Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  2. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  3. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  4. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  5. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  6. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  7. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  8. Der Bischof und der Denunziant
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  11. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  12. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  13. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  14. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  15. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus

Scharfe Kritik an der Familienpolitik der Bundesregierung

22. Jänner 2006 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kinderpsychotherapeutin Meves: Von der Leyens Politik schadet Kindern


Würzburg (www.kath.net/idea)
Scharfe Kritik an der Familienpolitik von Bundesministerin Ursula von der Leyen hat die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Christa Meves (Uelzen/Niedersachsen) geübt. Mit ihrer Förderung der Betreuung von Säuglingen und Kleinkindern außerhalb der Familie, etwa durch ein Elterngeld, schade die CDU-Politikerin den betroffenen Kindern, schreibt die Erfolgsautorin in einem Leserbrief der katholischen Zeitung "Die Tagespost" (Würzburg). Von der Leyens "fast schon nötigender Vorschlag einer zwölf- bzw. sogar nur zehnmonatigen Abwesenheit der jungen Mütter vom Arbeitsplatz mit einer nur befristeten Lohnersatzleistung bedeutet - von der Psychologie des Kindes aus - eine enorme Verschlechterung seiner Möglichkeit, sich zu einem seelisch gesunden, ausgeglichenen, lern- und arbeitsfähigen Menschen zu entfalten". Gerade das Alter von zehn bis zwölf Monaten sei das Zeitfenster für eine das Baby stabilisierende Bindung an die Mutter und die nahen Familienmitglieder.

Ein abrupter Übergang zu wechselnden Fremdpersonen könne nach Erkenntnissen von Neurobiologen Streß bedeuten, der sich chronisch erhöhe. Es sei unverantwortlich, so Frau Meves, junge Eltern tendenziell dazu zu verleiten, ihre Babys Krippen oder anderen Formen von Fremdbetreuung zu überlassen.

Gegen geplantes Gesetz protestieren

Frau Meves befürchtet eine Vermehrung von seelisch Kranken in der jungen Generation und fordert zu Protesten gegen das geplante Gesetz auf. Bezeichnend sei, daß von der Leyen in der WDR-Sendung "Hart aber fair" keine Publikumszustimmung für ihr Modell erhalten habe, wohl aber der Schauspieler Horst Janson und die frühere Gattin des Altkanzlers, Hillu Schröder, die der Erziehung der Kinder in der Familie den Vorrang gegeben hätten. Meves war von 1973 bis 1984 Mitglied der EKD-Synode. 1987 trat sie zur katholischen Kirche über, weil sich die evangelischen Kirchenleitungen ihrer Ansicht nach nicht eindeutig genug gegen Abtreibungen und "Irrlehren" wie die Feministische Theologie engagierten.

Jäger: Zynische Aussagen im Koalitionsvertrag

Der frühere CSU-Bundestagsabgeordnete Claus Jäger (Wangen/Allgäu) geht mit den Aussagen zum Schutz ungeborener Kinder im Koalitionsvertrag von Union und SPD ebenfalls in einem Leserbrief in der "Tagespost" scharf ins Gericht. Das "winzige Abschnittchen" zu Spätabtreibungen sei "schwammig, mehrdeutig und unehrlich" formuliert. Ferner werde im Koalitionspapier der bereits 1993 ergangene Auftrag des Bundesverfassungsgerichts an den Gesetzgeber mißachtet, die Abtreibungsgesetze zu überprüfen und gegebenenfalls nachzubessern. Die Aussage, daß Deutschland ohne Kinder keine Zukunft habe, sei nichtssagend, "wenn nicht gegen die massenhafte Abtreibung, vor allem durch die Fristen-Tötung, vorgegangen wird", so Jäger. Es wirke zynisch, wenn die Große Koalition feststelle, daß sie sich insbesondere um jene kümmern wolle, die nicht in der Lage seien, sich selbst zu helfen. Jäger: "Wer sind denn die, die am wenigsten in der Lage sind, sich selbst zu helfen, wenn nicht die ungeborenen Babys?" Trotz rückläufiger Geburtenrate werden dem Statistischen Bundesamt jährlich rund 130.000 Abtreibungen gemeldet. Lebensrechtler schätzen, daß die Dunkelziffer etwa ebenso hoch ist.

Foto: (c) Christa Meves



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Familie

  1. CDL kritisiert Pläne zur Abschaffung der Mitversicherung von Ehepartnern
  2. „Menschliches Leben ist Geschenk und muss mit Respekt, Fürsorge und Dankbarkeit angenommen werden“
  3. Zehn Gespräche, bevor man „Ja“ sagt
  4. Katholischer 'Familienverband Wien' wirbt mit gleichgeschlechtlichen Paaren
  5. US-Bundesstaat Oregon verweigert Adoption für christliche Mutter
  6. Texas: Adoptionen im letzten Jahr um 30 Prozent gestiegen
  7. US-Unternehmen führt Babybonus für Mitarbeiter ein
  8. Kroatien: Regierung will Sonntagsöffnung deutlich einschränken
  9. Neigung vor Gott und Zuneigung zum Menschen
  10. Lebenslänglich für zwei Menschen






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  5. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  6. Der Bischof und der Denunziant
  7. Das Ziel, für das der Mensch bestimmt ist. Die Aufnahme Mariens als Verheißung des ewigen Lebens
  8. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  9. Gott hingegen vergeht nie! Wir existieren, weil er uns liebt!
  10. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  11. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  12. Italien: Niedrigwasser stoppt Marienprozession auf dem Po
  13. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  14. „Maria, du bist ‚die Freude des Himmels und der Erde‘; wache und bete für uns“
  15. 21 Märtyrer: 20 ägyptische Kopten und ein Wanderarbeiter aus Ghana

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz