Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  4. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  5. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  9. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  10. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  11. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  12. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  13. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  14. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  15. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet

Medjugorje: "Mladifest" mit Papst-Aufruf zu Begegnung gestartet

5. August 2025 in Jugend, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Mehrere zehntausende Jugendliche zur 36. Auflage des internationalen Glaubensfestivals in der Herzegowina versammelt - Erzbischöfe Chullikatt und Cavalli: Jugendliche sind "Gesichter der Hoffnung"


Medjugorje (kath.net/KAP) Mit einer Papst-Grußbotschaft des Aufrufs zu "echter Begegnung" in einer immer digitaleren Welt ist am Montagabend in Medjugorje das 36. Internationale Jugendfestival "Mladifest" eröffnet worden. Der Apostolische Nuntius für Bosnien und Herzegowina, Erzbischof Francis Assisi Chullikatt, stand gemeinsam mit dem Apostolischen Visitator Aldo Cavalli, Bischof Guido Gallese aus Italien und Ortspfarrer Zvonimir Pavicic dem Eröffnungsgottesdienst mit 500 Priestern und mehreren Zehntausend Jugendlichen aus 71 Ländern vor.

"Wir leben in einer immer digitaleren Welt, in der uns Künstliche Intelligenz und Technologie viele Möglichkeiten bieten. Doch kein Algorithmus kann eine Umarmung, einen Blick oder eine echte Begegnung ersetzen - weder mit Gott noch mit unseren Freunden und Familien", hieß es in der von Erzbischof Cavalli verlesenen Papst-Botschaft an die in Medjugorje versammelten Jugendlichen. Die Menschen seien "geschaffen, um uns zu begegnen und um gemeinsam das Ziel zu finden", finde man doch "den Weg zum Herrn nur gemeinsam", hieß es in den Worten von Leo XIV. 

Die Jungfrau Maria, die in den biblischen Berichten zu ihrer Cousine Elisabeth aufbrach, bezeichnete der Papst als Vorbild für wahre Begegnung. "Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden", zitierte das Kirchenoberhaupt den Apostel Paulus. Jedes Hindernis, welches sich durch Unterschiede etwa in der Sprache oder Kultur dabei stelle, könne durch die "Sprache des Glaubens, gestärkt durch die Liebe Gottes" überwunden werden. Wenn Jugendlichen danach handelten, würden sie zu "Verkündern des Friedens und der Hoffnung". 


Weiters ermutigte der Papst die Jugendlichen auch, keine Angst zu haben, "wenn ihr auf der Pilgerreise eures Lebens besondere Berufung verspürt", sondern dieser zu folgen, "denn dieser Ruf kommt von Gott, er spricht zu unserem Herzen". Es handelte sich um die erste Botschaft von Papst Leo XIV. seit dessen Amtsantritt im April an das Medjugorje-Jugendfestival. Sein Vorgänger Franziskus hatte diese Tradition eingeführt und sich jedes Jahr an die dort versammelten jungen Pilger gewandt.

Selbst zur Hoffnung werden

Als das "lebendige Gesicht der Hoffnung" bezeichnete Nuntius Chullikatt in seiner Predigt die Jugendlichen beim Mladifest. Jugendliche seien nicht zufällig in Medjugorje versammelt, sondern von Gott dazu gerufen worden. Das Glaubensfestival ende nicht mit der Heimkehr, vielmehr beginne damit erst die Sendung an die Teilnehmenden, "Licht, Liebe und Hoffnung zu sein in euren Familien, Schulen und Gemeinschaften". 

Das Mladifest bietet den Teilnehmenden ein fünftägiges Programm mit Katechesen, Zeugnissen, geistlichen Impulsen, Gebetszeiten, Eucharistiefeiern, Prozessionen und Tanz, musikalisch begleitet von einem internationalen Chor und Orchester mit Musikern aus 30 Ländern. Ortspfarrer Pavicic bezeichnete es in einer Pressekonferenz vor Beginn als eine "geistliche Erneuerung durch das Gebet" und ein "tiefes geistliches Erlebnis". Das Motto des diesjährigen fünftägigen Treffens lautet: "Kommt, wir ziehen hinauf zum Haus des Herrn" (Psalm 122,1). 

Erinnerung an Gründer

Inhaltlich orientiert sich das Treffen diesmal am geistigen Werk von dessen Initiator aus dem Jahr 1989, P. Slavko Barbaric, anlässlich seines 25. Todestages. Der Franziskaner, der in Österreich studiert hatte und oftmals dort war, prägte das Wallfahrtswesen in Medjugorje wie auch die Verbreitung der Botschaften maßgeblich; ein Seligsprechungsverfahren für ihn läuft. Auch das Dokument "Königin des Friedens", mit dem der Vatikan die geistliche Bedeutung Medjugorjes unterstreicht, ohne sich zu den Erscheinungen selbst abschließend zu äußern, ist Inhalt der Katechesen.

Dass der Vatikan Medjugorje gutgeheißen hat, habe zu einem spürbaren Anstieg des Pilgerwesens geführt, erklärte Pfarrer Pavicic. "Es kommen nicht nur mehr Pilger, sondern auch neue Pilger zu uns, die zuvor nicht kamen. Viele sagen, dass das nihil obstat ihre Pfarrer veranlasst haben, nun eigene Wallfahrten zu organisieren." Auch etliche Bischöfe aus aller Welt kämen oder hätten zumindest die Note vom September 2024 aufgenommen und deren Inhalte rezipiert. Medjugorje sei ein Ort, an dem viele Berufungen entstehen und kirchliches Leben erneuert werde - besonders dort, wo die Kirche unter Druck stehe.

Das Programm wird in 19 Sprachen simultan übersetzt, darunter neben Deutsch, Englisch, Kroatisch und Spanisch auch Chinesisch, Koreanisch und Arabisch. Die Übertragungen über die YouTube-Kanäle von Media Mir Medjugorje sowie über 15 Medienpartner weltweit werden von mehreren Millionen Nutzern mitverfolgt.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 gospas_kind 5. August 2025 
 

Wunderbar!

Die Jugend der katholischen Kirche hat sich mit Papst Leo in Rom getroffen und trifft sich jetzt beim Mladifest in Medjugorje. An wohl keinem Ort werden so viele Menschen von Jesus direkt berührt wie in Medjugorje. In der Eucharistie, der Anbetung, der Beichte, beim Gebet, beim Fasten und nicht zuletzt in der Begegnung mit begeisterten Katholiken aus aller Welt.

Es freut mich, dass mit der Petrusbruderschaft (Marienfried) wenigstens eine der Tradition verbundene Bewegung die Früchte von Medjugorje sieht und diese jungen Menschen anspricht.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Russland: Autobiografie von Papst Franziskus zensiert
  4. Vatikan-Außenminister zieht positive Bilanz seiner Moskau-Reise
  5. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  8. Polen - Erzbischof Galbas: „Es gehört auch zum Auftrag der Kirche zu sagen: ‚Du darfst nicht‘“
  9. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  10. Jüngerschaft in Wien und darüber hinaus
  11. ‚Wir steuern auf eine Katastrophe zu‘: Warnung vor gescheiterter Integration in Deutschland
  12. Polizei in Papst-Städtchen auf E-Bikes im Einsatz
  13. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  14. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  15. Papst erlässt neues Verfahren zu Absetzung ostkirchlicher Patriarchen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz