Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  2. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  3. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  4. "Vaccine Amen"
  5. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  6. Panik in Magdeburg
  7. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  8. Leo XIV. möchte bei 'Alter Messe' 'konkrete und großzügige Lösungen'
  9. Maria – Marta – Lazarus: Christus, der Freund des Lebens
  10. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  11. "Ein Vorbild für Väter und Ehemänner" - US-Präsident veröffentlicht Würdigung des Heiligen Josef
  12. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  13. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  14. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  15. Zwischen Gebetswort und politischem Urteil. Der Friede und die Ordnung

Kardinal Schönborn: 'Die Kirche müsse heute die Vernunft verteidigen'

11. Juli 2005 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wiener Erzbischof nahm am Montag zur Aufregung um seinen "New York Times"-Artikel Stellung: Inakzeptabel, wenn eine wissenschaftliche Theorie zum "Dogma" wird, das nicht mehr hinterfragt werden darf.


Wien (kath.net/PEW) Kardinal Christoph Schönborn wünscht sich eine breite Diskussion über die Frage, die hinter seinem Aufsehen erregenden Meinungsartikel in der "New York Times" vom 7. Juli steht: Entsprechen die Welt und das Leben einem Plan oder sind sie das Ergebnis des Zufalls und der Mensch "ein einsamer Zigeuner am Rand des Universums" (wie es Jacques Monod formulierte). In der Auseinandersetzung gehe es nicht um die Evolutionstheorie als solche, sondern um "Grenzüberschreitungen" einer Wissenschaft, "die nicht Wissenschaft, sondern Ideologie, ja im umfassenden Sinn Weltanschauung" ist, so der Kardinal. Die Kirche müsse heute "die Vernunft verteidigen", weil es hier auch um den Menschen, die Begründung seiner Würde und die Grundlage des "Prinzips Verantwortung" geht: "Wenn sich alles auf biologische Vorgänge reduzieren lässt, wer wäre dann der Träger der Verantwortung?"Es gehe um die Frage, ob die Evolution "ziel-los" oder "zielgerichtet" ist, betont der Wiener Erzbischof: "Im 50. Todesjahr des großen Naturwissenschaftlers und Jesuiten Teilhard de Chardin ist es gut, sich an diese Frage zu erinnern".

Versuche, seine Stellungnahme in die Ecke der "Kreationisten" zu stellen, lösen bei Kardinal Schönborn, der sich seit 25 Jahren intensiv mit Fragen von Biologie und Kosmologie befasst, mildes Lächeln aus. Schon Pius XII. habe 1950 in seiner Enzyklika "Humani Generis" darauf hingewiesen, dass die Erörterung des Erklärungsmodells "Evolution" vom Glauben nicht behindert wird, wenn diese Diskussion im Rahmen der naturwissenschaftlichen Methode und ihrer Möglichkeiten verbleibt. Johannes Paul II. betonte dann bei einer Ansprache an die Teilnehmer eines internationalen wissenschaftlichen Symposions über "Christliche Glaube und Evolutionstheorie" im April 1985, dass "recht verstandener Schöpfungsglaube und recht verstandene Evolutionslehre einander nicht im Weg stehen": Evolution setzt Schöpfung voraus; Schöpfung stellt sich im Licht der Evolution als ein zeitlich erstrecktes Geschehen dar, in dem Gott als der "Schöpfer des Himmels und der Erde" den Augen des Glaubens sichtbar wird.

Inakzeptebal sei, so Kardinal Schönborn, wenn eine wissenschaftliche Theorie zum "Dogma" wird, das nicht mehr hinterfragt werden darf. Es sei Aufgabe von Philosophie und Wissenschaftstheorie, zu fragen, wie Hypothesen und Ergebnisse gewonnen werden, wie das Verhältnis von Theorien und Einzelaussagen beschaffen ist und wie sich wissenschaftliche Aussagen von weltanschaulichen Extrapolationen unterscheiden lassen.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Schönborn

  1. Kardinal Schönborn: "Wenn sich bei uns so viele Menschen vom Christentum verabschieden..."
  2. Wird Kardinal Schönborn jetzt die linksextreme Plattform Bluesky verlassen?
  3. "Mein größter Wunsch: Das gegenseitige Wohlwollen soll nie verloren gehen"
  4. Der Populismus des Wiener Kardinals
  5. Schönborn: Geist Ratzingers entscheidend für "Weltkatechismus"
  6. Schönborn bei Maria-Namen-Feier: Kraft des Gebets schrumpft nicht
  7. Schönborn übt heftige Kritik am deutschem Synodalen Weg - "Instrumentalisierung des Missbrauchs"
  8. Schönborn: Schon acht Jahre Krieg in der Ukraine
  9. "Wieder eine Kirche Gottes und der Menschen zu werden, und nicht guter Partner des Staates!"
  10. Kirche der Barmherzigkeit? - Kardinal von Wien feuert Polizeiseelsorger nach Demo-Auftritt






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE DIESE WOCHE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  4. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  5. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  6. Panik in Magdeburg
  7. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  8. Brasilien: 26-jähriger Seminarist stirbt – hinterlässt beeindruckendes geistliches Testament
  9. Ein Champion am Galgen – und die Welt sieht weg
  10. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  11. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  12. Leo XIV. möchte bei 'Alter Messe' 'konkrete und großzügige Lösungen'
  13. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  14. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  15. Eine wundertätige Medaille für Priscilla Presley

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz