Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  2. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  3. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  4. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  5. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  6. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  7. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  8. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  9. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  10. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  11. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  12. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  13. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  14. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  15. Gericht: HateAid Geschäftsführerinnen dürfen als ‚linkswoke Faschistende‘ bezeichnet werden

„Welt“: Das entschwärzte RKI-Protokoll „sorgt unter Politikern und Wissenschaftlern für Empörung“

16. Juni 2024 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


FDP-Vizevorsitzende Wolfgang Kubicki kommentiert gegenüber der „Welt“, dass deutlich werde, „wie stark das RKI schon in den ersten Monaten der Pandemie von der Bundesregierung an die Kandare genommen“ worden sei.


Berlin (kath.net) „Das entschwärzte Protokoll einer internen RKI-Sitzung vom Mai 2020“ sorge „für Empörung bei Wissenschaft und Politik“. Das schreibt Elke Bodderas in der „Welt“ in ihrem Beitrag mit dem Titel „Entschwärzte Dokumente: Der Tag, an dem das RKI die Wissenschaft verriet“. Die jetzt endlich in weitgehend ungeschwärzter Form zugänglichen Dokumente informieren, dass es „am 5. Mai 2020 … in Berlin zu einer denkwürdigen Sitzung im Robert-Koch-Institut (RKI)“ gekommen sei, informiert Bodderas. „Das Thema hinter verschlossenen Türen: die ausufernden Corona-Infektionen, und wie mit einem unsinnigen, wissenschaftlich unhaltbaren Vorschlag aus dem Kanzleramt umzugehen ist. Der damalige Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU), aber auch der amtierende Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatten vom RKI verlangt, eine aus der Luft gegriffene Zahl wissenschaftlich abzusegnen. Ab einer Inzidenz von 35 Infizierten auf 100.000 Einwohner, so stellten sich das Braun und Spahn vor, sollten in Deutschland harte Maßnahmen in Kraft treten. Vom formal unabhängigen RKI erwarteten die beiden Minister Zustimmung – und die wissenschaftlichen Argumente dazu.“


Bei dieser Sitzung „hielten es die Versammelten nicht für nötig, über den Vorschlag überhaupt erst zu diskutieren: ‚Ein einzelner Schwellenwert ist wenig zielführend.‘ Die RKI-Experten unter der Leitung des amtierenden RKI-Chefs Lothar Wieler und seines heutigen Nachfolgers im Amt, Lars Schaade, waren sich rasch einig: Die Forderung „wird aus fachlicher Sicht weitgehend abgelehnt“, schildert Bodderas nach Einblick in die Protokolle. Das Infektionsgeschehen „in den Landkreisen oder auch den Altersheimen“ sei zu unterschiedlich, um daraus flächendeckende Maßnahmen ableiten zu können. Bodderas schildert weiter, dass das Thema damit hätte erledigt sein können. Doch „die eigentlich unabhängigen Berater der Bundesregierung“ hätten das Feld gewechselt und seien „zum Politischen“ übergegangen. Man habe sich in dieser Expertenrunde gefragt, welche Konsequenzen es haben könnte, „wenn das RKI bei der wissenschaftlichen Wahrheit bliebe, wenn man also Kanzleramt und Minister reinen Wein einschenkte?“

Bodderas kommentiert, dass aus den entschwärzten Papieren hervorgehe, „dass dem RKI der Mut zum Widerspruch gefehlt habe. Im Protokoll wird der Gedankengang geschildert: „Kommt das RKI der politischen Forderung nicht nach“, zöge dies Konsequenzen nach sich, etwa das Risiko, „dass politische Entscheidungsträger „selbst Indikatoren entwickeln“ oder „das RKI bei ähnlichen Aufträgen nicht mehr einbinden“ würden. Doch, so wertet Bodderas, sei damit „die letzte Instanz“ ausgefallen, „die die Bundesregierung vor einer Fehlentscheidung hätte bewahren können“.

Bodderas schildert weiter, dass diese entschwärzten Informationen „unter Politikern und Wissenschaftler“ für Empörung gesorgt hätten. Der FDP-Vizevorsitzende Wolfgang Kubicki kommentiert gegenüber der „Welt“, dass deutlich werde, „wie stark das RKI schon in den ersten Monaten der Pandemie von der Bundesregierung an die Kandare genommen“ worden sei. Während ständig erklärt worden sei, dass „die Maßnahmen wissenschaftlich fundiert und über jeden Zweifel erhaben“ seien, hätten tatsächlich „Spahn und Braun“ „drohend die Linien“ vorgegeben. Kubicki überlegte, ob hier ein Fall von Machtmissbrauch zwischen Dienstherr und Institut vorläge. Jedenfalls fordert er „eine Aufarbeitung der Pandemiepolitik“, dazu brauche es aber „eine Kommission des Parlaments“, nicht etwa der Regierung, erläuterte er gegenüber der „Welt“.

Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  5. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  6. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  7. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  8. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  9. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  10. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  11. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  12. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  13. Der Kreuzweg mit Papst Leo
  14. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  15. Papstsekretär: Leo XIV. bleibt "Padre Roberto"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz