Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  5. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  6. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  7. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  8. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  9. Gottes Wirken vollzieht sich im Verborgenen
  10. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  11. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  12. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  13. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  14. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  15. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò

Der Priester muss vor allem 'ein Mann Gottes' sein.

14. Juni 2007 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kleruskongregation warnt in Schreiben an Priester vor Gefahr, dass Priester ohne Theozentrik die ganze Grundlage der pastoralen Tätigkeit verlieren. Notwendig, neue Areopage der globalen Kultur zu öffnen: E-mail, Internetseiten und Videokonferenzen.


Vatikan (www.kath.net)
Die Kleruskongregation hat am 8. Juni anlässlich des Weltgebetstages zur Heiligung der Priester am 15. Juni 2007, dem Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu, ein Schreiben an die Priester mit dem Titel „Der Priester, genährt vom Wort Gottes, ist universeller Zeuge der Liebe Christi“ veröffentlicht.

In dem Schreiben von Cláudio Kardinal Hummes, den Präfekten der Kleruskongregation, werden die Priester daran erinnert, an das Geschenk des „priesterlichen Dienstes“ nachzudenken. Hummes betont, dass die „wesentliche Sendung des Priesters“ darin besteht, „den Menschen Gott zu bringen“.

„Der Priester muss vor allem ‚ein Mann Gottes’ sein, der Gott direkt kennt, der eine tiefe persönliche Freundschaft zu Jesus hat, der den anderen so gesinnt ist, wie Christus.“

Im Schreiben wird dann an die Ansprache von Benedikt XVI. an die Römische Kurie zu Weihnachten 2006 verwiesen. Wörtlich sagte der Papst damals: „Dominus pars heriditatis meae et calicis mei. Gott selbst ist mein Anteil am Land, der äußere und innere Grund meiner Existenz.

Diese Theozentrik der priesterlichen Existenz ist gerade in unserer ganz funktionalistischen Welt nötig, in der alles auf errechenbaren und greifbaren Leistungen beruht. Der Priester muss wirklich Gott von innen her kennen und ihn so zu den Menschen bringen: Das ist der der allererste Dienst, den die Menschheit heute braucht.“ Hummes warnt dann vor den Folgen des Verlusts dieser Theozentrik für die Priester und schreibt: „Wenn im Leben eines Priesters diese Theozentrik verloren geht, entleert sich die ganze Grundlage der pastoralen Tätigkeit, und man läuft Gefahr, durch übermäßige Aktivität den Inhalt und den Sinn des pastoralen Dienstes zu verlieren. Dann können Protagonismus und irreführende Extravaganzen entstehen. Anstelle von Substanz würde man Surrogate liefern. Man würde umsonst laufen und dabei zur Erschöpfung kommen, ohne voranzuschreiten.“

„Die leidenschaftliche Liebe zu Christus ist das Geheimnis einer überzeugten Verkündigung Christi“, schreibt der Kardinal weiters und erinnert an ein Wort des Hl. Augustinus: „Er soll zuerst ein Mann des Gebets sein und dann ein Prediger.“ Für Hummes muss ein Priester „missionarischen Geist“ haben, das heißt „einen wirklich ‚katholischen’ Geist, der ‚von Christus ausgehen’ muss.

Der Präfekt der Kleruskongregation weist weiters darauf hin, dass die traditionellen Orte der Katechese nicht mehr genügen. „Es ist notwendig, neue Areopage der globalen Kultur zu öffnen: Neben der Presse, dem Radio und Fernsehen wird man hauptsächlich auf E-mail, Internetseiten, Video-Konferenzen und auf viele andere neue Systeme zurückgreifen, um einer großen Anzahl von Personen das Kerygma wirksam mitzuteilen. Auch die äußerliche Erscheinung des Priesters mit einer dem eigenen ‚Sein’ entsprechenden würdevollen Haltung muss eine Katechese für alle sein.

Das Schreiben im Wortlaut



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Klerus

  1. Ermutigung für die Priester
  2. Der Priester handelt in persona Christi
  3. Papst macht Priestern Roms Mut: Keine Zeit ohne Gnade
  4. Erzbischof Viganò warnt Hirten der Kirche vor Menschenfurcht
  5. Magazin Crux: Papst findet Buch über Schwule im Vatikan gut
  6. Keine Beamten oder Experten des Heiligen!
  7. Wie „Klerikalismus“ wirklich aussieht
  8. Klerikalismus und Homosexualität – ein Zweikomponentensprengstoff?
  9. Papstkritik: Bischöfe akzeptieren ungeeignete Priesterkandidaten
  10. Experte meint: Pädophile Neigung kein Ausschlussgrund vom Priesteramt






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  5. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  6. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  7. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  8. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  9. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  10. Nach dem WM-Krimi um 3. Platz - England- und Frankreich-Stars vereint im Gebet
  11. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  12. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  13. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  14. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  15. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz