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‚Rededicate 250‘: Tausende feiern auf der National Mall die Rückbesinnung auf Gott

22. Mai 2026 in Chronik, 4 Lesermeinungen
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Politiker und religiöse Führungspersönlichkeiten der USA gedachten der religiösen Wurzeln der Gründung der Vereinigten Staaten vor 250 Jahren.


Washington D.C. (kath.net/jg)
In einer großen ökumenischen Gebets- und Lobpreisveranstaltung haben hochrangige US-Politiker und religiöse Führungspersönlichkeiten am 17. Mai 2026 auf der National Mall in Washington Tausende Amerikaner versammelt. Anlass war die Vorbereitung auf den 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten. Die Teilnehmer besannen sich auf die Rolle der göttlichen Vorsehung in der amerikanischen Geschichte und weihten das Land erneut als „One Nation under God“, berichtet der National Catholic Register.

Hauptredner war Mike Johnson, Sprecher des Repräsentantenhauses. Er erinnerte an den „Day of Humiliation, Fasting and Prayer“ vom 17. Mai 1776, den der damalige Kongress der amerikanischen Kolonien ausgerufen hatte. Damals forderten die Gründerväter die Bürger auf, ihre Sünden zu bekennen, Buße zu tun und durch die Vermittlung Jesu Christi Gottes Vergebung zu erbitten.

„Heute, hier, Herr, im 250. Jahr der amerikanischen Unabhängigkeit, weihen wir die Vereinigten Staaten von Amerika erneut als eine Nation unter Gott ein“, sagte Johnson. Er bat um das Herabkommen des Heiligen Geistes auf das Land.


Zu den katholischen Teilnehmern gehörten US-Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio, Kardinal Timothy Dolan, Bischof Robert Barron sowie der Schauspieler Jonathan Roumie, bekannt als Jesus-Darsteller in der Serie „The Chosen“.

Kardinal Timothy Dolan betonte in einer Videobotschaft, dass der Glaube an Gott in jeder Phase der amerikanischen Geschichte das Fundament der Größe des Landes gewesen sei. Die tiefsten Werte der USA seien in der Identität als Gottes Volk verwurzelt. Die Bischöfe der USA planen zudem, das Land am 12. Juni dieses Jahres dem Heiligsten Herzen Jesu zu weihen.

Robert Barron, Bischof von Winona-Rochester und Gründer des Medienapostolats „Word on Fire“, war einer der Hauptredner. Er betonte die göttliche Grundlage der amerikanischen Demokratie und erinnerte an Abraham Lincoln: „Gott ist unverzichtbar für jede schlüssige Auffassung von Demokratie, Freiheit und Gleichheit.“ 

Barron unterstrich: „Wenn wir auf unsere Geschichte zurückblicken – von der Gründung über die Wirren des Bürgerkriegs bis hin zum Kampf für die Bürgerrechte –, erkennen wir einen roten Faden: die Überzeugung, dass Menschenwürde, Gleichheit, Rechte, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit alle in Gott begründet sind.“

Er verwies in seinem Gebet auf den seligen Fulton Sheen und bezeichnete die Unabhängigkeitserklärung als eine „Erklärung der Abhängigkeit“ von Gott. Er weihte das Land erneut Gott und bat, dass das Licht seines Angesichts auf dem Land leuchte.

Jonathan Roumie sprach eindrucksvoll über die zentrale Bedeutung des Gebets. Er sagte: „Im Zentrum des Glaubens steht das Gebet. Das Gebet ist eine Art himmlischer Frachttransporter, der unsere Wünsche, unsere Nöte und unsere Dankbarkeit zum Himmel emporhebt; es steht jedem offen, der bereit ist, sich zu Füßen seines Schöpfers zu demütigen – Gläubige wie Sünder gleichermaßen.“

Jesus warte auf uns, mit ausgebreiteten Armen, direkt vor uns, erinnerte er. Wenn das „Doom-Scrolling“, die Angst und die Furcht zu viel werden, „halt einfach inne und bete. Und wenn du dich immer noch belastet fühlst, nun, vielleicht ist es Zeit für die Beichte“, empfahl er den Teilnehmern.

Er rief die Anwesenden zu Umkehr und Heiligkeit auf und schloss mit den Worten: „Seit 250 Jahren bemühen wir uns, eine Nation unter Gott zu sein, unteilbar, mit Freiheit und Gerechtigkeit für alle. Mögen wir wieder diese Nation sein. Mögen wir uns erneut all dem widmen, wozu der Herr uns für die nächsten 250 Jahre beruft.“

 


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