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'Anbetung ist die Dusche für meine Seele'

12. Februar 2007 in Spirituelles, keine Lesermeinung
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In der Anbetung des allerheiligsten Sakraments begegnen wir Jesus 'live' - Gedanken zur Anbetung aus den "Amici News" - Von Pfr. Paul Galles, Pfr. Andreas Schätzle, Pfr. Christoph Haider, Pfr. Roger Ibounigg, Pfr. Werner Wolff und P. Andreas Hasenbu


Linz (www.kath.net)
„Amici di Dio“ hat in den „Amici News Februar 2007“ verschiedene Priester darum gebeten, Gedanken zur Anbetung zu formulieren. Auszüge aus den "Amici News".

"Anbetung ist für mich die höchste – und vielleicht gerade deshalb die schwierigste – aller Gebetsformen. Wenn es stimmt, das Gebet im Allgemeinen nicht zuerst ein Tun des Betenden ist, sondern ein Tun Gottes – sozusagen ein Rendez-vous des Herrn mit uns –, dann wird das in der Anbetung für mich am deutlichsten: Er ist da!

Und Er ist da als der, der Er wirklich ist und als der Er angebetet werden will: als König der Welt, der Schöpfung, der Erlösung und der Vollendung, der sich klein macht und verschenkt wie gebrochenes Brot, um mir Sein Leben zu schenken. Er ist da – das ist alles und zugleich der Anfang und die Vollendung von allem!
(Paul Galles, Pfarrer in Esch/ Luxemburg)

'Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe' (Ps 62). Beim stillen Gebet hilft mir die Szene des Evangeliums, in der Johannes im Abendmahlsaal an der Brust Jesu ruht. Christus in der hl. Eucharistie lädt mich ein, mich in die Vertrautheit seiner Freundschaft loszulassen, gleichsam seinen Herzschlag zu erlauschen. Ich muss nichts tun - er handelt an mir. Er weiß, was zu tun ist, was von Nöten ist. Ich halte still und werde still. So wird die Anbetung zum Ort tiefer Verwandlung, die Gott bewirkt, und damit zur Grundlage aller Aktivität.
(Andreas Schätzle, Priester der ED Wien und Programmdirektor von Radio Maria Österreich)

In der Anbetung des allerheiligsten Sakraments begegnen wir Jesus 'live'. Wir blicken uns gegenseitig an, sozusagen Aug in Auge, allerdings auf der Ebene des reinen Glaubens. Was wir sehen, ist ausschließlich die demütige Gestalt der Hostie. Diese unspektakuläre, verborgene Gegenwart des Herrn hat uns so viel zu sagen; zunächst über Ihn, wer Er ist und wie Er zu uns steht; aber auch über uns, wer wir in seinem Licht sind und sein können. Die eucharistische Anbetung setzt das Wandlungsgeschehen der Messe in uns fort, indem wir durch den Herrn immer mehr in Ihn verwandelt werden nach dem Maß, mit dem wir uns treu und beständig seiner Gegenwart aussetzen. Heute ist mir beim Betrachten der Schriftlesung aus dem Stundenbuch einer Erkenntnis geschenkt worden, die sich auf die Anbetung der Eucharistie übertragen lässt. Es handelt sich um 1Joh 3,2: 'Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.' Mit anderen Worten: Wenn wir Jesus eines Tages im Himmel schauen werden, werden wir durch diesen Anblick in Ihn verwandelt, 'ihm ähnlich sein'. Seine Schönheit, sein Licht, sein Wesen werden uns bei Seinem Anblick durch und durch durchdringen, so dass wir selbst ein Stück 'Jesus' werden; so wie ein Mensch selbst ein Stück 'Sonne' wird, wenn ihm die Sonne direkt ins Gesicht leuchtet. Die Begegnung mit Jesus im heiligen Sakrament ist ein kleiner Vorgeschmack des Himmels. In der eucharistischen Anbetung macht er uns allmählich Ihm ähnlich.
(Christoph Haider, Pfarrer in Oberhofen/ Tirol)

Anbetung ist die Dusche für meine Seele. Das warme Wasser der Gottesliebe umfließt mich, ich schaue hinauf, darf die Augen schließen, darf einfach da sein, muss nicht viel reden, darf einfach ich sein.
(Roger Ibounigg, Pfarrer in Pöllauberg/ Steiermark)

Warum wagen sich manche Seelen nicht an das ruhende Gebet vor dem Allerheiligsten heran; warum finden sie nicht den Weg dazu; oder lassen doch bald wieder davon ab? Tag und Nacht wartet er im Tabernakel auf mich, weil er mich bis ans Ende liebhat!
Sind es nicht drei große Themen, drei weite Bezirke, drei wichtige Angelegenheíten, über welche ich zu Gott reden, mit Gott mich beraten, also vor Gott kommen darf?
Einmal ist es mein Leben in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Was alles an Sorgen, Taten, Hoffnungen, Zweifeln, Aufgaben, Ereignissen, was an Reue, Einsicht und Absicht, Planung und Ahnung, Erfolg und Enttäuschung, Irrnis und Wirrsal, Ruhe und Unruhe liegt doch im Leben eines Menschen, so auch in meinem Erdendasein?
Ja, würden wir mit alledem zu Gott kommen, vor Gottes Angesicht mit ihm und uns zu Rate gehen, demütig, ehrlich und vertrauend an Gott uns wenden: - wir hätten mehr lebendiges Christentum in der Welt, und ungleich mehr Seelen würden aus einem wahrhaft innerlichen Gebet Frieden schöpfen und Kraft gewinnen, zur Heiligung.
Zum anderen das Versenken in das Geheimnis der Dreifaltigkeit, Schöpfer, Erlöser, Heiligmacher; Allmacht, Weisheit und Liebe, Kreuzweg und Gnade: - was liegt für eine Welt von Gedanken, was an Reichtum, an Größe von Wundern im Geheimnis der Allerheiligsten Dreifaltigkeit! Was tut sich uns doch eine Welt auf, wenn wir beginnen, darüber mit Gott zu reden?
Und noch ein großes Thema gibt es: des Menschen Verhältnis zu seiner Umwelt, zu seinem Beruf. Kann dies nicht ein würdiger und wichtiger Gegenstand des Gebets sein? Ob du Mutter, Vater bist oder Kind, ob Vorgesetzter oder Untergebener, ob Krankenschwester oder Büroangestellte, Professor oder Bauernknecht, ob Novize in einem Kloster oder Lehrling in einer Schlosserwerkstatt, ob Pflegling in einem Versorgungsheim oder Präsident eines Staates: die Erfüllung deines Berufes und dein Umgang mit dem Nächsten sind wahre Angelegenheiten einer Prüfung vor Gottes Angesicht, dem sich in Liebe verzehrenden Herrn im Tabernakel!

(Werner Wolff, Pfarrer in Eintürnenberg/ Deutschland)

Herr, ich komme zu Dir.
Du bist da in diesem schlichten Brot.
Ich glaube, dass Du es bist.
Du, den die Welt nicht fassen kann, Du
bist hier - wahrhaft, wirklich gegenwärtig.
Du der Lebendige, Du der Herr.
Du schaust mich an, ich schaue Dich an.
Unsere Blicke treffen sich - geheimnisvoll - und doch wirklich.
Dein Blick löscht Fehl und Sünde aus - so singt ein Hymnus.
Ich darf hier sein:
mit meiner Gebrochenheit
meiner Schwachheit
meiner Sünde.

Wer zu mir kommt, sagst Du, Herr,
den weise ich bestimmt nicht ab.
Danke, Herr, dass ich da sein darf.
Danke, dass ich nichts leisten muss,
dass ich einfach vor Dir sein darf.
Du kennst mich
Ich brauche Dich so sehr:
Deine Hilfe
Deine heilende Berührung
Deine Befreiung
Dein Leben.
Herr, nimm' mich so, wie ich bin,
und mach mich so, wie Du mich haben willst.
Herr, Du weißt alles, Du weißt auch, dass ich Dich liebe.
Ich erfahre die eucharistische Anbetung als einen Ort, wo das Wasser aus dem Heiligtum fließt (vgl Ez 47): überall, wo das Wasser aus dem Heiligtum hinkommt, wird alles gesund.
Der Herr in der Eucharistie ist wie der Felsen, aus dem für das Volk der Israeliten damals das Wasser strömte. In beharrlichen Schritten des Glaubens wird dieser mein Glaube wie ein Stab, mit dem ich das Wasser aus dem Felsen schlage.
Im Blick auf den eucharistischen Herrn erkenne ich Ihn, der auch um meinetwillen durchbohrt wurde, und ich tauche ein in den Strom, der aus seinem Herzen fließt.
Oft ist es trocken und mühsam, wenn ich Ihn dort suche, und doch bricht sich auch jene Erfahrung Bahn, die ein Jakob auf seiner Flucht vor Esau machen durfte. Inmitten der Ausweglosigkeiten und unbeantworteten Fragen ist Er plötzlich da und staunend rufe ich aus: Gott ist an diesem Ort, und ich wusste es nicht.

(P. Andreas Hasenburger, Missionar vom kostbaren Blut/Kufstein)

Die Amici News mit spirituellen Gedanken erscheinen monatlich per E-mail und können kostenlos bei „Amici di Dio bestellt warden

Termine mit “Amici di Dio”

Johanneszentrum (Mozartstr. 1, 4020 Linz) – Zentrum von „Amici di Dio“:

Jeden Freitag um 14.30: Stunde der Barmherzigkeit (Alle sind herzlich willkommen, um diese besondere Gnadenzeit für eine Begegnung mit Jesus zu nützen)

Jeden ersten Donnerstag im Monat ab 19.00 Uhr Anbetungsnacht. Es werden Leute gesucht, die regelmäßig Stunden übernehmen wollen. Nächste Anbetungsnacht: 1. März 2007 - Koordinationsnummer: 0650-4502106 (Sigrid) oder [email protected].

Jeden zweiten Montag um 18.30: Christlicher Literaturkreis - Wir lesen die christlichen Klassiker Nächsten - Termine: 12. und 26. Februar, 12. und 26. März, 16. und 23.April 7. und 21.Mai, 4. und 18.Juni – Derzeit wird Kardinal Newman gelesen

Einkehrtag + Hl. Messe mit P. Ludwig Maria Gmoser am 24. März von 10.00 bis 18.00 Uhr in der Krypta der Linzer Karmeliterkirche. Thema: „Kehrt um und glaubt an das Evangelium“

Pfingstreffen von „Amici di Dio“ mit Pfr. Konrad Sterninger in der Steiermark – 26. bis 28. Mai 2007 – Thema: Veni Sancte Spiritus Hl. Messe, Katechesen, Lobpreis, Anbetung, Erholung in der wunderschönen Bergwelt uvm. Beschränkt Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden - Anmeldung: [email protected]

Amici di Dio



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