich. Bei den Inhalten dieser Ansprache war der Professor auf dem Papstthron gleichsam zu Hause, hier ging es um die Substanz des geistlichen Lebens, der Theologie, der Frömmigkeit. Der Papst sprach Hirn und Herz an und mahnte dazu, die Komplementarität von beidem, von „fides“ und „ratio“ in der Theologie zu beachten.

KATH.NET: Was wird von dieser Euphorie bleiben, die Heiligenkreuz einen Tag lang erfüllt hat?

P. Karl Wallner: Ich muss mich bei allen Lesern entschuldigen, dass ich in meiner Darstellung des Papstbesuches in Heiligenkreuz so euphorisch klinge. Aber ich bin es wirklich! Ja, ich hatte mir viel erwartet, aber unvorstellbar mehr ist uns geschenkt worden! Was wir erlebt haben war gerade kein Event, kein Kult um eine Person, sondern hier war ein bescheidener und liebevoller Mann bei uns, durch den Petrus zu uns gesprochen hat.

Er hat uns gestärkt, indem er uns auf Christus zu schauen gelehrt hat. Was für uns in Heiligenkreuz bleibt, ist eine große Beschämung, denn diese Auszeichnung vor aller Welt ist - bei allem Guten, das es bei uns gibt – maßlos unverdient. Und es bleibt ein herausfordernder Auftrag: aus der Tiefe des Glaubens heraus weiterzuarbeiten.

Foto: (c) KATH.NET



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Benedikt XVI.

  1. "Derselbe Polarstern"
  2. Namhafter anglikanischer Kanoniker wird katholisch, beeinflusst durch Kard. Newman und Benedikt XVI.
  3. Il Giornale: Benedikt XVI. hatte ‚große Besorgnis‘ wegen des Synodalen Wegs
  4. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  5. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  6. Kardinal Kasper erinnert sich wertschätzend an Benedikt XVI./Ratzinger - „Kennen uns seit 1963“
  7. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  8. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  9. Papst Leo verlieh Ratzingerpreis an den Stardirigenten Riccardo Muti
  10. "Unsere Liebe Frau von Guadalupe" ist "Mutter und Stern der Evangelisierung in Amerika"







Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  4. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  5. Über das Dämonische
  6. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  7. Wissen Sie, wer die Idee zum fünffarbigen Missionsrosenkranz hatte?
  8. 'Ich habe mich geirrt'
  9. Der Mensch als Mitarbeiter Gottes - Fortschritt ist kein Gottesersatz
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  12. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  13. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  14. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  15. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz