Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Die Berufung auf die Tradition gegen die Kirche von Rom ist ein Widerspruch in sich“
  2. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  3. Christian Würtz ist neuer Bischof von Eichstätt!
  4. Ein unvermeidliches Schisma?
  5. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  6. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  7. Taylor Marshall zu FSSPX: Diese liturgische Neuerung ist eindeutig ‚nicht traditionell‘
  8. Leo XIV. auf Lampedusa: Zum Nächsten wird man!
  9. „Die große Würde des Priestertums besteht …“
  10. Busfahrer rollt seinen Gebetsteppich aus, betet Richtung Mekka und unterbricht die Fahrt minutenlang
  11. Bischof Hansen von Oslo will Angebot für 'Alte Messe' ausbauen
  12. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  13. Ignat Solschenizyn: ‚… wir wurden um unseren kostbarsten Besitz gebracht: unser inneres Leben‘
  14. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  15. Kirche SOS

Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“

2. Juli 2026 in Weltkirche, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bei Bischofsweihe der Piusbruderschaft wurde den Kandidaten die im Ritus vorgeschriebene Frage gestellt – „Silere non possum“: Mit Antwort wurde der Ritus „von denen, die ihn preisen und als Bollwerk der Traditionstreue anführen, bewusst verändert“


Écône (kath.net/pl) In Écône wurden am 1. Juli 2026 von der Priesterbruderschaft St. Pius X. Das katholische Portal „Silere non possum“ kommentiert dazu: „Den Kandidaten wurde die im Ritus vorgeschriebene Frage gestellt: ‚Habetis mandatum apostolicum?‘ – ‚Haben Sie das Apostolische Mandat?‘ Anstatt diese entscheidende Frage zu beantworten, wurde eine kurze, vom Generaloberen verfasste Erklärung verlesen, um diesen schismatischen Akt zu ‚rechtfertigen‘.“ Der Kommentar trägt den Titel: „Hüter der Tradition? In Écône wurde der Ritus verändert, um die Wahrheit zu verschleiern.“

Genau dies sei der springende Punkt, erläutert der „Silere non possum“-Kommentar weiter: „Der Ritus wurde von denen, die ihn preisen und als Bollwerk der Traditionstreue anführen, bewusst verändert. Er wurde so verändert, dass sie eine ebenso einfache wie entscheidende Frage nicht wahrheitsgemäß beantworten mussten: Haben Sie das Apostolische Mandat? Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten. Und doch haben sie die Liturgie verfälscht – ausgerechnet sie, die sich selbst als die treuesten Hüter der Form, des Buchstabens und der Unveränderlichkeit des Ritus darstellen.“


Dabei handle es sich keineswegs um ein zufälliges Detail, vielmehr biete dies „die ehrlichste Zusammenfassung dessen, was heute geschehen ist und was ich seit einiger Zeit mit wachsendem Unbehagen in bestimmten Kreisen beobachte, die sich als traditionalistisch bezeichnen und in denen ich geboren und aufgewachsen bin. Nicht nur in den Lefebvristen-Kreisen, sondern auch, in unterschiedlicher Weise, in Kreisen, die sich als modernistisch, progressiv oder einfach ‚anders‘ bezeichnen als jene, die nicht so denken wie sie.“ Das Problem sei nicht in erster Linie ein Problem der Doktrin [Lehre]. Sondern „es ist ein Problem der Übereinstimmung zwischen Verhalten und Handeln; zwischen dem, was verkündet wird, und dem, was getan wird. Und dies ist, bevor es eine theologische Frage ist, eine psychologische: die Fähigkeit – oder Unfähigkeit –, das, was man sagt, mit dem, was man ist, in Einklang zu bringen.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Wilolf 3. Juli 2026 
 

@Rolando: Das war ein Zitat,

und ganz bestimmt nicht meine Meinung. Ich finde diese Behauptung einfach UNGLAUBLICH. Man muss sich das mal vorstellen: Alle kirchlichen Autoritäten seit über 50 Jahren also ungläubig. Also alle Bischöfe, Kardinäle, Päpste… Und wahrscheinlich nur noch die FSSPX gläubig. Wenn das keine Hybris ist.


2
 
 Christine 2. Juli 2026 

Sie geben es zu, dass sie keine Erlaubnis des Papstes haben!

Die Priesterbruderschaft bedauert aufrichtig, dass diese Weihen ohne die Erlaubnis des Heiligen Vaters erteilt werden mussten. Sie bedauert es insbesondere, dass dem Generaloberen nicht die Möglichkeit gewährt wurde, Papst Leo persönlich zu treffen, um ihm die schwerwiegenden Gründe darzulegen, welche diese Zeremonie notwendig machten (aha, also deshalb wollten sie ihn treffen). 

Die tiefe Freude über die Bischofsweihen kann jedoch nicht geschmälert werden.

Da ist absolut nichts von Einsicht, Reue oder Schuldbewusstsein erkennbar.
Im Gegenteil, sie haben die Stirne, die Tat auch noch zu rechtfertigen und es dem Papst rotzfrech hinzureiben. Unglaublich.


2
 
 Paddel 2. Juli 2026 

@ Rolando

Es gibt ein Nihil Obstat für die Wallfahrten nach Medjugorje und die geistlichen Früchte werden anerkannt.

Nicht desto trotz fehlt noch die offizielle Bestätigung, dass es sich tatsächlich um Erscheinungen der Gottesmutter handelt.

Pompei und Schönstatt usw. sind Gnadenorte, ohne Erscheinungen. Deshalb ist es für mich persönlich gar nicht wesentlich, ob die Erscheinungen in Medjugorje "echt" oder "unecht" sind.

Wenn Sie aber so argumentieren, dann nehmen Sie doch die Erscheinungen in Kibeho/Ruanda. Die sind kirchlich anerkannt.


0
 
 Parcival 2. Juli 2026 
 

@catolica - Christus oder die Kirche verändern?

Diese Aussage erschreckt mich. Christus ist das fleischgewordene Wort Gottes (Joh 1,14). Die Kirche kann Christus weder verändern noch neu definieren. Sie ist vielmehr seine Braut und hat den Auftrag, das ihr anvertraute Glaubensgut treu zu bewahren (depositum fidei). Wer behauptet, die Kirche habe Christus verändert, erhebt einen ungeheuren Vorwurf: Entweder hätte Christus seine Verheißung gebrochen, seine Kirche in der Wahrheit zu bewahren (Mt 16,18; Joh 16,13), oder die Kirche wäre über Jahrzehnte vom Glauben abgefallen. Beides widerspricht dem katholischen Glauben. Die Kirche besteht aus sündigen Menschen, die Fehler machen können. Das authentische Lehramt aber steht unter der Verheißung Christi. Wer der Kirche vorwirft, Christus verändert zu haben, stellt letztlich nicht die Kirche, sondern die Verlässlichkeit der Verheißungen Christi selbst infrage. Genau deshalb ist eine solche Behauptung aus römisch-katholischer Sicht unhaltbar.


1
 
 Rolando 2. Juli 2026 
 

Wilolf

Wenn es so sein sollte, warum erscheint die Muttergottes in Medjugorie seit 45 Jahren in der dem Geist des Glaubens entgegenstehenden Konzilskirche?


1
 
 catolica 2. Juli 2026 
 

und die Amtskirche verändert Christus

Sie verändert nämlich das WORT , das Wort das Fleisch angenommen hat und in die Welt kam. Nur die Welt erkannte ihn nicht.


0
 
 Wilolf 2. Juli 2026 
 

@smaragdos: „Habetis mandatum apostolicum“

die Erklärung hierzu hat die FSSPX dankenswerterweise heute veröffentlicht. Sehr aufschlussreich: „Da die kirchlichen Autoritäten seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil bis heute von einem Geist beseelt sind, der dem des Glaubens entgegensteht…“


1
 
 rosenstaedter 2. Juli 2026 
 

Wie träge ein Bischof seinen Bischofsstab korrekt?

Diese Frage wurde in einem Forum gestellt!

Aussagen:

"Gemäss Vorkonzil mit dem gebogenen Krummstab nach vorne als Bischof in seinem Bistum, als Weihbischof mit dem gebogenen Krummstab nach hinten oder in einem fremden Bistum.

Ich sah Bilder da trugen die Weihbischöfe ihren Bischofsstab nach Vorne, steht im Widerspruch zur Tradition!

P.S. Nur korrekt wenn es diese Vorschrift gab!


0
 
 Wilolf 2. Juli 2026 
 

Das war mit Ankündigung.

Auf der FSSPX-Homepage stand vor 3 Tagen noch, dass das genau so geplant war.
Darf man die Vorgehensweise als Verstoß gegen das 8. Gebot bezeichnen? Oder vielleicht als „jesuitische Auslegung“?


0
 
 Smaragdos 2. Juli 2026 
 

Und wie lautet die vom Generaloberen verfasste Erklärung?


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Christian Würtz ist neuer Bischof von Eichstätt!
  2. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  3. „Die Berufung auf die Tradition gegen die Kirche von Rom ist ein Widerspruch in sich“
  4. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  5. Taylor Marshall zu FSSPX: Diese liturgische Neuerung ist eindeutig ‚nicht traditionell‘
  6. Busfahrer rollt seinen Gebetsteppich aus, betet Richtung Mekka und unterbricht die Fahrt minutenlang
  7. Papst zieht auch in Castel Gandolfo zurück in seinen Palast
  8. Ignat Solschenizyn: ‚… wir wurden um unseren kostbarsten Besitz gebracht: unser inneres Leben‘
  9. Bischof Hansen von Oslo will Angebot für 'Alte Messe' ausbauen
  10. Kirche SOS
  11. Niederlande: Erstmals Tötung eines Kindes unter zwölf Jahren im Rahmen der aktiven Sterbehilfe
  12. Leo XIV. auf Lampedusa: Zum Nächsten wird man!
  13. Ein unvermeidliches Schisma?
  14. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  15. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz